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Sendung ansehen © ap Lupe
Die schweren Erdbeben haben ein Land getroffen, das zu den 20 ärmsten Ländern der Erde gehört.
Nepal nach dem Beben
Das Land ist wirtschaftlich am Boden
Infolge der Naturkatastrophe im April diesen Jahres droht dem stark zerstörten Nepal noch eine ökonomische Katastrophe.
Seit den beiden Beben im April und Mai diesen Jahres ist in Nepal nichts mehr, wie es war. Tausende Menschen starben. Hunderttausende Gebäude stürzten ein, Verkehrswege wurden verschüttet und Industrieanlagen zerstört. Der Wiederaufbau kostet viel Geld, über das weder die Betroffenen selbst noch der Staat verfügt.

Zugleich bleiben die Einnahmen aus: Zerstörte Fabriken können nichts mehr produzieren, defekte Kraftwerke liefern keinen Strom und die Angst vor weiteren Beben schreckt ausgabefreudige Touristen ab. Ein wirtschaftliches Desaster für das ohnehin arme Land.

Ohne Unterstützung und Spendengelder aus dem Ausland lassen sich die Folgen der Katastrohe nicht beheben. Doch Monate nach dem Beben hat die Regierung nach Angaben der UN die bereitgestellten 4,1 Milliarden Dollar Hilfe für den Wiederaufbau noch nicht abgerufen. Der Staat habe noch keine konkreten Pläne für die Verwendung des Geldes, hieß es aus der zuständigen Behörde in Nepal.

Direkte Hilfe kommt momentan von den internationalen Hilfsorganisationen, und von den Millionen Nepalesen, die im Ausland arbeiten. Mit ihren Zahlungen in die Heimat tragen sie immerhin 25 Prozent zum Brutto-Inlands-Produkt bei.

Highlights

Interview: "Geld wird nicht abgerufen"
Video
makro-Studiogast Gabriele Köhler ist Entwicklungsökonomin und kennt Nepal gut. Sie sagt, Hilfsgelder zum Wiederaufbau seien vorhanden, würden aber aus parteipolitischem Gezänk nicht abgerufen.
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makroskop Nepal
© ap Video
Eine überlebenswichtige Einnahmequelle für das Land sind die Devisen von Millionen Nepalesen, die im Ausland arbeiten. Ihre Zahlungen in die Heimat machen über 25 Prozent vom Brutto-Inlands-Produkt aus.
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makro extra

Nepals politisches Beben
Zum ersten Mal in der Geschichte Nepals hat eine Frau das höchste Staatsamt übernommen. Im Oktober wurde die kommunistische Abgeordnete Bidhya Bhandari zur Präsidentin gewählt. © reuters
Jahrelang war sich die nepalesische Regierung uneins. Nun ist innerhalb weniger Monate eine neue Verfassung verabschiedet worden. Das Land soll eine föderale und säkulare Republik werden. Viele sind damit nicht einverstanden.
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Handelswege: Nepal setzt sich schachmatt
Die Blockade der Haupthandelswege nach Indien trifft Nepal hart. Alternative "Transportwege" sind eine einzige Katastrophe.
Nepal zählt zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Das wird auch so bleiben. Denn neben den Folgen des verheerenden Erdbebens bringt jetzt eine Blockade wichtiger Handelsrouten die Wirtschaft zum Erliegen.
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Nepals Wirtschaft ist zurück auf Null
Viele Nepalesen haben durch die Katastrophe ihre Heimat verloren oder trauen sich nicht mehr in ihre einsturzgefährdeten Häuser. © reuters
Das bitterarme Nepal hatte den Plan, bis 2022 von der Liste der "am wenigsten entwickelten Länder" zu verschwinden. Daraus wird jetzt nichts. Das Erdbeben könnte die Wirtschaft um Jahrzehnte zurückwerfen.
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Erneuerbare Energie: Nepals wilde Wasser
© colourbox
Eines der größten Entwicklungspotenziale Nepals ist die Wasserkraft. Damit könnte nicht nur der Strombedarf des Landes gedeckt werden. Der so produzierte Strom ließe sich auch gewinnbringend exportieren.
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Berichte aus der Sendung

Nepals schwieriger Wiederaufbau
© ap Video
Sechs Monate nach dem Beben droht Nepal eine humanitäre Krise. Millionen Spendengelder sind nicht verteilt, der Transport von Hilfsgütern wird blockiert und die Notunterkünfte sind nicht winterfest.
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Nepals vergessene Ureinwohner
Video
Die Chepang leben weitab im Süden Nepals in den Bergen. Zu ihnen ist bisher kaum staatliche Unterstützung vorgedrungen. Praktische Aufbauhilfe bekommen sie von der deutschen Initiative LiScha Himalaya e.V..
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Nepals angeschlagener Tourismus
© colourbox.de Video
Die Einnahmen durch den Tourismus tragen ein Großteil zu Nepals Wirtschaft bei. Doch nach dem Beben bleiben viele Touristen aus, obwohl Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten wieder aufgebaut sind.
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Sendedaten
Freitag, 6. November 2015, 21.00 Uhr
Moderation
Marcus Niehaves
Nepal: Reden Sie mit!
© colourbox.deZwar hat man sich kürzlich eine sehr fortschrittliche neue Verfassung gegeben, aber dringend benötigte Investitionen bleiben auf der Strecke. Diskutieren Sie mit!
Erdbeben in Nepal
Informationen zur Katastrophe und ihren Folgen bei heute.de
Spenden
Hilfe für Nepal
heute.de hat auf einer Seite die Adressen von Hilfsorganisationen zusammn getragen, die zu Spenden aufrufen.
Studiogast
© brLupeGabriele Köhler
Die Diplomvolkswirtin und Entwicklungsökonomin hat lange Zeit für die Vereinten Nationen gearbeitet. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in den Bereichen Wirtschafts- und Sozialpolitik, Beschäftigungspolitik, internationaler Handel und Investitionen, und Sustainable Developmend Goals.
Glossar
Nepal
Der Himalaya-Staat Nepal liegt zwischen den höchsten Bergen der Welt an seiner Nordgrenze und feuchtheißen Dschungelgebieten im Süden.
Weltkulturerbe zerstört
Nur noch Schutthaufen
Ausnahmezustand im Himalaya: Das schwere Erdbeben vom 25. April 2015 hat nicht nur mehr als 8500 Menschenleben und tausende Verletzte gefordert, sondern auch das kulturelle und spirituelle Herz des Landes schwer beschädigt.