Das Prinzip des Teilens und Teilhabens sei dem Wein als Produkt eingeschrieben, meinen etwa Ntsiki Biyela, die Weinmacherin des Jahres 2009 und Charles Erasmus, Chef der Südafrikanischen Weinstiftung - zwei Schlüsselfiguren in der heutigen südafrikanischen Weinindustrie:
"Die ganze Weinkultur hat man vor uns versteckt. Schwarze Menschen hatten keine Ahnung davon. Trotzdem hab ich mir gedacht: Wein, was soll’s. Trotz aller Hürden hab ich mir einfach in den Kopf gesetzt, Winzerin zu werden. Ohne jede Vorstellung, was mich erwarten würde." (Ntsiki Biyela, Winzerin von Stellekaya, Stellenbosch)
"Früher waren die Weinberge für mich als schwarzen Menschen ein Symbol des Reichtums einer Minderheit in unserem Land. Ein Symbol für ungleiche Besitzverhältnisse. Damit konnte ich mich niemals identifizieren. Heute ist natürlich alles anders. Wir sind jetzt ein Teil des Weinbaus. Wir blicken auf die Weinberge, trinken den Wein und fühlen, dass das uns gehört, ganz Südafrika. Es ist kein weißes oder schwarzes Produkt mehr, sondern es gehört uns allen - und sollte uns allen einen Vorteil bringen." (Charles G. Erasmus, South African Wine Industry Trust, CEO (SAWIT)