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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Auf einer Podiumsdiskussion in Davos diskutiert George Soros, Multimilliardär mit Hang zum Sozialen, unter anderem mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble über den Euro. [>> Video ansehen] © dpa Video
Auf einer Podiumsdiskussion in Davos diskutiert George Soros, Multimilliardär mit Hang zum Sozialen, unter anderem mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble über den Euro. [>> Video ansehen]
Staatsmann ohne Staat
Spekulant George Soros will den Euro retten
Beim diesjährigen Weltwirtschaftsgipfel in Davos trifft sich das Who is Who aus Politik und Wirtschaft. Einer, der dabei nicht fehlen darf, ist George Soros. Der Superspekulant will den Euro retten.
Der Multimilliardär George Soros ist ein beliebter Stargast bei den Treffen in Davos. Gerne meldet er sich per Gastbeitrag oder Interview. Sein Wort hat Gewicht an den Finanzmärkten und um die geht es auch bei der Suche nach einer neuen Weltordnung. Denn das Motto des diesjährigen Treffens: "The new global context" ist nicht nur in politischer, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht gedacht.


Da ist Soros doch genau der Richtige. Der 84-Jährige zählt zu den erfolgreichsten Börsenspekulanten und besten Prognostikern aller Zeiten. Immer wieder spürte er ökonomische Ungleichgewichte im Weltwährungssystem auf und machte mit Wetten darauf ein Vermögen. Von diesem Geld wiederum finanziert er eine Universität in seiner Geburtsstadt Budapest und fördert als Stifter mit seinen Open Society Foundations in Dutzenden Ländern Demokratie und Menschenrechte.

© dpa Lupe
Angela Merkel auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Vielleicht hat Soros die Gelegenheit zu einem Gespräch mit ihr. In Berlin blieben ihm bis dato ihre Türen verschlossen.
Sein neues Lieblings-Projekt ist die Rettung des Euro, obwohl er auch an der Eurokrise den einen oder anderen Dollar verdient haben dürfte. Sein Herz schlägt nun mal für Europa. Und das sieht er bedroht - von keiner geringeren als Angela Merkel. Er hält sie für eine der größten Gefahren des geeinten Europas. Insbesondere der von Deutschland durchgesetzte Sparkurs und die harte Haltung der Bundesbank seien tödlich für die Euro-Zone. Der europäische Gedanke komme in Deutschland noch nicht ausreichend zum Tragen: "Dem Land selbst geht es gut, aber es will nichts an die weniger Glücklichen abgeben", schimpft der Investor.

Philantrop mit Phantasie
Dabei wäre es doch recht einfach, die europäischen Krisen abzufedern. Den passenden Plan dafür hat sich Soros schon ausgedacht, er beruht auf mehr innereuropäischer Solidarität bzw. gemeinschaftlicher Haftung:

Die Eurozone solle einen gemeinsamen Haushalt aufbauen, der etwa vier Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht. Das Budget soll aus Unternehmenssteuern finanziert werden. Diese Einnahmen fließen in eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung. Wenn die Arbeitslosigkeit in einem Land steigt, erhält es höhere Zahlungen aus der gemeinsamen Versicherung. Zudem spricht Soros sich auch für Euro-Bonds aus, einer Vergemeinschaftung der Schulden in der Euro-Zone.

© ap Lupe
In Osteuropa investiert der gebürtige Ungar einen Großteil seiner Spenden. Hier trifft er den ukrainischen Parlamentssprecher Volodymyr Groysman
Gemeinsam agieren soll die EU auch in der Ukraine-Krise. Nach Ansicht des Meisterspekulanten tue sie bislang zu wenig, um der Ukraine zu helfen. Statt Sanktionen gegen Russland fordert er Finanzhilfen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar, bestehend aus Mitteln der ungenutzten Kreditfähigkeit der EU selbst und aus "anderen unorthodoxen Quellen". "Das wäre bahnbrechend", schreibt der Altmeister in der Zeitschrift "The New York Review of Books" und fügt hinzu: "Die Ukraine könnte radikale Reformen angehen und würde sich, statt an der Grenze zum Bankrott zu agieren, zu einem viel versprechenden Land wandeln, attraktiv für privates Investment."Den Schlüssel zu diesem Weg, sieht Soros bei Europapolitikerin Angela Merkel, der Frau, der er eigentlich die Schuld gibt an der Euro-Krise.

Sendedaten
Freitag, 23. Januar 2015, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Euro
Schicksalstage für den Euro
Der Euro sei zu stark, hieß es vor einem Jahr. Deshalb laufe die Wirtschaft nicht. Jetzt ist der Euro schwach, die Zinsen bei null. Die Wirtschaft läuft immer noch nicht. Die EZB versucht es nun mit der ganz großen Keule.
EZB-Geldschwemme: Reden Sie mit!
© reutersMario Draghis Billionenkanone wird die irrwitzige Summe von 1.140.000.000.000 Euro in den Markt pumpen. Mindestens. Wo soll das alles enden? Diskutieren Sie mit!!
Buch-Tipp
© Deutsche Verlags AnstaltIn seinem neuesten Buch zeigt der legendäre, aber auch umstrittene Investor im Gespräch mit Spiegel-Redakteur Gregor Peter Schmitz auf, welche Wege er sieht, Europa aus der Krise zu führen
Info
Nach Berechnungen der Finanzagentur Bloomberg gehört Georg Soros mit einem Vermögen von 26 Milliarden Dollar zu den 30 reichsten Menschen der Welt. Er ist einer der wenigen, die allein mit Finanztransaktionen so vermögend geworden ist. Mehr Infos auf Wikipedia.
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