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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Schicksalstage für den Euro © reuters Lupe
Nach zweijähriger Ruhe wird es für den Euro wieder ernst.
Schicksalstage für den Euro
Europas Währung im freien Fall
Der Euro sei zu stark, hieß es vor einem Jahr. Deshalb laufe die Wirtschaft nicht. Jetzt ist der Euro schwach, die Zinsen bei null. Die Wirtschaft läuft immer noch nicht. Die EZB versucht es nun mit der ganz großen Keule.
Zwei Jahre hat sie geschlafen, die Euro-Krise. Jetzt schläft sie nicht mehr. Damals, im Juli 2012, auf dem Höhepunkt der Krise, vielmehr dem letzten von etlichen Höhepunkten der Krise, rettete EZB-Präsident Mario Draghi die Lage mit seinem berühmten "whatever it takes" - jenem Halbsatz gefallen auf einer Investorenkonferenz in London, mit dem er klarmachte, dass die EZB alles tun werde, um den Euro zu retten.

Die Finanzmärkte haben es ihm geglaubt. Und sie glauben es immer noch, sonst wären die Renditen auf Staatsanleihen, also die Risikoprämien der jeweiligen Länder, nicht auf einem Rekordtief. Woran die Marktteilnehmer nicht mehr glauben, ist die Gesundung von Europas Wirtschaft.

Das ist nicht gut.

Die EZB hatte die Zinsen gesenkt, immer wieder, bis auf null. Damit sind Kredite mit kurzfristigen Laufzeiten so billig wie nie. Ihre Ankündigung, zur Not in großem Stile Staatsanleihen zu kaufen, drückt die Zinsen für Kredite mit langen Laufzeiten. Geld ist so billig wie nie. Und trotzdem: Unternehmen investieren nicht. Die Wirtschaft kommt nicht in Schwung.

Bloß keine japanischen Verhältnisse!
Jetzt geht die Angst um: Bekommen wir in Europa japanische Verhältnisse? Beginnt die EZB tatsächlich mit dem Kauf von Staatsanleihen? Hat sie noch irgendein Ass im Ärmel? Was kann Europas Wirtschaft wieder Leben einhauchen?

Solange diese Fragezeichen im Raum stehen, werden die dringend benötigten Investitionen auf die lange Bank geschoben. Investoren packen ihre Sachen und versuchen ihr Glück sonstwo auf der Welt, vor allem in Amerika. Die Folge: Kapital wird abgezogen, der Euro fällt und fällt.

Just in diesen Tagen, wo Europas Wirtschaft so dringend ein Zeichen der Zuversicht bräuchte, zeichnet sich in Griechenland ein Wahlsieg des reformfeindlichen Linksbündnisses Syriza ab und die Grexit-Diskussion steht wieder vor der Tür. Zur Unzeit. In der Schweiz kippt die Notenbank die Bindung ihres Franken an den Euro, weil sie nicht mit ihm untergehen will. Ein schwerer Vertrauensverlust für Europas Währung. Jetzt steht der Euro nur noch bei 1,15 zum Dollar, so niedrig wie seit mehr als zehn Jahren nicht.

Wenn es schief läuft, dann aber auch richtig!

 

