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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Das Kernkraftwerk Grohnde in Niedersachsen wird bald stillgelegt. Weltweit hingegen sind 70 Atomkraftwerke im Bau, weitere 170 in der Planung. © dpa Lupe
Das Kernkraftwerk Grohnde in Niedersachsen wird bald stillgelegt. Weltweit hingegen sind 70 Atomkraftwerke im Bau, weitere 170 in der Planung.
Comeback der Kernkraft
Strahlende Aussichten für die Energiewirtschaft?
Vier Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima hat die Atomenergie wieder an Strahlkraft gewonnen. Denn während Deutschland aussteigt, steigen andere Länder ein. Vor allem in Asien.
Das Nachbarland Polen zum Beispiel oder auch die Türkei planen ihre ersten Reaktoren. Und Großbritannien, das schon heute über 16 Reaktoren verfügt, will jetzt sogar drei weitere bauen. Doch noch viel größer als in Europa ist der Atomhunger in Asien.

Atomkraft? Ja bitte!
Schätzungen zufolge entstehen dort in den nächsten zwei Jahrzehnten bis zu 100 neue Atomkraftwerke. Von diesen Milliarden-Investitionen will vor allem Japan profitieren. Von Vietnam bis hin zur Türkei: Der Export japanischer Atomtechnologie verläuft sehr erfolgreich. Und immer wieder fällt dabei der Name Tepco. Dabei ist der Tokioter Atomkraftwerksbetreiber für die Katastrophe von Fukushima verantwortlich. Pfusch und Schlendrian in diesem Unternehmen hatten die Havarie überhaupt erst möglich gemacht.

Doch auch Deutschland, das Land der Energiewende, wird seine strahlende Vergangenheit so schnell nicht los. Für großen Wirbel sorgte die Ankündigung von Deutschlands größtem Energiekonzern E.on, das Unternehmen aufzuspalten. Kohle und Atom werden in einen neuen, eigenen Geschäftsbereich ausgegliedert.

Der Verdacht liegt nahe, der Konzern wolle sich mit diesem Schritt aus der Verantwortung stehlen. Denn nicht nur E.on, alle großen Energieversorger in Deutschland stecken seit der Energiewende in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Da könnte es den Unternehmen gerade recht sein, den teuren Rückbau der Atomkraftwerke loszuwerden. Wollen die Energiekonzerne am Ende vielleicht sogar dem Steuerzahler die Altlasten der Atom-Ära aufbürden?

 

AKW Hinkley Point: Der letzte Dinosaurier
© dpa
Atomkraftwerke sind die Dinosaurier unserer Zeit. Sie stecken in einer evolutionären Sackgasse. Hinkley Point hat das Zeug, zum teuersten Kraftwerksbau aller Zeiten zu werden.
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Atomkraft ist zu teuer
Seltener Blick in das Herz eines Reaktors - hier während einer Inspektion des Atomkraftwerks Mühleberg in der Schweiz. © reuters
In Finnland wird ein neues Atomkraftwerk gebaut, in Frankreich, in der Slowakei - und überall laufen die Kosten aus dem Ruder. Nur staatliche Subventionen halten die Projekte am Leben, sagt Atomphysiker Lothar Hahn in einem Vorabinterview.
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makroskop Atomenergie
© colourbox.de Video
Deutschland, Belgien und die Schweiz steigen aus der Atomkraft aus, Italien ist bereits nuklearfrei. Um uns herum sieht es anders aus: Polen, Finnland und Frankreich planen neue Reaktoren.
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Atomenergie: Teure Abwicklung
© dpa Video
Der Atomausstieg ist in vollem Gange. Die Kosten der Abwicklung, bislang eine abstrakte Größe in der Firmenbilanz, stehen plötzlich im Praxistest. E.on will das ganze Atom-Dingens einfach nur noch loswerden.
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Atommüll: Dauerbrenner
© dpa Video
Die Suche nach dem Endlager ist so alt wie die Atomkraft selbst. Niemand will den Müll haben. Das Zeug strahlt ewig und ewig ist eine verdammt lange Zeit. Ein Albtraum. Auch kostentechnisch.
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Türkei: Erdogan setzt auf Kernkraft
© reuters Video
Der türkische Präsident Erdogan ist ein glühender Anhänger der Kernkraft. Er möchte die Abhängigkeit von Gasimporten verringern. Das erste AKW geht 2019 ans Netz - gebaut vom russischen Staatskonzern Rosatom.
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Sendedaten
Freitag, 27. Februar 2015, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Atomkraft: Reden Sie mit!
© dpaDeutschland steigt aus, andere Länder steigen ein. Trotzdem: Unser Studiogast, Atomphysiker Lothar Hahn, geht davon aus, dass wir momentan "die letzten Rückzugsgefechte" der Atomindustrie erleben. Diskutieren sie mit!
Studiogast
LupeLothar Hahn
Lothar Hahn war von 2002 bis 2010 Geschäftsführer der "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" und hat gemeinsam mit Joachim Radkau das Buch "Aufstieg und Fall der deutschen Atomwirtschaft" geschrieben.
Glossar
© dpaKernkraft in Europa
Von den 15 alten EU-Ländern haben sieben keine Atomkraftwerke (AKW). Deutschland hat sich für einen Atomausstieg entschieden.
AKW Obrigheim
Verstrahlt, abgeräumt
Gut sechseinhalb Jahre nach der Abschaltung des Atomkraftwerks Obrigheim in Baden-Württemberg kann der Abbau der nuklearen Anlagenteile beginnen.
Mediathek
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