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Vorschau
Thema am 1. Juli
Rente: Endziel Altersarmut?
Droht mir Altersarmut? Diese Frage treibt viele Menschen um. Sicher ist, dass Alte in Zukunft weniger Rente haben werden und Junge im Gegenzug mehr arbeiten müssen. Doch wie schlimm wird es wirklich?
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Rückblick
Thema am 24. Juni
Post-Wachstums-Welt
Ohne Wachstum ist in der Ökonomie alles nichts. Das Bruttoinlandsprodukt ist das Maß der Dinge. Es reflektiert das Streben des Menschen nach mehr. Und es hat eine wachsende Zahl von Gegnern.
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Sendung ansehen © reuters Lupe
Statt besser geht es vielen Staaten Afrikas schlechter, trotz Handelsabkommen.
Afrika wird abgezockt
Gerechter Handel sieht anders aus
Freihandelsabkommen sollen Entwicklungsländern den Zugang zu den Märkten der Industrieländer öffnen. Im Falle Afrikas scheint aber genau das Gegenteil der Fall zu sein.
Der Freihandel, den die EU Afrika aufzwingt und das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP haben negative Auswirkungen auf viele afrikanische Staaten. Produkte aus den USA, Europa und China verdrängen heimische Produkte von den Märkten und bringen Kleinindustrie und Landwirtschaft in Gefahr.

Schädliches Abkommen
Das EPA, ein Wirtschafts-Partnerschafts-Abkommen zwischen der EU und der ostafrikanischen Staatengemeinschaft, zwingt die afrikanischen Staaten zu einer radikalen Marktöffnung für EU-Importe. Europäische Konzerne kommen leichter an Rohstoffe, weil Exportsteuern abgebaut werden.

Durch die Importe aus der EU werden zunehmend heimische Produkte von den afrikanischen Märkten verdrängt. Zudem reißen Zollausfälle große Löcher in die Haushalte der beteiligten Staaten. Die afrikanischen Staaten sind sich der Folgen der EPAs bewusst und haben sich lange dagegen gewehrt. Doch man drohte ihnen mit dem Entzug der Zollfreiheit falls sie nicht unterzeichnen und Strafzölle wurden erhoben. Infolgedessen gingen Bauern, Händler und Futtermittelhersteller pleite.

Doch nicht nur die EU spielt eine unrühmliche Rolle in Afrika. Wichtigster Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent ist China mit einem jährlichen Volumen von 250 Milliarden US-Dollar, weit vor der EU mit 180 Milliarden und den USA mit nur noch 80 Milliarden Dollar. China besteht als Gegenleistung für die langfristige Förderung von Rohstoffen darauf, dass afrikanische Staaten ihre Märkte für chinesische Billigware öffnen.

Highlights

Afrika-Interview mit Robert Kappel
Video
Der Entwicklungsökonom Prof. Robert Kappel sagt, dass bisher keine Form der Liberalisierung des Handels Afrika hat helfen können. Die Volkswirtschaften sind einfach noch nicht weltmarkttauglich.
Interview ansehen

The biggest TTIP-Loser
Nur die fortschrittlichsten afrikanischen Staaten werden von mehr internationalem Wettbewerb profitieren. Der Rest kommt unter die Räder.
"TTIP wird die Abkopplungseffekte afrikanischer Staaten vom Weltmarkt beschleunigen", prophezeit Entwicklungsökonom Robert Kappel im Vorabinterview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt.
Interview lesen

makroskop Afrika
© reuters Video
Afrikas Anteil am Welthandel bleibt äußerst gering. Begehrt sind vor allem seine Rohstoffe. Hauptabnehmer ist China - als Handelspartner so wichtig wie die USA und Europa zusammen.
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Berichte aus der Sendung

Kenia: Die EU macht Druck
© reuters Video
Eigentlich sollten Kenias Märkte vom Handelsabkommen mit der EU profitieren. Aber solange europäische Produkte subventioniert werden, haben heimische Bauern und Fabriken keine Chance.
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Afrika: Mythos Mittelklasse
Video
Mit dem Wirtschaftsboom steigt in Afrika die Zahl derer, die zur Mittelklasse gezählt werden. Trotzdem hat sich am Verhältnis zwischen den Klassen kaum etwas verändert. Die Reichen werden reicher und die Armen ärmer.
Bericht ansehen ...

Elfenbeinküste: Schokolade fürs Volk
Video
Viel Kakao und keine Schokolade - So war das bisher an der Elfenbeinküste. Doch das Land hat gelernt. Es produziert nun nicht nur Süßigkeiten für den Eigenbedarf, sondern vermarktet sie in der ganzen Welt.
Bericht ansehen ...

Äthiopien: Billigarbeitskräfte für China
In Äthiopien ist Arbeitskraft billiger als in China, deswegen produziert die Firma Huajian Shoe schon seit ein paar Jahren dort für den US-Markt Schuhe.
(Beitrag vom ARD Weltspiegel)

Bericht ansehen bei der ARD ...

Freihandelsabkommen

TPP: Amerikas neue Allianz
TPP: Amerikas neue Allianz © reuters
Die Trans-Pacific Partnership ist das größte und wichtigste Freihandelsabkommen der Welt: Es sichert Amerikas Einfluss in Asien, den Asiaten eine gewisse Unabhängigkeit von China - und setzt Europa unter Druck.
Artikel lesen

TTIP: Eine Analyse
© dpa
Wie immer gibt es zwei Meinungen - die einen sind dafür, die anderen sind dagegen. Höchste Zeit, dem Thema TTIP einmal in einer dreiteiligen Miniserie zu Leibe zu rücken.
weiter ...


Sendedaten
Freitag, 27. November 2015,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Afrika: Reden Sie mit!
© Jürgen NatuschWie könnte gerechter Handel mit Afrika aussehen? Wie kann sich der Kontinent der Globalisierung stellen? Diskutieren Sie mit!
Studiogast
© Werner BartschLupeProf. Dr. Robert Kappel
Der Entwicklungsökonom beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Wirtschaft und Politik afrikanischer Staaten. Er war unter anderem Präsident des Hamburger Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) und Professor an den Universitäten Hamburg und Leipzig.
Archiv
Afrika - Wege aus der Armutsfalle
Halbierung der extremen Armut und des Hungers lautete das wohl wichtigste Milleniumsziel, das die Vereinten Nationen im Jahr 2000 verabschiedeten. Doch viele Länder Afrikas haben es verfehlt.
Schwerpunkt
Afrika
Gold in Südafrika, unfairer Welthandel, Rückzugsraum für Despoten wie Mugabe in Simbabwe. Der letzte verkannte Binnenmarkt, Aufbruch, Tourismus und Armut: Afrika steckt voller Gegensätze.
Doku zum Thema
Wohlstand für alle
Link
Fairer Handel
hr-iNFO Funkkolleg Wirtschaft 2015/2016
Archiv
Afrika - Wege aus der Armutsfalle
Halbierung der extremen Armut und des Hungers lautete das wohl wichtigste Milleniumsziel, das die Vereinten Nationen im Jahr 2000 verabschiedeten. Doch viele Länder Afrikas haben es verfehlt.