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Kurz und knapp erzählt Gert Scobel, was ihm an diesem Buch gefällt.
Buchtipp: "Zündkerzen" von Durs Grünbein
Leseempfehlung von Gert Scobel
"Zündkerzen" ist eine Sammlung von 83 Gedichten in den unterschiedlichsten Formen, variierend in kurzen und langen Zeilen. Es sind Traumstücke, Redepartikel, Prosagedichte, zerbrochene Sonette, Sequenzen wie aus Unfallprotokollen. Jedes dieser Stücke entzündet sein eigenes Leuchten, seine kleine oder größere Epiphanie. Hier schreibt ein Dichter, der keiner Schule angehört, keiner modischen Strömung – ein Beobachter des Realen, neugierig auf die diesseitigen Dinge, hellwach für ihr Verschwinden.

© suhrkamp Cover: "Zündkerzen"
Cover: "Zündkerzen"
Zwei Langgedichte ziehen mächtige Stützpfeiler in die Struktur der Sammlung – reine Anschauung einer südlichen Metropole: Das Photopoem, Elegie vom musealen Leben: Die Massive des Schlafs. Es gibt Liebesgedichte, erotisch direkt, ebenso wie Momente der Verlusterfahrung als Demontage der Sonettform. Ein Gedichtzyklus über die Pinie nähert sich reiner Lautmusik und wird zum Verbarium, in dem die Buchstaben tanzen.

Zündkerzen sind Dinge, keine Ideen und erst recht keine Konzepte. (Klappentext)







Sendung zum Thema
© zdf_rico_rossivalBuchzeit im Winter 2017
Im Frankfurter Osthafen diskutiert Gert Scobel wieder mit seinen "literarischen Kolleginnen".

Buchzeit am Sonntag, 10. Dezember 2017, um 18.00 Uhr in 3sat
Buchzeit-Gastgeber
© zdf_rico_rossivalGert Scobel
Gert Scobel ist verantwortlich für das Wissensmagazin "scobel", das er wöchtlich donnerstags moderiert. Auch im Jahr 2017 leitet er die Buchzeit-Runden.