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Zweiteilige Reihe
Rückblick
Im Luxuszug durch Afrika
Einmal jährlich startet die zweiwöchige Reise im Luxuszug "Pride of Africa" von Südafrika nach Tansania. Von Kapstadt aus, fährt er vorbei an den weltberühmten Victoria-Wasserfällen bis zum Ziel, nach Daressalam.
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© ZDF/Torsten Groß Lupe
Für die Presse war sie schon vor der Verhandlung schuldig - Alexandra R. mit Artikeln über ihre Verhaftung aufgrund einer Verwechselung.
Unschuldig hinter Gittern
Wie die Haft alles verändert
Kaum einer kann sich vorstellen, dass der riesige Justizapparat Fehler macht. So bleiben unschuldig Verurteilte oft noch nach ihrem offiziellen Freispruch unter Verdacht.
Fehleinschätzungen, Unachtsamkeit, öffentlicher Druck - es gibt viele Gründe für irrtümliche Verhaftungen - auch wenn die Justiz in Deutschland einen guten Ruf genießt. Wie verändert sich das Leben nach einer einschneidenden Unrechts-Erfahrung?

An einem warmen Sommerabend geht die Studentin Alexandra R. (21) noch kurz beim "Späti" gegenüber ihrer Wohnung eine Bionade kaufen. Plötzlich ist sie umringt von Polizisten und wird abgeführt - sie hat keine Ahnung, warum. Und ahnt nicht, was ihr bevor steht: Ein knappes halbes Jahr wird sie in Untersuchungshaft verbringen. Mit diesem Abend verändert sich Alexandras Leben grundlegend.

888 Tage saß Monika de M. unschuldig im Gefängnis. "Mord aus Habgier" lautete die Anklage. Die 47-jährige Arzthelferin wurde aufgrund eines fehlerhaften Brandgutachtens verurteilt, ihren Vater ermordet zu haben. Während Monika de M. in Haft sitzt, widmet ihr Schwager ihrer Rettung all seine Zeit. Er ist es auch, der weitere Brandgutachten in Auftrag gibt. Monika de M. wird in der Revision freigesprochen.

Doch in der Haft hat sie alles verloren - den Job, die Wohnung, ihren Freund: "Mein Leben ist im Prinzip versaut", sagt sie nach ihrem Freispruch. Fortan genießt sie mit ihrem Fall eine zweifelhafte Berühmtheit: als eines der wichtigen Fehlurteile der jüngeren Justizgeschichte in Deutschland.

Früh am Morgen wird der Soziologe Dr. Andrej H. (37) in seiner Wohnung zu Boden geworfen, verhaftet und per Hubschrauber nach Karlsruhe zum Bundesgerichtshof transportiert. 14 Stunden lang durchsuchen Beamte des Landeskriminalamtes die Wohnung der Familie. Seine Lebensgefährtin und die beiden gemeinsamen Kinder sind völlig fassungslos. Die Anklage lautet: Verdacht auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Man unterstellt ihm Fluchtgefahr, da er sich als Soziologe zweimal bei Universitäten im Ausland beworben habe.

Sendedaten
30. Oktober 2012, um 0.00 Uhr
Info zum Film
Film von Anja Kretschmer
(Erstsendung: 29.05.2012)
Information zur Sendung
Länge: 30 Minuten
Dokumentationsreihe, Deutschland