Extra-Buchtipp: "Schöne Seelen und Komplizen" von Julia Schoch
Marla Musielack war im Februar 2018 für ein Praktikum in unserer Redaktion und hat den Roman vor-gelesen.
© piper Cover: "Schöne Seelen und Komplizen"
Cover: "Schöne Seelen und Komplizen"
Lydia, Ruppert, Alexander, Kati und Vivienne besuchen ein Elitegymnasium in der DDR. Sie sind die Hauptcharaktere des Romans "Schöne Seelen und Komplizen" von Julia Schoch. Auf knapp dreihundert Seiten werden bestimmte Lebensabschnitte der Jugendlichen erläutert.
Der erste Teil des Buches spielt im Jahr 1989 bis 1992. Es ist die Zeit der großen politischen Wende.
Als Leser kriegt man einen Einblick in das Dasein der Jugendlichen im Osten der DDR. Manche der Jugendlichen stehen auf der Seite des Systems, andere sind kritisch. Julia Schoch schafft es, die politischen Veränderungen eher beiläufig im Leben der Jugendlichen mitschwingen zu lassen.
Dieser Teil des Buches handelt von den Schülern, die über ihr Leben und ihre Träume berichten.
Der zweite Teil schildert die Veränderungen, die in ihrem Leben stattgefunden haben, von ermöglichten Träumen und von Scheitern. Für manche wirkt, 30 Jahre nach ihrer Schulzeit, die Vergangenheit weiter, andere haben mit ihr abgeschlossen. Für sie alle hat sich die Welt weitergedreht. Einige haben Familie, Kinder und Job, andere sind nach der Schule ihrem Fernweh nachgegangen. Manche werden von tragischen Schicksalsschlägen eingeholt.

Mir als Schülerin zeigt der Roman, wie verschieden das Leben in Zeiten der DDR war - aber vor allem verdeutlicht er mir, wie viele Weichen man als Jugendlicher für das Leben stellt.


Sendedaten
Sonntag, 11 März 2018
Um 18:00 Uhr
Buchzeit
© zdf_rico_rossivalIm Frankfurter Osthafen diskutiert Gert Scobel vier Mal im Jahr mit den Expertinnen.
Über den Autor
Julia Schoch lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Potsdam.Sie wurde 1974 geboren und wohnte bis zu ihrem zwölften Lebensjahr in Ost-Mecklenburg.Schoch studierte Germanistik und Romanistik in Potsdam, Paris und Bukarest.ihre bekanntesten Werke sind "Der Körper des Salamanders", "Die Geschwindigkeit des Sommers" und "Selbstporträt mit Bonaparte".