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Mai 2013
Mangelhafte Nachsorge
Rückblick
Krank aus der Klinik
Die Praxis der frühen Patientenentlassungen nach Operationen nimmt immer weiter zu. Je früher die Kliniken die Patienten entlassen, desto mehr Kosten können sie sparen. Bleibt die Gesundheit der Patienten dabei auf der Strecke?
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© ORF/Hubert Mican Lupe
Karl Habsburg und Ulrich Habsburg vor einem Bildnis ihres Vorfahren Kaiser Franz Joseph - Ulrich Habsburg wollte im Jahr 2010 als Bundespräsidentschaftskandidat in Österreich antreten, noch lässt dies die österreichische Verfassung nicht zu.
Eine (fast) normale Familie
Die Habsburger
Was arbeiten sie? Was denken sie? Wen lieben sie?
Mehr als 90 Jahre nach dem Ende der Monarchie in Österreich sind die Habsburger eine weiterhin einflussreiche und über die ganze Welt verstreute Familie.
Auch wenn sich die meisten Habsburger über das Ende ihrer politischen Bedeutung keiner Illusion hingeben, gibt es immer noch Menschen, die von einer Renaissance der Monarchie träumen.
Auch heute noch sorgen Habsburger für politische Aufregung: Wenn etwa der Kaisersohn Otto beim Gedenken an den "Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland Österreich als größtes Opfer der Nazis bezeichnet. Oder: Wenn Teile der Familie unter Verweis auf die Enteignung des Familienvermögens durch das NS-Regime Restitutionsansprüche stellen.

An die 400 Mitglieder zählt das Adelsgeschlecht heute, und das ist nur der enge Kreis. Unternehmer, Banker und Forstwirte gehören ebenso dazu wie Kunstsammler und Politiker. Die Dokumentation zeigt ein facettenreiches Familienportrait, das die unterschiedlichsten Mitglieder des einst mächtigsten europäischen Adelshauses vorstellt:

  • die Promis des Habsburger-Clans wie das offizielle Familienoberhaupt Karl Habsburg-Lothringen, der von einem politischen Comeback träumt, und seine kunstsinnige Frau Francesca
  • seine Schwester Walburga Habsburg Douglas , die als Abgeordnete des schwedischen Reichstages die derzeit höchste politische Funktion innehat
  • seinen Cousin Christian Habsburg-Lothringen, der auch nach Dutzenden abschlägigen Urteilen weiterhin die Restitution des Familienvermögens betreibt
  • ganz "normale" Habsburger wie den Forstwirt Christoph Habsburg-Lothringen (toskanische Linie), der mit seiner Familie in St. Andrä im Lavanttal lebt und sich mit einer alternativen Bürgerliste im Gemeinderat politisch engagiert
  • die PR-Lady Camilla Habsburg-Lothringen, die Künstler nicht nur medial betreut, sondern bei Panikattacken mit Klangtherapie und Bewusstseinserweiterung hilfreich zur Seite steht
  • den ehemaligen Textilkaufmann Michael Habsburg-Lothringen (ungarische Linie), der - um das geistige Erbe des Kommunismus in Ungarn zu bekämpfen - in Budapest Schulen aufbaut

Auch wenn sich die meisten Habsburger über das Ende ihrer politischen Bedeutung keiner Illusion hingeben, gibt es immer noch Menschen, die von einer Renaissance der Monarchie träumen. Die katholisch-österreichischen Landsmannschaften, denen so unterschiedliche Intellektuelle wie Heinrich Schuschnigg, der Neffe des letzten österreichischen Bundeskanzlers vor dem Anschluss, und der sozialdemokratische Vordenker Norbert Leser angehören, halten ihre Verbindung mit dem Haus Habsburg weiterhin hoch und engagieren sich für eine politische und wirtschaftliche Rehabilitation des Adelsgeschlechts.

Ein glühendes Österreichbekenntnis von jemandem, der noch aus dem alten Österreich stammt. Der Geschichte nicht lernen musste, weil er sie erlebt hat. Dessen Geschichtsbild von der Geschichtsschreibung aber revidiert ist. Anfang Jänner 2008 wird in Wien ein Stück Monarchie zu Grabe getragen: Carl-Ludwig Habsburg-Lothringen, ein jüngerer Bruder Ottos.
Geboren im März 1918, erreicht er das Alter der Republik. Einer Republik, die er nie akzeptieren konnte. Anders als Otto hat er eine Verzichtserklärung nie unterschrieben.
Die drei damals noch lebenden Söhne von Kaiser Karl erweisen ihrem Bruder die letzte Ehre: der zu dieser Zeit 88jährige Rudolf († 15.5.2010) - Felix 91 († 6.9.2011) - und der älteste, der ehemalige Kronprinz Otto, 95 († 4.7.2011).

Einst erzogen, ein künftiger Herrscher zu sein, erlebte letzterer aus der Ferne alle politischen Höhen und Tiefen Österreichs mit. Vehement bekämpfte er den Anschluss an Nazi-Deutschland, dann setzte er sich für ein selbständiges Österreich ein.
Und doch: Sein Geschichtsbild verwundert: Hat Österreich das Recht, sich ausschließlich als Opfer zu sehen?

Sendedaten
Freitag, 26.Oktober 2012
um 7.35 Uhr
Stereo, 16:9, teilw. s/w
Credits
Eine Dokumentation von Eva Maria Kaiser und Gerhard Jelinek, Österreich 2008
Thementag
© ORF Niederösterreichische LandesbibliothekFamilien, Clans und Dynastien
Der österreichische Nationalfeiertag
26. Oktober 2012, ab 6.00 Uhr