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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Istanbul ist das unangefochtene wirtschaftliche und politische Herz der Türkei. © colourbox.de Lupe
Istanbul ist das unangefochtene wirtschaftliche und politische Herz der Türkei.
Erdogans "neue" Türkei
Ist der Boom am Bosporus vorbei?
Der Wirtschaftsaufschwung war bislang der stärkste Trumpf der islamisch-konservativen Regierung unter dem heutigen Präsidenten Erdogan. Doch bei genauerer Betrachtung sieht es mit der "neuen" Türkei gar nicht mehr so rosig aus.
Lange Jahre konnte die türkische Wirtschaft mit Erfolgsgeschichten glänzen. Doch Wachstumsraten von über 9 Prozent waren einmal, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch. Der Grund dafür sind strukturelle und politische Probleme.

Der Aufschwung war eng mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und seiner AKP-Regierung verknüpft. Doch die früheren Rekord-Wachstumsraten können nicht mehr erreicht werden. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen. Auslandsinvestitionen gehen massiv zurück, die türkische Lira wertete gegenüber anderen Währungen massiv ab.

Noch weitere Entwicklungen werden mit Erdogan verknüpft: Einschränkung der Pressefreiheit, Abwendung von der EU, Unterdrückung von kritischen Stimmen, Erdogans immer autokratischer werdender Regierungsstil, gigantomanische Bauprojekte und Korruption, Behinderung von Polizei und Justiz. All dies sorgt für ein raues Investitionsklima. Internationale Geldgeber ziehen sich scharenweise zurück. Für einen weiteren Aufschwung müsste Erdogan eine liberalere Politik verfolgen.

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" fragt kurz nach den Parlamentswahlen am 7. Juni, wie es weitergehen kann in der Türkei. Ist Erdogans autokratisches Großmachtstreben nach dem Verfehlen der absoluten Mehrheit am Ende? Nicht nur an der Wahlurne, auch in der Wirtschaft sähen viele Unternehmer lieber weniger Erdogan-Klüngel. Welche Antworten hat der einstige "Anatolische Tiger" für seine schwächelnde Wirtschaft?

 

Studio-Interview mit André Bank
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makro-Gast Dr. André Bank vom GIGA Institut für Nahost-Studien in Hamburg sagt, die türkische Wirtschaft leide ganz massiv unter dem Zusammenbruch der Märkte in Nahost und Nordafrika.
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Vorabinterview: Hypothek Erdogan
Die Aussicht auf einen Superpräsidenten Erdogan ist den Türken unheimlich. © reuters
Neben einer Abfuhr der Allmachtsphantasien von Präsident Erdogan drückt das Ergebnis der türkischen Parlamentswahl auch ein tiefsitzendes Unbehagen über den wirtschaftlichen Kurs des Landes aus, sagt Dr. André Bank.
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Interview mit Bülent Uzuner
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Geboren ist Bülent Uzuner in der Türkei, aufgewachsen und studiert hat er in Deutschland. Auch heute, als Chef seiner eigenen Unternehmensberatung, bleibt er ein Wandler zwischen beiden Welten. Er kennt die Unternehmenswelt gut. makro hat ihn gefragt, wie es um die türkische Wirtschaft steht.


makroskop Türkei
© colourbox.de Video
Der Boom am Bosporus ist zu Ende. 2014 wuchs die Wirtschaft nur noch um 2,9 Prozent. Der Binnenmarkt schwächelt, die Inflation steigt und ausländisches Kapital flieht.
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Die Start-Ups von Istanbul
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Nicht selten kehren junge Türken nach einer Ausbildung im Ausland zurück an den Bosporus, um dort ihre Karriere zu starten. Sie sind davon überzeugt, dass die türkische Start-Up-Szene vor einem ganz großen Sprung steht.
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Großbaumeister Erdogan
© ap Video
Der türkische Bauboom, der anfangs noch dringend benötigte Infrastrukturprojekte vorantrieb, wird zum Selbstzweck. Immer mit dabei: Baukonzerne aus dem Dunstkreis der Regierung.
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Presse unter Erdogan: Der Feind im Innern
© ap Video
Die türkischen Medien sind heute weitgehend gleichgeschaltet. Sie werden beherrscht von Konglomeraten mit angeschlossenem Verlagsgeschäft. Der Deal mit der Regierung: lukrative Aufträge gegen freundliche Berichterstattung.
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Parlamentswahl: Schlappe für Erdogan
© reuters
Was hatte er sich im Vorfeld noch ins Zeug gelegt. Für seine islamisch-konservative Regierungspartei AKP, für seine Vision einer Präsidialdemokratie. Doch die Wähler wollten nicht mehr.
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Sendedaten
Freitag, 12. Juni 2015, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Interviewgast
Dr. André Bank
Bank ist Senior Research Fellow am GIGA Institut für Nahost-Studien in Hamburg. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind autoritäre Herrschaft und gewalttätige Konflikte mit Fokus auf den Nahen Osten und die Türkei.
Machtbesessen
Das autoritäre System Erdogans
Er wollte aus der "Neuen Türkei" eine Präsidialrepublik machen - mit sich selbst als Staatschef und mehr Macht als jemals zuvor. Doch bei der Wahl am Wochenende haben die Türken diesen Plänen Erdogans eine Abfuhr erteilt.
Themenwoche
Im Fokus: Türkei
7. bis 12. Juni 2015
Archiv
Testfall Türkei
Glänzende Wirtschaftsdaten und politische Stabilität brachten der Türkei den Aufschwung. Doch die jüngsten Proteste zeigen den Riss, der durch die Gesellschaft geht.