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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Mitgliederstarke Gewerkschaften wie die IG Metall bekommen Konkurrenz von Spartengewerkschaften. © ap Lupe
Mitgliederstarke Gewerkschaften wie die IG Metall bekommen Konkurrenz von Spartengewerkschaften.
Streikrepublik Deutschland
Die klassischen Großgewerkschaften besitzen in Deutschland keinen Alleinvertretungsanspruch mehr. Der Lokführerstreik im vergangenen Herbst zeigte, welche Macht selbst kleine Interessenvertretungen ausüben können.
Die Bahn ist kein Einzelfall: Neben den großen Branchengewerkschaftengibt es Berufsgewerkschaften für beispielsweise Feuerwehr, Ärzte, Piloten, oder Flugbegleiter. Gut organisierte Kleingewerkschaftenkönnen Sonderinteressen ihrer Mitglieder besser vertreten. Doch meist vertreten die Spartengewerkschaften ausgerechnet die ohnehin gut Verdienenden in einem Unternehmen wie Piloten oder Ärzte.

Die Politik ist alarmiert: Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Tarifeinheit in Betrieben. Damit würde die jeweils mitgliedstärkste Gewerkschaft in einem Betrieb gezielt gestärkt. Kritiker befürchten, dass Klein-Gewerkschaften an die Wand gedrückt und entrechtet werden. Befürworter sehen darin den besten Weg, Zwei-Klassen-Betriebe zu verhindern.

Die alte Idee, die Interessen der einfachen Arbeiter durch Solidarität zu schützen, werde auf den Kopf gestellt, wenn mit Piloten und Zugführer ausgerechnet die Besserverdiener in einem Unternehmen Sonderrechte für sich erkämpfen wollen.

Für andere europäische Länder sind harte und lange Arbeitskämpfe nichts Ungewöhnliches. Muss sich jetzt auch Deutschland auf eine neue Form der Tarifauseinandersetzung und eine neue Streikkultur einrichten? Die Wirtschaft sieht Gefahren für den Standort, die Politik für das behäbige Erfolgsmodell der Nachkriegszeit. Und die Pendler sehen harte Zeiten auf sich zukommen.

 

Interview mit Gerhard Bosch
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makro-Studiogast Prof. Gerhard Bosch, Soziologe an der Uni Duisburg-Essen, sagt, es werde heute gar nicht mehr gestreikt als früher. Die Streiks würden nur verstärkt wahrgenommen.
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makroskop Streik
© dpa Video
Trotz Piloten und Lokführern: Im internationalen Vergleich sind die Deutschen Streikmuffel. Wir bringen es auf gerade einmal 16 Streiktage pro 1000 Beschäftigte. Frankreich kommt auf das zehnfache!
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Tarifverhandlungen: Die Macht der Kleinen
Alle Flüge annuliert - Die Vereinigung Cockpit vertritt bei der Lufthansa die Interessen der Piloten - und nur der Piloten. Das aber knallhart. Selbst wenn es den gesamten Betrieb lahmlegt. © dpa
Beim Streik für mehr Lohn geht es im Prinzip so: Wer am lautesten schreit, kriegt das Meiste. Vorausgesetzt, er kann seinen Arbeitgeber richtig unter Druck setzen. Die meisten Berufsgruppen können das nicht.
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Streik: Mittel des Arbeitskampfs
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Erst die Piloten, dann die Lokführer, dann wieder die Piloten: Die Reiseplanung in Deutschland war 2014 schwierig. Da drängt sich die Frage auf: Nimmt die Zahl der Streiks in Deutschland zu, oder kommt uns das nur so vor?
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Volk in Geiselhaft: Streit um den Streik
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Muss das Streikrecht eingeschränkt werden, damit z.B. Lokführer nicht ein ganzes Land lahmlegen können? Nein, sagt der Gewerkschafter. Ja, sagt der Jurist. In Gesundheitsversorgung und Verkehr müsse man Grenzen setzen.
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Streik bei der Bahn: Erfolgreich lahmgelegt
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Die kleine Gewerkschaft der Lokführer hat ihre Muskeln spielen lassen und praktisch die gesamte Deutsche Bahn lahmgelegt. Für GDL-Chef Weselsky hat es sich gelohnt. Es wird Nachahmer geben.
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Streiks: Politik zieht die Notbremse
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Spartengewerkschaften für Piloten oder Lokführer können ihre Schlüsselstellung ausspielen. Und tun dies auch - oft zum Ärger ihrer Kollegen. Die Politik will das verbieten.

Großbritannien: Ausgestreikt
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Großbritannien gilt als das Mutterland des Streiks, denn hier hat die Industriearbeiterschaft ihre Wurzeln. Bis Maggie Thatcher kam. Die eiserne Lady hat die Gewerkschaften plattgemacht.
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Sendedaten
Freitag, 6. Februar 2015, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Streik: Reden Sie mit!
© dpaJa, dürfen die das?!? Gefühlt wandelt sich Deutschland zu einer Streikrepublik. Tatsächlich stimmt das gar nicht. Unser Gast, Prof. Gerhard Bosch, meint, Unternehmen und Gewerkschaften müssten sich einfach zusammenraufen. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Gerhard Bosch
Der Soziologe Gerhard Bosch ist Direktor des Instituts für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen.
Moderation
Marcus Niehaves
Wirtschaftsdemokratie
© dpaUtopie seit 100 Jahren
Die volle Mitbestimmung in Betrieben ist ein alter Traum der Arbeiterbewegung. Und wird dies wohl auch bleiben. Arbeitnehmervertreter sitzen heute zwar im Aufsichtsrat, aber im Vorstand haben sie nichts zu melden.
Neues Streik-Gesetz
Kabinett beschließt Tarifeinheit
Nicht enden wollende Streiks bei der Bahn, bei der Lufthansa: Die Bundesregierung will das nicht mehr. Das Kabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach künftig die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern das Sagen hat. (11.12.2014, heute.de)
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