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Mai 2013
bis ans Ende der Welt
Rückblick
Die legendäre Ruta 40
Sie ist eine der letzten Traumstraßen der Welt. Die Ruta 40 führt von der bolivianisch-argentinischen Grenze bis zur Magellanstraße im Süden Argentiniens. Unter großen Mühen entstand sie in den 1930er Jahren.
Navigationselement
© ORF/Marion Mayer-Hohdahl Lupe
Kleinbäuerin Candida da Paz in ihrem Reisfeld
Das Rückgrat Afrikas
Frauen in Mosambik
Mosambik ist immer noch eines der ärmsten Länder der Welt, obwohl seit dem Friedensabkommen von 1992 ein stetes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen ist. Aber die Bevölkerung hat wenig von dem auf den Süden des Landes konzentrierten Bau- und Investoren-Boom. Nach dem Bürgerkrieg blieben viele Frauen allein zurück, sie müssen für das Auskommen ihrer Familien sorgen. Marion Mayer-Hohdahl hat einige dieser starken Frauen besucht.
Die Insel Mosambik wird 1498 von dem portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama entdeckt und fast 500 Jahre lang von den Portugiesen regiert. Sie profitieren vom Reichtum des Landes. Nach der Nelkenrevolution 1974 entlässt Portugal alle Kolonien in die Selbstständigkeit.

Lange Jahre des Bürgerkriegs
Ein Jahr später, 1975, wird Mosambik unabhängig. Der Regierungskurs unter der Frelimo ist sozialistisch-marxistisch nach sowjetischem Vorbild. Eine Kampfgruppe entsteht: Renamo, die mit Anschlägen gegen die Regierung kämpft. Bürgerkrieg zerstört das Land, Millionen flüchten, die Menschen leiden - beendet wird dieser Krieg erst 1992. Heute regieren die beiden Parteien gemeinsam.

Die Frauen müssen das Überleben der Familien sichern
Während des Krieges sind es die mosambikanischen Frauen, die das Überleben der Familie sichern müssen. 1973 erlässt die Regierung ein neues Familienrecht, das die Frauen rechtlich schützt. Aber die Situation der Frauen auf dem Land sieht immer noch schlecht aus. Sie besitzen wenig Einfluss, noch immer entscheidet der Mann.

Kleinbäuerin Candida da Paz  führt auch ein kleines Restaurant © ORF/Marion Mayer-HohdahlLupeKleinbäuerin Candida da Paz führt auch ein kleines Restaurant
Catharina Ngue vor einer in einer Frauen-Kooperative installierten Ecosan Toilette © ORF/Marion Mayer-HohdahlLupeCatharina Ngue vor einer in einer Frauen-Kooperative installierten Ecosan Toilette

Trotzdem gibt es Erfolge. Einige der Mosambikanerinnen beweisen es. Etwa die erste Theaterintendantin, die seit 20 Jahren in der Hauptstadt Maputo das Teatro Avenida zusammen mit dem schwedischen Schriftsteller Henning Mankell leitet. Oder die Frau, die eine Vereinigung für Journalistinnen im Mediensektor gegründet hat. Heute betreibt sie gemeinnützige Radiostationen in Mosambik. Oder eine Kleinbäuerin, die zweimal verwitwet ist und sich nicht unterkriegen lässt. Sie hat eine Musterfarm im Norden des Landes aufgebaut. Auch Frauen-Kooperativen zeigen die ersten Schritte in den Wohlstand und die Unabhängigkeit.

Mit Weiterbildung zum Erfolg
© ORF/Marion Mayer-Hohdahl Lupe
Catharina Ngue mit Dorfbewohnerinnen beim Lese- und Schreibunterricht
Diese Erfolge der Frauen und ihre Initiativen sind nicht nur durch Projekte der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, von Care oder der Aga Khan Stiftung entstanden.

Entscheidend ist der Wunsch der Frauen, sich weiterzubilden, sich in der von Männern dominierten Tradition der afrikanischen Länder durchzusetzen.

Sendedaten
Mittwoch, 17./18. Oktober 2012
um 5.00 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Ein Film von Marion Mayer-Hohdahl, Österreich 2009
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