Kambodscha - Die Kinder der Killing Fields
Von 1975 bis 1979 errichteten Pol Pot und seine Roten Khmer in Kambodscha ein Terror-Regime. Im Zuge dieser Schreckensherrschaft wurden mehr als zwei Millionen Menschen ermordet, vor allem die geistige Elite des Landes. Bis heute leidet das Land unter den Folgen dieser schrecklichen Vergangenheit.
Sendedaten
Donnerstag, 2. August 2012,
4.00 Uhr morgens und 18.30 Uhr
Ein Film von Petra Schulz
Erstsendung 7.10.2009
Kambodscha ist eines der ärmsten Länder der Erde und hat die Folgen des Terror-Regimes längst nicht überwunden. In fast jeder Familie fehlt ein Ernährer, wurde ein Vater, Bruder oder Sohn ermordet oder verstümmelt. Auch die Kinder müssen mit zum Lebensunterhalt beitragen. Auf Baustellen und in Backstein-
brennereien schuften sie wie Erwachsene, aber für viel weniger Lohn. Die meisten gehen Müll sammeln. Überall in der Stadt sieht man die Müllkinder mit ihren weißen Plastiksäcken.
Info
Die Weltbank schätzt, dass in Kambodscha 1,5 Millionen Kinder im Alter von 4 bis 17 Jahren arbeiten, das ist fast die Hälfte aller kambodschanischen Kinder
Kambodscha ist das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in ganz Asien. Vor allem die Elterngeneration, die zum Aufbau des Landes beitragen könnte, ist betroffen. Aber auch die Kinder sind mit dem Virus infiziert. In vielen Familien reicht das Geld gerade zum Überleben. Um armen und HIV-infizierten Kindern einen Weg aus dem Elend zu bieten, gehen der Don Bosco Children Fund und die Mary Knoll Mission einen ungewöhnlichen Weg. Sie zahlen den Eltern für jedes Kind, das nicht arbeitet, sondern die Schule besucht, den Verdienstausfall. Sie betreuen HIV-infizierte Kinder und Aidswaisen vom Kindergarten bis zur Hochschulreife. Unterstützt werden sie dabei vom deutschen Kindermissionswerk "Die Sternsinger".