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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© ap Lupe
In China verpesten Kohlekraftwerke, Autos und Fabrikabgase massiv die Luft.
Klimakiller Kohle
Chinas Umweltpolitik muss sich ändern
China ist der größte Energieverbraucher der Welt - und der größte Treiber des Klimawandels. Doch solange das Land seine Energie größtenteils aus Kohlekraftwerken bezieht, kann es keinen wirksamen Klimaschutz geben.
9,2 Milliarden Tonnen CO2 hat China allein im Jahr 2012 in die Atmosphäre gepustet. Das sind rund 27 Prozent am weltweiten CO2-Austoß. Mehr als zwei Drittel der Energie in China kommen aus Kohlekraftwerken. Seit der Jahrtausendwende wurde fast im Wochentakt ein neues Kohlekraftwerk gebaut. Bis 2019 wird ihre Zahl von 680 auf 800 steigen.

Lupe
Spitzenreiter beim CO2-Austoß
Chinas Kohle-Stromproduktion ist größer als die gesamte Elektrizitätsgewinnung der 25 europäischen OECD-Staaten aus Wind, Solar und Biomasse, hieß es kürzlich im aktuellen Kohlemarktbericht der Internationalen Energieagentur IEA.

Ohne Alternativen bleibt China die Luft weg
Doch China will und muss den rapide steigenden Kohlekonsum eindämmen, denn bereits in naher Zukunft wird das Riesenreich an den katastrophalen Folgen des CO2-Ausstoßes leiden, wie Christoph Bals von der Umweltorganisation German Watch weiß: "Ein großes Wissenschaftlerteam aus China hat gezeigt, dass sowohl von der Wasserversorgung als auch durch den Meeresspiegelanstieg China massiv betroffen sein wird vom Klimawandel. Zweitens muss China immer mehr Kohle importieren und kann nicht die eigene Kohle dafür benutzen. Drittens und das ist das stärkste Argument: Die Atemwegsbelastung und vor allem durch Kohle ist so groß, dass es die Todesursache Nummer Eins geworden ist."

© dpa Lupe
Die Menschen in Peking leiden unter der starken Luftverschmutzung
Die horrende Luftverschmutzung aus Kohlekraftwerken in China ist für rund eine viertel Million vorzeitiger Todesfälle verantwortlich. Bei der Kohleverbrennung fallen neben dem klimaschädlichen CO2 auch Feinstaub, Ruß und Schwermetalle an. Besonders betroffen ist Peking. Es zählt zu den schlimmsten Smog-Städten der Welt. Jedes Jahr im November geht den Einwohnern der Stadt regelrecht die Luft aus, auch wegen der täglich mehr als fünf Millionen Autos.

Neue Klimaziele sollen Treibhauseffekt aufhalten
Ab 2030 verspricht die chinesische Führung, ihre CO2-Emissionen dauerhaft zu senken. Das wäre nahezu doppelt so viel wie derzeit. Erreichen will China dieses Ziel vor allem durch den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Im geringen Umfang ersetzen neue Wind- und Solarparks bereits jetzt Kohle als Energieträger und die Stromproduktion aus Wasserkraft hat stark zugelegt.
Nur wenn China diesen Kurs hartnäckig weiter verfolgt, auf alternative Energien setzt, seinen Verkehr eindämmt und seine Fabriken sauberer werden, könnte der Erde eine Erwärmung von mehr als vier Grad mit gravierenden Folgen erspart bleiben.

Sendung zum Thema
Saubere Energie für unser Klima

makro am 20.November 2015, 21 Uhr

Das globale Klima verändert sich rasant. Der Treibhauseffekt lässt sich jedoch nur mindern, wenn der weltweite Energiehunger mit alternativen Energien gestillt wird.
Wirtschaftsdokumentation
Chinas Umweltprobleme
Drei der zehn größten Solarfirmen sind chinesisch, denn China muss dringend Energie einsparen. Wer sich nicht daran hält, dem wird der Strom abgestellt – es sei denn, man hat Beziehungen.
Guter Wille in Fernost
China ist mit im Boot
Die Regierungen von Frankreich und China haben gemeinsam erklärt, dass sich ihre Länder bis 2050 von fossilen Energien wie Kohle, Öl oder Gas unabhängig machen wollen.