Interview mit Max Otte und Hanno Beck
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Die makro-Studiogäste Prof. Max Otte und Prof. Hanno Beck sind sich in ihrer Bewertung der EZB-Staatsanleihenkäufe einig: Es ist von Übel. Und dieses Übel betrifft den Euro und jeden einzelnen Bürger.
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EZB-Milliardenprogramm: Die letzte Patrone
Im neuen Tower der EZB in Frankfurt wird fieberhaft an den Plänen zum Ankauf von Staatsanleihen gearbeitet. Es geht längst nicht mehr um das ob, sondern nur noch um das wie. © dpa
Seit zweieinhalb Jahren bereitet die EZB das Publikum darauf vor, zur Not Staatsanleihen zu kaufen. Jetzt wird es ernst. Not ist da. Zweifel an der Wirksamkeit auch. In den USA hat es geholfen, in Japan nicht.
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Griechenland: 2015 ist nicht 2012
© reuters
Das Euro-Krisengespenst ist wieder da und keinen juckt's. Wirklich keinen? Nun, nicht ganz. Der Geruch von Panik jedoch, der im Krisenjahr 2012 über Europa hing, ist nicht auszumachen. Vorerst.
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Franken-Bindung: Die Schweiz kapituliert
Schweizerische Nationalbank © reuters
Die Schweizerische Nationalbank hat die künstliche Schwächung des Franken gegenüber dem Euro aufgegeben. Dafür kassiert sie Prügel, die Wirtschaft jault, die Börse bricht ein. Dabei wollte man einfach nur nicht untergehen.
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George Soros: Staatsmann ohne Staat
[>>Bericht ansehen] Versicherungs-Frust: Dieser Kunde guckt in die Röhre © dpa
Beim diesjährigen Weltwirtschaftsgipfel in Davos trifft sich das Who is Who aus Politik und Wirtschaft. Einer, der dabei nicht fehlen darf, ist George Soros. Der Superspekulant will den Euro retten.
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Davos: Der Euro soll bleiben
© ap Video
Auf dem Weltwirtschaftsforum haben sich Ökonomen, Politiker und Notenbanker aus aller Welt für den Euro ausgesprochen, obgleich Draghis EZB-Politik auch manche Nachteile mit sich bringen könnte.
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Euro: Des einen Freud, des anderen Leid
© reuters Video
Der Euro unter Abwertungsdruck. Mit dem Franken ist er schon gleichauf. Mit dem Dollar könnte es ähnlich werden. Aber genau diese Parität könnte in Deutschland zu einer Art Sonderkonjunktur führen.
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EZB kauft Staatsanleihen
© reuters Video
Als Hauptrisiko für Europas Wirtschaft hat die EZB die Deflation ausgemacht, also fallende Preise. Die bekämpft sie nun mit über einer Billion Euro neuem Geld. makro zeigt, wie das funktionieren soll.
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Griechenland hat die Wahl
© dpa Video
Wenn Griechenland wählt, könnte es erstmals eine Regierung geben, die sich der Sparpolitik verweigert. Einen automatischen Austritt aus dem Euro bedeutet das nicht. Aber ein Finanzierungsproblem.
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Sendedaten
Freitag, 23. Januar 2015, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
EZB-Geldschwemme: Reden Sie mit!
© reutersMario Draghis Billionenkanone wird die irrwitzige Summe von 1.140.000.000.000 Euro in den Markt pumpen. Mindestens. Wo soll das alles enden? Diskutieren Sie mit!
Studiogast
LupeProf. Max Otte
Prof. Max Otte hat in Princeton Volkswirtschaft studiert und an der Boston University gelehrt. Er ist ein überzeugter Anhänger des Value-Investings nach Benjamin Graham und Warren Buffett. Das von ihm gegründete Institut für Vermögensentwicklung (IFVE) bündelt seine Finanz- und Vermögensberatungsaktivitäten. Otte ist Autor mehrerer Bücher.
Studiogast
LupeProf. Hanno Beck
Beck, Jahrgang 1966, war bis 2006 Mitglied der Wirtschaftsredaktion der FAZ. Seither ist er Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Pforzheim. Hanno Beck ist Autor zahlreicher Bücher.
Wirtschaftsdokumentation
EZB: Die neue Macht am Main
Mit dem Einzug in ihre neue Zentrale erweitert die EZB ihre Aufgaben. Sie übernimmt die Aufsicht über Europas Banken. Und betreibt immer direkter Wirtschaftspolitik. Man könnte sagen: Die EZB wird amerikanisch.
Mario Draghi
Der Magier der Krise
EZB-Präsident Mario Draghi ist der Retter des Euro. Dafür tut er Dinge, die einem europäischen Notenbanker Bauchschmerzen bereiten: Er macht Wirtschaftspolitik. Weil die Politik sich drückt.
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