Ruhe sanft in...
Paris
Friedhofskultur wird groß geschrieben in Paris, denn Paris hat nicht nur viele berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht sondern ebenso viele beerdigt. Die letzten Ruhestätten der Künstler, Literaten, Musiker und Wissenschaftler sind längst zur touristischen Attraktion geworden.
In den weltberühmten Pariser Katakomben lagern in den Steinbrüchen unter der Stadt die Gebeine von 6 Millionen Menschen. Als 1786 der Gestank und die Ratten die überirdischen Friedhöfe Paris beherrschten, beschloss man die Toten unter der Erde aufzubahren. Doch das Reich der Toten ist heute voller Leben, Touristen aus aller Welt begeben sich auf den schaurigen Rundgang. Als zweifelhafte Souvenirs verschwinden immer wieder Knochen und Schädel. Die eigens eingerichtete Katakombenpolizei versucht schlimmeres zu verhindern
Von allen großen Franzosen ist Napoleon hervorzuheben. Großer Feldherr, Sieger und Verlierer. Verehrter Erneuerer und verhasster Tyrann. Der kleine große Korse, der sich selbst zum Kaiser krönte, spielt eine Sonderrolle in der französischen Geschichte. Das tut auch seine Grabstätte. Bonaparte liegt im Invalidendom, wo große französische Genräle ruhen.
Weltberühmt sind auch die Friedhöfe des Bürgertums, allen voran der Père Lachaise. Der Friedhof ist größer als die meisten Pariser Parks, und die Promidichte unsagbar hoch. Hier haben Edith Piaf, Yves Montand und die Callas, Balzac und Jim Morrison die letzte Ruhe gefunden. Der Friedhof der Stars ist eine wahre Pilgerstätte. Die Gräber, vor allem derer, die es zu Geld gebracht haben, sind prächtig.
Sendedaten
Dienstag, 29. Januar 2013, 21.40 Uhr
Ein Film von Stephan Merseburger
Info
Berühmte Friedhöfe in Paris
Die Katakomben von Paris
Invalidendom (Dôme des Invalides)
Cimetière de Bagneux Paris
Cimetière de Montmartre
Cimetière du Montparnasse
Cimetière de Passy
Cimetière du Père Lachaise
Cimetière de Picpus
Cimetière de Saint-Ouen
Cimetière Saint-Vincent
Panthéon
Basilika Saint-Denis