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Dienstag, 18. Dezember
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Das Valle de la Luna Tal in der Provinz San Juan ist eine phantastische Mondlandschaft
Dinos, Schafe und Streit ums Land
Valle de la Luna, das Mondtal, trägt seinen Namen zu Recht. Eine grandiose Erosionslandschaft entlang der Ruta 40. Wind und Wasser haben dem Gestein neue Formen gegeben. Hier ist die komplette Trias erhalten, das Erdmittelalter, gut 230 Millionen Jahre alt, viele Fossilien zeugen davon.
Zahlreiche Science-Fiction-Filme sind in dieser unglaublichen Felsenwelt gedreht worden. Wind und Wasser haben dem Gestein natürliche Skulpturen abgerungen, die von den Einheimischen "Sphinx", "Stuhl" oder "Kiosk" genannt werden. Zwischen Staub und Felsen findet man immer wieder versteinerte Farne und Gräser, die davon zeugen, dass hier vor Urzeiten ein anderes Klima geherrscht hat.

Dino-Wunderland
Lupe
Zu Urzeiten war Patagonien reich an Flora und Fauna, an Reptilien und Amphibien.
In Patagoniens Provinz Neuquén liegt die wichtigste Fossilienfundstelle auf dem amerikanischen Kontinent. Dort sind die Reste von Gigantosauriern, Argentinosauriern und vieler anderer Saurier gefunden worden. Paläontologen forschen seit Jahren entlang der Ruta 40 und fast jede Woche machen sie spektakuläre Entdeckungen. Dabei ist die Suche denkbar einfach: Die Knochen liegen oft auf dem Boden herum. Fast neun Meter lang sind manche Köpfe, die Körper vierzig Meter. Damals waren die Tiere mehrere Hundert Tonnen schwer.

Schafzucht in Patagonien
Lupe
Nur gutgenährte, gesunde Schafe liefern Wolle von bester Qualität.
Weiter im Süden, in der fast endlosen Weite Patagoniens hat die Schafzucht eine lange Tradition. Hunderte von Familien verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Verwertet werden sowohl die Wolle als auch das Fleisch der Tiere. In dieser rauen Landschaft braucht ein Schaf gut drei bis vier Hektar Weideland, denn die sensible Natur nimmt jede "Überbevölkerung" übel. Die Wolle wird vor allem nach Europa, China und Japan exportiert. Sie steht bei Modeschöpfern hoch im Kurs, denn sie können mit ihr feinere Farbeffekte erzielen.

Streit ums Land
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Mapuche bedeutet "Mensch der Erde". In Argentinien hat das Volk keinerlei Rechte.
In der Provinz Chubut schwelt ein jahrelanger Konflikt. Die Mapuche-Indianer kämpfen gegen den Modekonzern Benetton aus Italien, den größten Grundbesitzer Argentiniens. Bennetton hat Land von der Regierung gekauft, um Schafe für seine eigene Wollproduktion darauf weiden zu lassen. Land auf dem seit mehr als 8000 Jahren die Mapuches siedelten. Nun lebt das Volk entlang der Benetton- Zäune in Armut, kann seine Tiere nicht mehr zum Grasen bringen. Doch den Großkonzern scheint es nicht zu interessieren, dass die Indianer von ihren Vorfahren überlieferte Rechte besitzen. Der Konflikt beschäftigt seit vielen Jahren die Justiz, ohne dass es zu einer Einigung gekommen ist.

Dokumentation
Die legendäre Ruta 40
Durch Argentinien bis ans Ende der Welt
Infografik
LupeTeil 2 der Reise führt durch ganz Patagonien über El Maitén, Esquel und Rio Mayo bis nach Rio Gallegos an den Atlantik.
Mehr zum Thema
Weinbau, Bergbau und Wunderglaube
Hoch im Norden Argentiniens, nicht weit von der Grenze zu Bolivien liegt "Kilometer 5200" der Ruta 40. Bei der Fahrt durch die Puna, durch die Hochtäler der Zentral-Anden kommt man schon bald auf die höchste befahrbare Passstraße der Welt.