Wasser wird in den kommenden Jahrzehnten wichtiger werden als Öl.
Wasser wird in den kommenden Jahrzehnten wichtiger werden als Öl.
Wasser wird in den kommenden Jahrzehnten wichtiger werden als Öl.
Kostbares Nass
Der Rohstoff Wasser wird immer knapper
Der Vorrat an sauberem Wasser erschöpft sich schneller, als er erneuert werden kann. Wassermangel ist also eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit - auch für die Wirtschaft.
Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht, aber auch essenziell für die Wirtschaft. Wasser wird benötigt, um Waren, Nahrung und Energie zu produzieren. Mit einer rasant wachsenden Bevölkerung steigt der globale Wasserbedarf stetig. Gleichzeitig schrumpfen jedoch die Ressourcen. Der Klimawandel sorgt für zunhemende Dürre-Perioden und die Schadstoffbelastung im Grundwasser steigt.

© reut Die Herstellung eines Autos verbraucht 400.000 Liter Wasser
Die Herstellung eines Autos verbraucht 400.000 Liter Wasser
Der globale Wasserbedarf der Wirtschaft wird sich in den Jahren bis 2050 voraussichtlich vervierfachen, besonders in den Entwicklungsländern. Bis 2030 könnte zwischen Nachfrage und Angebot eine Lücke von 40 Prozent entstehen. Beim Aufbau neuer Industrien muss deswegen die Verfügbarkeit von Wasser im jeweiligen Land beachtet werden, denn gerade im produzierenden Bereich braucht man enorme Mengen Wasser.

Wasser wird wichtiger als Erdöl
In absehbarer Zeit, prophezeit eine UN-Studie, wird Wasser strategisch bedeutsamer sein als Erdöl. Alleine Landwirtschaft und Industrie verbrauchen weltweit mehr als vier Fünftel der jährlichen Mengen. Ohne Wasser gäbe es weder Computerchips und Medikamente noch Papier, Autos, Brot oder Bier. Bereits 2008 erklärte der damalige Chef des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé, Peter Brabeck-Letmathe: "Das Wasser geht in vielen Regionen schneller zu Ende als die Ölreserven". Und forderte, das Thema Wassermangel mit der gleichen Dringlichkeit zu behandeln wie den Klimawandel.

 

Sendungs-Interview mit Philipp Wagnitz
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makro-Gast Philipp Wagnitz, Wasserexperte beim WWF, sagt, gegen den weltweiten Wassermangel gebe es keine einfachen Rezepte. Auf jeden Fall aber sei Wasser in vielen Ländern zu billig.
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Interview: Top-Wirtschaftsrisiko Wassermangel
Automobilfertigung bei Daimler: Der Wasserverbrauch in der Industrie ist immens. Er verbirgt sich jedoch in der gesamten Produktionkette rund um den Globus. © Daimler AG
Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat den weltweiten Wassermangel auf Platz 1 der Wirtschaftsrisiken gesetzt. makro-Moderatorin Eva Schmidt fragt Studiogast Philipp Wagnitz in einem Vorabinterview wie ernst die Lage ist.

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makroskop Wasser
© dpa
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Wasser ist ein knapper Rohstoff. Schon jetzt haben eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Bald werden es noch weit mehr sein.

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Meerwasserentsalzung
Die unbändige Wucht des Meeres täuscht darüber hinweg, dass die Reserven an nutzbarem Süßwasser stetig schwinden. © colourbox.de
Der Ozean bietet ein schier unerschöpfliches Reservoir an Wasser. Meerwasserentsalzung erscheint daher als probates Mittel gegen den weltweiten Wassermangel. Hätte die Technik nicht einen gewaltigen Nachteil.

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Wasserfußabdruck
Investitionen in die Landwirtschaft sind in den letzten Jahren stark gestiegen. © colourbox
Die Deutschen verbrauchen weniger Wasser denn je. Zumindest was den direkten Verbrauch für Waschen, Putzen, Kochen angeht. Doch durch den Waren-Import aus dem Ausland trägt Deutschland erheblich zum globalen Wassernotstand bei.

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Kalifornien: Harte Zeiten für die Farmer
© ap
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Mensch, Tier und Landwirtschaft leiden unter der anhaltenden Dürre in Kalifornien. Viele Farmer stehen vor dem Aus und lassen deswegen tiefe Brunnen bohren. Doch auch das Grundwasser wird weniger.
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Spanien: In Zukunft Wüste
© dpa
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Der Tourismus gedeiht in der Sonne Südspaniens genauso wie der Obst- und Gemüsebau. Doch die lukrativen Wirtschaftszweige fordern ihr Tribut: Wasser wird knapp und die Landschaft droht zur verwüsten.
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Singapur: Trinkwasser aus der Toilette
© dpa
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1,5 Milliarden Liter Wasser braucht Singapur jeden Tag - Tendenz steigend. Die Reservoirs reichen nicht mehr aus. Deswegen wird nun zusätzlich zur Meerwasserentsalzung, Wasser aus Abwasser gewonnen.
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Sendedaten
Freitag, 11. September 2015,
21.00 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Studiogast
Philipp Wagnitz
Wagnitz ist Wasserexperte beim WWF (World Wide Fund For Nature). Er beschäftigt sich vornehmlich mit der Frage, wie wichtig Süßwasser in der Wertschöpfung für internationale Unternehmen ist.
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Wie aus Wasser Geld wird
(wissen aktuell, 10.09.2015)
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