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Einwanderungsrepublik Deutschland © dpa Lupe
Die Betten stehen bereit: In dieser Notunterkunft in Hanau sollen bis zu 1000 Flüchtlinge Platz finden.
Einwanderungsrepublik Deutschland
Sie kommen. Und sie werden bleiben.
Die Flüchtlingswelle, die dieser Tage nach Deutschland rollt, wird dieses Land verändern. Die Wirtschaft frohlockt. Doch anders als damals bei den "Gastarbeitern" müssen wir Integration diesmal richtig machen.
Deutschland spielt als Einwanderungsland eine immer größere Rolle. Der Zustrom an Flüchtlingen und EU-Bürgern erreicht dieser Tage einen dramatischen Höhepunkt. Allein die Zahl der Flüchtlinge, die hier um Asyl bitten, könnte 2015 die Millionengrenze überschreiten.

In den vergangenen Jahren kamen die meisten Zuwanderer noch aus EU-Staaten in Ost- und Südeuropa. Wegen der Wirtschaftskrise verließen sie ihre Heimat und fanden Arbeit hierzulande. Mehr als eine Million Ausländer arbeiten heute in Pflege, Gastronomie und Landwirtschaft.

Vor dem Hintergrund, dass die deutsche Bevölkerung schrumpft und Fachkräfte in einigen Branchen schon heute fehlen, sehen Unternehmen im Flüchtlingsstrom auch eine Chance für mehr Wachstum und Wohlstand. Denn weniger Arbeitskräfte bedeuten eine wachsende Lücke bei Pensions- und Sozialkassen, sinkenden Konsum, fallende Steuereinnahmen.

Faktisch ist die Bundesrepublik schon seit Mitte der 60er Jahre eine Einwanderungsrepublik. Damals überschritt die Zahl der Gastarbeiter erstmals die Millionengrenze, auch wenn sich die deutsche Politik nie klar dazu bekannte.

Was das Thema Integration angeht, man muss es so deutlich sagen, hat Deutschland damals die Realität total verkannt. Irgendwie ging man davon aus, dass diese Gastarbeiter nach ein paar Jahren wieder in ihre Heimat zurückzögen. Auch die Gastarbeiter gingen davon aus. Am Ende kam es anders.

Um zu verhindern, dass die Migrationswelle von heute zur Parallelgesellschaft von morgen wird, muss Deutschland aktiv und konsequent auf die Zuwanderer zugehen, sie wirtschaftlich und gesellschaftlich integrieren, zu Deutschen machen.

 

Interview aus der Sendung
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makro-Gast Dr. Julia Leininger vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik sagt, in unserer globalisierten Welt bewegen sich nicht nur Güter und Kapital - auch die Menschen werden wandern.
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makroskop Zuwanderung
© dpa Video
Die Bundesregierung rechnet dieses Jahr mit 800.000 Flüchtlingen. Nach wie vor aber kommen die meisten Zuwanderer aus Mittel-Ost-Europa. Als EU-Bürger haben sie direkt ein Bleibe- und Arbeitsrecht.
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Vorabinterview: "Migration gestalten"
Zahlreiche Flüchtlinge werden am Hauptbahnhof von München von der Bundespolizei zu einem Sonderzug gebracht. © dpa
Wie sollte Europa auf die steigenden Flüchtlingszahlen reagieren? makro-Moderatorin Eva Schmidt sprach mit Julia Leininger vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik darüber, wie eine langfristige Strategie aussehen könnte.
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IHK zu Flüchtlingen: Deutsch lernen!
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Zuwanderung ist für Unternehmen eine Chance. Doch was muss geschehen, damit die Integration in die Betriebe funktioniert? makro fragt Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt am Main.
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Flucht aus Senegal: Das spanische Netz
© Markus Böhnisch Video
Die spanische Guardia Civil patrouilliert vor der senegalesischen Küste, damit Flüchtlinge nicht gen Kanaren in See stechen. Ist das gut? makro will es wissen. Markus Böhnisch war an Bord.
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Schlepperindustrie: Pakt mit dem Teufel
© ap Video
Seit zwei, drei Jahren hausen sie unter erbärmlichen Umständen in den Flüchtlingslagern Jordaniens und des Libanon. Ohne Perspektive auf eine Rückkehr nach Syrien wird der freundliche Schlepper zur letzten Hoffnung.
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Gespräch mit Joseph Stiglitz
© ZDF Video
Die Sendung "kulturzeit" fragt den US-amerikanischen Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz nach den globalen ökonomischen Ursachen der größten Flüchtlingswelle nach dem Zweiten Weltkrieg.
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Saarland: Flüchtlinge willkommen!
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Für viele Unternehmen bleibt die Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt ein Wagnis, solange eine Abschiebung droht. Im Saarland nehmen manche Arbeitgeber diese Unsicherheit trotzdem in Kauf.
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Kanada: Vorbild für viele Länder
Frau an Mikroskop Video
Die Einwanderungspolitik in Kanada gilt als professionalisiert und ist auf das Anwerben von gut ausgebildeten und dringend gesuchten Arbeitskräften spezialisiert.
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Sendedaten
Freitag, 18. September 2015,
21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Archiv
© Deutsches Institut für EntwicklungspolitikKann die deutsche Wirtschaft die Flüchtlingswelle verkraften? Hier haben wir für Sie den kompletten Chat mit makro-Gast Dr. Julia Leininger zum Nachlesen verlinkt.
Studiogast
Dr. Julia Leininger
Die Politikwissenschaftlerin Dr. Julia Leininger erforscht die Ursachen von Flucht und wie man dazu politische Lösungen finden kann. Sie ist Abteilungsleiterin im Deutschen Institut für Entwicklungspolitik in Bonn und berät die deutsche und internationale Politik.
Interview
"Migration ist eine Win-Win-Situation"
Darf man Flüchtlinge als (Teil-)Lösung für unseren Fachkräftemangel betrachten? makro hat Dr. Reiner Klingholz vom "Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung" dazu befragt. (21.05.2015)
Flüchtlingsstöme
Interaktive Weltkarte
Wer wissen möchte, wielviele Flüchtlinge woher wohin ziehen, findet die Antwort auf der interaktiven Weltkarte der "International Organization for Migration".
Studie
"Neue Potenziale: Zur Lage der Integration in Deutschland" - Studie des "Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung" (pdf).
Archiv
Zuwanderung in Europa
(makro vom 24.01.2014)
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Völkerwanderung 2.0
Der Zustrom von Flüchtlingen war noch nie und ist auch in Zukunft nicht aufzuhalten. Wir werden uns in Deutschland, Österreich und ganz Europa darauf einstellen müssen.
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