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"Sachs-Appeal"
Rückblick
Die Gunter Sachs Story
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© ORF/Interspot/Dr.Friedrich Dragosits Lupe
Blick von einem Gipfel der Lechtaler Alpen übers Tal
Lechtal - Lebensraum Berg
Das Lechtal und seine Bergwelt sind von unberührter Schönheit wie kaum eine andere Alpenregion vergleichbarer Größe. Doch der Alltag der Menschen in dieser Region kann auch rau sein. Das wirtschaftliche Leben wird oft zum Existenzkampf und Naturgewalten wie Muren, Hochwasser der Wildbäche und Lawinen werden zur Bedrohung des landschaftlich so wunderbaren Lebensraumes. Die Gestalter zeigen in diesem Film, wie dieses Leben im Lechtal auch die Menschen und ihren Kampf mit der Natur bestimmt.
"Ich setze meine ganze Kraft dafür ein, dass ich unseren Hof in diesem wunderschönen Tal erhalten kann, denn hier bin ich verwurzelt", sagt Rosi Lechleitner aus Boden. Die 42-jährige Bergbäuerin weiß, wovon sie spricht. Das Bschlabser Tal, in dem das idyllische Bergdorf Boden liegt, gehört zu den schönsten Seitentälern des Lechtals. Prächtige Blumenwiesen, schroffe Gebirgsketten mit eingebetteten Gletscherseen und smaragdgrüne Bäche erfreuen das Auge des Betrachters. Doch das Lechtal kann auch rau und hart sein. Das wissen vor allem seine Bewohner, die in den ohnehin schwer zu bewirtschaftenden Steilhängen einen ständigen Kampf gegen Lawinen, Muren und Hochwasser führen.

"Lechtal - Lebensraum Berg" zeigt, dass es das Leben der Menschen mit der Natur und ihren Gewalten noch gibt. Ein Jahr lang haben sich der Regisseur Hans-Peter Stauber und die Drehbuchautorin Maria Magdalena Koller in die Abgeschiedenheit des Tiroler Lechtals begeben, um diese extreme Lebenswelt zu porträtieren.

Die Natur ist unberechenbar
© ORF/Interspot/Franz Hafner Lupe
Kirche von Kaisers, einer Gemeinde in den Lechtaler Alpen
Es ist eine Welt zwischen wildromantischer Landschaft und ständigem Albtraum, zwischen atemberaubender Schönheit und drohender Gefahr. Allein im 15 Kilometer langen Bschlabser Tal gibt es 32 Lawinenstriche. 1984 hat eine Lawine das halbe Dorf Boden zerstört. Seither wurden zahlreiche Schutzmaßnahmen getroffen. Rund 200 Hektar Wald sind in den vergangenen zehn Jahren im Lechtal verjüngt oder wieder aufgeforstet worden. Oberhalb der Baumgrenze, wo der Wald seine Funktion als Schutzwall nicht mehr erfüllen kann, wurden 15.000 Laufmeter Stahlschneebrücken aufgestellt, um den Abgang von Lawinen zu verhindern. Die 84-jährige Mutter von Rosi Lechleitner ist trotzdem skeptisch. "Wir haben zwar nicht mehr so viel Angst, seit es die Verbauungen gibt, aber die Natur ist unberechenbar."

Auch die Almhütten sitzen an steilen Hängen - im Winter unerreichbar © ORF/Interspot/Franz HafnerLupeAuch die Almhütten sitzen an steilen Hängen - im Winter unerreichbar
Ein Hirsch sucht seinen Weg am steilen Schneehang © ORF/Interspot/Franz HafnerLupeEin Hirsch sucht seinen Weg am steilen Schneehang

Die Ehrfurcht vor der Natur ist den Menschen im Lechtal bis heute geblieben. Trotz moderner Technik und Telekommunikation sind sie immer noch eins mit dem Berg, dem sie seit 700 Jahren ihren Lebensraum abringen. Dabei ist eine der schönsten und urtümlichsten Kulturlandschaften Europas entstanden. Kein Werbeslogan könnte diese faszinierende Bergwelt besser beschreiben als die Worte des örtlichen Pfarrers Karlheinz Baumgartner: "Willst du Gott in seinen Werken erkennen, so geh in die Wüste, in die Berge oder komm gleich ins Lechtal."

Sendedaten
Mittwoch, 12. März 2014
um 14.00 Uhr
Wiederholung:
Mittwoch, 12./13. März 2014
um 3.50 Uhr
Stereo, 16:9, Videotext-UT
Credits
Ein Film von Maria Magdalena Koller und Hans-Peter Stauber, Österreich 2003
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