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Kurz und knapp erzählt Sandra Kegel, was ihr an diesem Buch gefällt.
Buchtipp: "Lincoln im Bardo" von George Saunders
Leseempfehlung von Sandra Kegel
Während des amerikanischen Bürgerkriegs stirbt Präsident Lincolns geliebter Sohn Willie mit elf Jahren. Laut Zeitungsberichten suchte der trauernde Vater allein das Grabmal auf, um seinen Sohn noch einmal in den Armen zu halten. Bei George Saunders wird daraus eine allumfassende Geschichte über Liebe und Verlust, wie sie origineller, faszinierender und grandioser nicht sein könnte.
© luchterhand Cover: "Lincoln im Bardo"
Cover: "Lincoln im Bardo"
Im Laufe dieser Nacht, in der Abraham Lincoln von seinem Sohn Abschied nimmt, werden die Gespenster wach, die Geister der Toten auf dem Friedhof, aber auch die der Geschichte und der Literatur, reale wie erfundene, und mischen sich ein. Denn Willie Lincoln befindet sich im Zwischenreich zwischen Diesseits und Jenseits, in tibetischer Tradition Bardo genannt, und auf dem Friedhof in Georgetown entbrennt ein furioser Streit um die Seele des Jungen, ein vielstimmiger Chor, der in die eine große Frage mündet: Warum lieben wir überhaupt, wenn wir doch wissen, dass alles zu Ende gehen muss? [Klappentext]






Sendung zum Thema
© zdf_rico_rossivalBuchzeit im Sommer 2018
Im Frankfurter Osthafen diskutiert Gert Scobel wieder mit seinen literarischen Kolleginnen.

Buchzeit am Sonntag, 1. Juli 2018
um 18.00 Uhr in 3sat
Buchzeit-Kritikerin
Sandra Kegel
Literaturkritikerin, Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.