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Investitionen in die Landwirtschaft sind in den letzten Jahren stark gestiegen. © colourbox Lupe
Virtuell verbraucht Deutschland sehr viel Wasser und schadet damit Ländern, die unter Wasserknappheit leiden.
Wasserfußabdruck
Soviel Wasser verbrauchen wir wirklich
Die Deutschen verbrauchen weniger Wasser denn je. Zumindest was den direkten Verbrauch für Waschen, Putzen, Kochen angeht. Doch durch den Waren-Import aus dem Ausland trägt Deutschland erheblich zum globalen Wassernotstand bei.
Wenn es um Wasserverbrauch geht, denkt man als erstes daran, wie oft man in der letzten Woche duschen war oder womit man täglich seinen Durst löscht. Alleine 42 Liter reinsten Trinkwassers spült der deutsche Durchschnittsbürger täglich in der Toilette hinunter. Trotzdem - mit 130 Litern pro Tag und Person steht Deutschland gut da, was den direkten Wasserbedarf angeht. Dubai stellt mit 500 Litern den negativen Spitzenreiter dar im Wasserverbrauch.

Der indirekte Wasserverbrauch
Beim indirekten bzw. virtuellen Wasserverbrauch sieht das schon anders aus. Das meiste Wasser, das wir verbrauchen, bekommen wir gar nicht zu Gesicht. Es entsteht bei der Produktion von Dingen, die wir verbrauchen - sogenanntes "virtuelles Wasser".

140 Liter virtuelles Wasser braucht man für eine Tasse Kaffee von 125 ml.Lupe140 Liter virtuelles Wasser braucht man für eine Tasse Kaffee von 125 ml.
Für einen Hamburger rechnet man 2400 Liter virtuelles Wasser © dpaLupeFür einen Hamburger rechnet man 2400 Liter virtuelles Wasser
Für die Herstellung eines Autos gehen 400.000 Liter virtuelles Wasser drauf © dpaLupeFür die Herstellung eines Autos gehen 400.000 Liter virtuelles Wasser drauf

Der Wasserfußabdruck
Der direkte und der indirekte Verbrauch von Wasser ergeben zusammen genommen den sogenannten "Wasserfußabdruck". Dieser Fußabdruck wird in drei Kategorien eingestuft: Grünes, blaues und graues Wasser.

  • Grünes Wasser beschreibt die Menge an Niederschlagswasser, das im Boden gebunden und von den Pflanzen aufgenommen und verdunstet wird. Es hat für die land-, garten- und forstwirtschaftlichen Produkte eine hohe Relevanz.
  • Blaues Wasser hingegen bezieht das Wasser aus dem Grund- oder Oberflächenwasser und wird für die Produktion von Konsumgütern oder Lebensmitteln verwendet, jedoch nicht mehr zurückgeleitet. Die Landwirtschaft nutzt dieses Wasser zur Bewässerung der Felder. Auch das auf den Weg zu den Feldern verdunstete Wasser gehört zum blauen Wasser dazu.
  • Graues Wasserist das Wasser, das in der Herstellung von Produkten verschmutzt und dadurch nicht mehr nutzbar ist. Gerade in der Landwirtschaft kommt viel graues Wasser vor, hervorgerufen durch Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, die in das Wasser und Böden gelangen.


Freitag, 11. September 2015,
21.00 Uhr
Thema der Sendung
© IWFKostbares Nass
Wasser wird in den kommenden Jahrzehnten wichtiger werden als Öl. Der Vorrat an sauberem Wasser erschöpft sich schneller, als er erneuert werden kann. Wassermangel ist also eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit.
Interaktiv
Viel Wasser für ein paar wenige Produkte
Wie viel Wasser wird benötigt, um Kaffee, Hamburger oder einen Computerchip herzustellen? Probieren Sie es doch einfach aus!
Info
Der "Wasser-Fußabdruck" eines Einzelnen, einer Gemeinschaft, oder eines Betriebes wird als das Gesamtvolumen von Süßwasser definiert, das ein Einzelner oder eine Gemeinschaft als Konsument, oder ein Betrieb zur Herstellung von Waren und Dienstleistungen, verbraucht.
Links
Wieviel Wasser verbrauche ich?
makro-Studiogast Philipp Wagnitz empfielt folgende Links zu Wasserverbrauch und individuellem Wasserfußabdruck.