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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Finanzmetropole Frankfurt: Die Gewinne sprudeln nicht mehr so wie früher. © reuters Lupe
Nach Wolken folgt Sonne! Normalerweise. Ob das auch für Griechenland gilt?
Im Fall der Fälle
Szenarien zur Griechenlandrettung
Kann man die Staatspleite abwenden oder droht Griechenland der Grexit? Noch ist alles offen bis zum Griechenland-Gipfel am Montag. Was alles passieren könnte, hier im Überblick:
Einigung nach bisherigem Plan
Wenn Griechenland in den kommenden Tagen seine Gläubiger doch noch von wirksamen Reformen überzeugen kann, können diese die zurückgehaltenen Kredite in Höhe von insgesamt 7,2 Milliarden Euro auszahlen. Damit könnte Athen zum Monatsende fällige Schulden in Höhe von 1,6 Milliarden Euro beim Internationalen Währungsfonds (IWF) begleichen sowie Beamte und Rentner bezahlen. Die Erfolgschance sinkt täglich, weil auch der Bundestag noch zustimmen müsste. Und die Atempause wäre für Athen wegen der enormen finanziellen Verpflichtungen nur von kurzer Dauer. Griechenland ächzt unter einer Schuldenlast von fast 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Verlängerung der Finanzhilfen
Sollte eine Einigung nicht rechtzeitig gelingen, könnte sich Athen mit seinen Gläubigern auf eine Verlängerung des aktuellen Hilfsplans verständigen - möglicherweise um neun Monate. Damit könnte sich Athen weitere Unterstützung der Europäische Zentralbank (EZB) für die griechischen Banken sichern. Athen hofft zudem auf Zugriff auf 10,9 Milliarden Euro, die bis Februar im griechischen Bankenrettungsfonds HFSF lagen, dann aber an den Euro-Rettungsfonds zurücküberwiesen werden mussten. Außerdem will Athen EZB-Schulden auf den permanenten Rettungsschirm ESM übertragen lassen, um diese später zurückzuzahlen zu müssen. Eine Verlängerung des Programms wird nach Medienberichten von Spitzen der Koalition in Berlin präferiert.

Reduzierung der Schulden
Auch im Fall einer baldigen Einigung bleibt das Schuldenproblem bestehen, weshalb sich viele Ökonomen für einen Teilerlass aussprechen. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) drängt die Euro-Länder dazu. Allerdings sind es gerade die IWF-Raten, die Athen besonders in Schwierigkeiten bringen. Berlin schließt einen weiteren Schuldenschnitt bislang aus, auch der Spielraum für ein Entgegenkommen bei den Kreditbedingungen ist begrenzt. Athen profitiert schon jetzt von günstigen Konditionen wie niedrigen Zinssätzen. Mit der Rückzahlung von Geldern an den Euro-Rettungsfonds EFSF muss Griechenland zudem erst im kommenden Jahrzehnt beginnen, für die gesamte Tilgung hat es 25 Jahre Zeit.

Zahlungsunfähigkeit
Dass Athen die Ende Juni fällige Rate an den IWF möglicherweise nicht bezahlen kann, ist längst kein Tabuthema mehr. In der Eurogruppe haben Vorbereitungen darauf begonnen. Bei einer Zahlungsunfähigkeit droht ein Ansturm von Kunden und Investoren auf die griechischen Banken - und deren Kollaps. Griechenland könnte dann Maßnahmen zur Kapitalkontrolle erlassen: Die Begrenzung von Abhebungen; ein Verbot von Überweisungen ins Ausland. Vorrübergehend könnten Schuldscheine als eine Art Parallelwährung eingeführt werden - damit könnten Löhne, Renten und andere Rechnungen im Inland bezahlt werden. Eine Pleite könnte dennoch zu Unruhen in der Bevölkerung führen, was auch viele Griechen befürchten.

Grexit
Das Szenario, an das eigentlich niemand denken mag, ist der Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Allerdings hätte das heftige Folgen. "Billiger wird es auf gar keinen Fall", warnt Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU), weil ein Großteil der bisherigen Kredite für Athen dann endgültig verloren wären. Ein Grexit würde die Finanzmärkte aufwirbeln und könnte einen Ansteckungseffekt verursachen, der andere schwache Mitglieder der Eurozone in Gefahr bringt. Da ein Währungsaustritt in den europäischen Verträgen nicht vorgesehen ist, müsste Griechenland womöglich auch aus der EU austreten. Das wiederum könnte Athen dazu bewegen, sich von der EU ab- und anderen Machtzentren wie Russland oder China zuzuwenden.

Sendedaten
Freitag, 26. Juni 2015, 21.00 Uhr
Sendung zum Thema
© ReutersSisyphusarbeit in Griechenland
Die Zeit drängt im Schuldenstreit mit Griechenland: Am 30. Juni muss Athen 1,6 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen. Und so arbeiten die internationalen Geldgeber und die Regierung in Athen fast rund um die Uhr an einer Lösung im griechischen Schuldenstreit.
Zeitplan Rettung
© reutersDie Zeit drängt im Schuldenstreit mit Griechenland: Am 30. Juni muss Athen 1,6 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen. Wie geht es in den nächsten Tagen weiter? Ein Überblick über den anstehenden Verhandlungs-Marathon. (heute.de, 23.06.2015)
Archiv
Europa im Umbruch
In vielen Ländern Europas stehen in den nächsten Monaten Wahlen an. Die unpopuläre Sparpolitik hat bisher noch jede Regierung aus dem Amt gefegt. Der Linksruck in Athen könnte erst der Anfang sein.
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Bleibt Griechenland im Euro oder kommt die Pleite? Die Regierung von Alexis Tsipras hat neue Vorschläge auf den Tisch gelegt. Ob sie ernst gemeint sind oder bloß leere Versprechungen, darüber befinden heute die Chefs.