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Deutsche Produkte genießen global hohe Wertschätzung. Dies gilt für bekannte Marken, aber auch bei Erzeugnissen des Manschinen- und Anlagenbaus. © ap Lupe
Deutsche Produkte genießen hohe Wertschätzung. Dies gilt für bekannte Marken, aber auch bei Erzeugnissen des Manschinen- und Anlagenbaus.
Made in Germany
Gütesiegel mit Kratzern
Wie steht es aktuell um den Ruf von Produkten und Unternehmen aus Deutschland? Ist "Made in Germany" mit Blick auf den VW-Skandal noch ein Gütesiegel im In- und Ausland?
VW ist kein Einzelfall: Das Image von Siemens ist angekratzt - durch den "Bestechungsskandal". Der Deutschen Bank drohen unter anderem wegen grober Regelverstöße Strafzahlungen in Milliardenhöhe. Die Einschläge häufen sich. Und mit ihnen gerät das Vertrauen in deutsche Erzeugnisse in Gefahr.

Im Rating von "Brand Finance", einem englischen Marktforschungsunternehmen, hat Deutschland den ersten Platz in der Leumundsskala der Länder bereits verloren. Allerdings muss nach Meinung der Autoren noch einiges passieren, bis das Land gänzlich seines guten Rufs verlustig geht.

Nun gehen die Meinungen, welchen Einfluss die Unternehmensskandale der letzten Zeit auf das Image der deutschen Wirtschaft in der Welt haben, durchaus auseinander. BDI-Präsident Grillo hält die Sorge für übertrieben. Aber das ist vielleicht auch sein Job. makro-Studiogast Matthias Fifka, der sich viel mit Unternehmensethik beschäftigt, sieht die Sache sehr viel ernster.

Klar scheint zu sein, dass eine Volkswirtschaft, die so stark vom Export lebt wie die deutsche, die Wirkung von Firmenskandalen nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Auch wenn die allgemeine Abschwächung der Weltwirtschaft, insbesondere in China, die Chefetagen deutscher Unternehmen gerade weit stärker umtreibt.

Erfunden wurde die Kennzeichnung "Made in Germany" übrigens ursprünglich im späten 19. Jahrhundert in England - um minderwertige deutsche Produkte zu kennzeichnen.

Highlights

Firmenskandale: Wahnsinn mit Methode
Video
Zu Gast bei makro ist Prof. Matthias Fifka, Ökonom mit dem Schwerpunkt Unternehmensethik. Er sagt, in gewisser Weise seien Unternehmensskandale eine Folge gestiegenen Erfolgsdrucks.
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makroskop "Made in Germany"
© mev Video
Deutsche Exporte stiegen 2015 auf einen neuen Rekord - dank billiger Rohstoffe, schwachem Euro und gutem Image. Neue Aufträge hingegen stocken. Vor allem aus China.
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Vorabinterview: "Vertrauen ist angeknackst"
Von MAN ist kein Skandal bekannt. Trotzdem werfen VW und Deutsche Bank auch auf solche Unternehmen einen Schatten. © reuters
Firmenskandale untergraben den Ruf deutscher Wertarbeit. In den USA reagiert man mit Häme, in China mit Verwunderung. Prof. Matthias Fifka warnt im Interview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt vor dauerhaftem Schaden.
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Berichte aus der Sendung

VW im Zwielicht
© dpa Video
Vier Monate danach ist "Dieselgate" für Volkswagen immer noch toxisch. Das Vertrauen ist weg, die Häme groß, der Markenwert im Keller und die Weltspitze fern. Und das ist noch nicht das Schlimmste!
Bericht ansehen

Die Rache der "Krauts"
Der VW-Käfer wurde ein Riesenerfolg. Hier ein Blick in die Fertigungshallen von Wolfburg 1966. © ap
Das Label "Made in Germany" geht auf Unternehmer im englischen Sheffield zurück, die damit im späten 19. Jahrhundert deutsche Produkte diskreditierten. Ein kolossaler Fehler!
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Hidden Diamond
<b>Besuch beim Weltmarktführer</b><br />Diamantwerkzeuge aus Schwaben: Für die Dr. Fritsch GmbH hat der VW-Skandal keine Folgen. Das mittelständische Unternehmen punktet bei seinen Kunden mit Qualität, Service und Zuverlässigkeit.VideoBesuch beim Weltmarktführer
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<b>"Qualität und Verlässlichkeit"</b><br />Vom kleinen Fellbach in die ganze Welt! Ute Wilkinson, Geschäftsführerin des mittelständischen Maschinenbauers Dr. Fritsch GmbH, verrät, wie das gehen kann.Video"Qualität und Verlässlichkeit"
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Sendedaten
makro
Made in Germany
Freitag, 29. Januar 2016, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Reden Sie mit!
© dpaWie viele Kratzer verträgt das Gütesiegel "Made in Germany"? makro-Studiogast Prof. Matthias Fifka sagt, man dürfe Firmenskandale keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Matthias Fifka
Matthias Fifka ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Erlangen-Nürnberg. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind Unternehmensethik, Korruptionsforschung und Corporate Social Responsibility. Matthias Fifka ist u.a. Visiting Professor an der University of Dallas und der Shanghai Jiao Tong University.
VW-Skandal
Kosten: Angst vor der bösen Zahl
Für VW wird es jetzt richtig, richtig teuer. Neben der Umrüstung betroffener Fahrzeuge rollt eine Flut von Sammelklagen auf den Autobauer zu. Anwälte wetzen bereits die Messer. Und das ist noch längst nicht alles.
(makro, 01.10.2015)
Interview zur Deutsche Bank
"6000 offene Verfahren"
Die Deutsche Bank wird ihre Vergangenheit nicht los. Der besonders unangenehme Kirch-Prozess ist nur einer von 6000. Wie konnte es so weit kommen? makro fragt Matthias Fifka, Professor für Unternehmensethik.
(makro, 28.04.2015)
Archiv
Roboter auf dem Vormarsch
Pressen, schweißen und lackieren - In der Autoindustrie haben Roboter die Bandarbeiter längst ersetzt. In Zukunft könnten sie noch sehr viel mehr Menschen ihren Job streitig machen.
(makro, 23.10.2015)