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Vorschau
Sendung am 5. August
Brasilien in Not
Brasilien leidet an der schlimmsten Wasserkrise seiner Geschichte. Ja, es hat in den letzten Jahren zu wenig geregnet. Aber der Kern des Problems liegt woanders. makro macht sich auf die Suche nach den Ursachen.
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Rückblick
Sendung vom 22. Juli
Clinton versus Trump
Republikaner und Demokraten küren ihre Präsidentschaftskandidaten. Trump ist schon durch, Clinton folgt in Kürze. Ihre wirtschaftlichen Konzepte könnten unterschiedlicher nicht sein.
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© dpa Lupe
Glaube und Profit
Die Magie des Irrationalen in der Wirtschaft
Die Wirtschaft gibt sich rational. Tatsächlich ist das Handeln der Marktteilnehmer vor allem verhaltenspsychologisch getrieben. Selbst unser Geld funktioniert nur, weil wir an den Wert bedruckter Scheine glauben.
Unsere gesellschaftliche Wertschätzung beruht auf Geld. Was viel kostet, ist auch viel wert. Dabei ist Geld bei näherer Betrachtung ein abstraktes Konstrukt - jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Es arbeitet und vermehrt sich von alleine. Der Markt, auf dem es kursiert, reguliert sich - zumindest wenn es nach dem Wirtschaftswissenschaftler Adam Smith geht - mit unsichtbarer Hand selbst.

Eher fiktional als real
Früher wurde zum Handeln Gold benutzt. Es hatte einen konkreten Gegenwert. Doch mit den sich mehrenden Handelsbeziehungen wurde Gold als Tauschmittel zu umständlich. Also gab man nur noch Quittungen für Gold heraus. Aus Quittungen wurden Geldscheine und irgendwann reichte nur noch die Unterschrift des Schuldners und damit das Versprechen, der Bank das Geld zurückzugeben. Der Beginn unseres jetzigen Finanzsystems war geboren. Heute ist im Euro-Raum gerade einmal ein Zehntel des existierenden Geldes tatsächlich im Umlauf. Der Rest ist eine Fiktion.

Geld ist nichts weiter als bedrucktes Papier, dem eine Bedeutung verliehen wird. "Wenn man glaubt, es gäbe so etwas wie Wert hinter dem Geld, dann erliegt man einer Illusion, die gerade in Krisen enttäuscht wird", sagt Wirtschaftsphilosoph Karl-Heinz Brodbeck.

Trotz allem funktioniert unser Geld nur deshalb als Währung, weil wir an den Wert der bedruckten Scheine glauben. Und so lässt sich mit dem Glauben ans Geld immer wieder Geld verdienen.

 

Studio-Interview mit Helge Peukert
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makro-Studiogast Prof. Helge Peukert fordert eine grundlegende Finanzreform: Banken müssten verkleinert, ihre Eigenkapitalquote von 3% auf 30% erhöht werden. Und er fordert das Vollgeld.
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Extra-Interview: Was ist Vollgeld?
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Ökonom und Sozialwissenschaftler Prof. Joseph Huber möchte unser Geld durch Vollgeld ersetzen. Eine solche Reform könne auch den Staaten helfen, Schulden abzubauen. makro erzählt er, warum.
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Tulpomanie - Der bunte Wahnsinn
Ein Faible für Tulpen haben die Holländer bis heute, wie diese beiden alten Damen am Nationalen Tulpentag in Amsterdam demonstrieren. © dpa
Eine Spekulationsblase hat, ähnlich einer Legende, einen realen Kern. Der Rest ist Glaube. Geglaubt wird überall und immer. In Holland vor 300 Jahren glaubte die Anlegergemeinde an die Tulpenzwiebel. Und wie!
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Die Südsee-Blase
Aktienkurs der South Sea Company: Auf die Euphorie folgt der Kater.
Anfang des 18. Jahrhunderts versprach die South Sea Company ihren Aktionären sagenhafte Gewinne mit Geschäften in der Südsee. Zwar war dort niemand je gewesen, aber der baldige Reichtum galt unter Anlegern als ausgemachte Sache.
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Geld: Das große Versprechen
© ap Video
Früher hatte Geld einen Wert an sich. Die Geldmenge entsprach dem verfügbaren Gold und Silber. Heute ist Geld eine beliebig vermehrbare Schuld - und ein Versprechen, diese zu begleichen.
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Geld heute: Mehr Schein als Sein
© reuters Video
Die Geschichte des Geldes ist eine Reise in die Abstraktion. Von der Silbermünze über Papier- bis hin zum elektronischen Geld. Das Misstrauen gegenüber unserem Zahlungsmittel wächst.
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Börsenpsychologie: Tun, was alle tun
© ap Video
Der Mensch ist ein Herdentier. An der Börse halten Anleger ihr Verhalten für rational. Tatsächlich tun sie einfach, was alle tun: Gemeinsam laufen sie in die gleiche Richtung. So viele kluge Leute können schließlich nicht irren!
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Verhaltensökonomie: Kopf oder Bauch?
© ap
2013 erhielten zwei Ökonomen, Robert Shiller aus Yale und Eugen Fama aus Chicago, den Nobelpreis. Sie versuchten mit gänzlich gegensätzlichen Denkansätzen ein und dasselbe Phänomen zu erklären: Die Funktionsweise der Finanzmärkte.
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Calvinismus: Durch Geld zu Gott?
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Jean Calvin gilt als der theologische Wegbereiter des Kapitalismus. Doch damit wird der Reformator, der im 16. Jahrhundert "Leistung lohnt sich" predigte, meist missverstanden.
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Sendedaten
Freitag, 27. März 2015, 21.00 Uhr
Geld: Reden Sie mit!
© apViele Leute fragen sich: Was ist eigentlich dieses Geld? Und können wir ihm überhaupt noch vertrauen? Denn die uferlose Geldschöpfung der Zentralbanken macht vielen Angst. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Dr. Helge Peukert
Peukert ist Philosoph, Soziologe und Volkswirtschaftler. Er lehrt als Professor für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie an der Universität Erfurt. Peukert war bereits verschiedentlich zu Gast bei makro.
Themenwoche
Woran glaubst Du?
22.- 28. März 2015
PHOENIX: Im Dialog
Michael Krons unterhält sich mit Thomas Mayer, dem ehemaligen Chefvolkswirt der Deutschen Bank und Gründungdirektor des Flossbach von Storch Research Institutes.Ihr Thema: Das Geldsystem und die Lage der Wirtschaft.
Info
Rechtlich gesehen sind heute nur Banknoten oder Münzgeld tatsächliches Geld. Das meiste Geld wird jedoch nicht in irgendwelchen Tresoren gebunkert. Die neuen Tresore sind die Computerterminals. Hier wird "Giralgeld" produziert, dass keinen Bezug zu gepressten Banknoten oder geprägten Münzen hat. Dieses Giralgeld macht heute einen Großteil des in der Finanz- und Realwirtschaft gebuchten Geldes aus. Es wird nie "abgehoben" werden und mit gesicherten Geldtransporten von einem Ort zum anderen transportiert und trotzdem ist es die momentane Grundlage unseres globalen Wirtschaftssystems.