Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Oktober 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
25
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
1213
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
Navigationselement
Kleines Baltikum ganz groß © colourbox.de Lupe
Estlands Hauptstadt Tallinn. Die östlichste der drei Baltenrepubliken ist als erste dem Euro beigetreten.
Kleines Baltikum ganz groß
Lichtblicke nach der Radikalreform
Die Finanzkrise 2008 hat die überhitzte Wirtschaft der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen schockgefrostet. Mit Litauen ist nun die letzte der Baltenrepubliken aufgetaut - und zeigt sich quicklebendig. Wie haben die das geschafft?
Das Baltikum - dazu gehören die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. 2014 war Riga Kulturhauptstadt Europas. Aber sonst hören wir nicht viel von den kleinen europäischen Ländern, ganz weit rechts oben am Rand der Europa-Karte.

Bereits seit zehn Jahren gehören die drei baltischen Staaten zur Europäischen Union. Nun rücken sie wieder mehr in den Mittelpunkt. Litauen führte zum 1. Januar 2015 den Euro ein. Gleichzeitig übernimmt Lettland die EU-Ratspräsidentschaft. makro meint: Zeit einmal genauer hinzusehen.

Litauen ist mit seinen gerade mal 2,4 Millionen Einwohnern das größte der drei Länder und durch seine Lage und den katholischen Glauben der Bevölkerung stark an Polen orientiert. Die Esten, im östlichsten der drei Länder, bekannt für ihr technisches Knowhow, stehen wegen ihrer Sprache den Finnen nahe. In Lettland ist der russische Einfluss sehr groß.

Tiger wurde zur Hauskatze
Die Wirtschaft in den baltischen Ländern wuchs bis 2007 deutlich schneller als die Wirtschaft im Westen Europas. Man bezeichnete sie deshalb auch als "Baltische Tiger". Im Zuge der Finanzkrise ab 2007 schrumpfte der Tiger zur kränkelnden Hauskatze. Das Wirtschaftswachstum stürzte von einem knapp zweistelligen Wert auf fast minus 15 Prozent.

Dank eines harten Sparkurses und viel Disziplin kommt der Tiger wieder zu Kräften. Estland trat bereits 2011 dem Euro-Raum bei, Lettland 2014. Das Reformprogramm der drei Staaten gilt als Blaupause für Krisenländer. Allerdings sind die Leidensfähigkeit der Balten und der Wille, Anschluss an Europa zu finden, hier besonders ausgeprägt. Das hängt nicht zuletzt mit dem großen Nachbarn Russland zusammen.

 

Die Anti-Keynesianer
Frostige Zeiten in Estlands Hauptstadt Tallinn. © colourbox.de
Die Balten erlebten einen Wirtschaftseinbruch von fast griechischem Ausmaß. Dann haben sie sich eine Radikalreform verordnet und geschafft, was in Südeuropa nicht gelingt.
weiter ...

Interview: Nie wieder allein
© colourbox.de
"Der Euro hat nach wie vor eine Anziehungskraft", sagt makro-Gast Reinhard Krumm in einem Vorabinterview. Der fast geräuschlose Beitritt Litauens zum Euro-Club sei für die Baltenrepublik von überragender politischer Symbolik.
weiter ...

Der Euro kommt nach Litauen
Seit dem 1. Januar 2015 zahlt man auch in Litauen mit dem Euro © reuters
Zum Jahreswechsel verabschiedete sich Litauen vom Litas und führte den Euro ein. Die Regierung setzt auf die Vorteile der Währung, die Bevölkerung fürchtet den "Teuro". Auch für Deutschland ändert sich etwas durch Litauens Euro-Beitritt.
weiter ...

Interview mit Reinhard Krumm
Video
Von allen EU- und Euroländern hatten die drei baltischen Staaten den schwierigsten Weg zurückzulegen, sagt makro-Studiogst Reinhard Krumm. Anfangs hatten sie nicht einmal einen Staat.
weiter ...

 

makroskop Baltikum
© colourbox.de Video
Die drei baltischen Staaten verbindet eine schicksalhafte Beziehung zu Russland und jetzt auch der Euro. Ansonsten sind Estland, Lettland und Litauen gar nicht so ähnlich, wie man oft denkt.
weiter ...

Baltikum: Go west!
© ap Video
Die Balten suchen Anschluss an Europa. Zu unheimlich ist ihnen der große Nachbar im Osten. Als letztes Land führte nun Litauen den Euro ein. Und befreit das Baltikum von Gazprom. Mit einem Schiff.
weiter ...

Schön, aber leer: Litauer wandern aus
© colourbox.de Video
Litauen hat jahrelang gespart, gestrichen und gekürzt. Folge der Radikalkur: Wer kann, haut ab. Jeder Zehnte soll das Land verlassen haben, besonders die Jungen. makro trifft einen, der bleiben will.
weiter ...

Russen, die lettischen "Nichtbürger"
© ap Video
Lettland hat eine russische "Minderheit", die 27 Prozent der Bevölkerung ausmacht. Die Russen haben ihre Supermärkte, ihre Schulen, ihre Sprache. Nur einen lettischen Pass, den haben sie nicht.
weiter ...

Estland erfindet den E-Bürger
Video
Estland ist klein, versteht aber viel von IT. Und so erfand man den virtuellen Bürger. Bis zu 10 Millionen könnten es mal werden - jede Menge potenzieller Kunden für Estlands Firmen. Es gibt nur einen Haken.
weiter ...

Sendedaten
Freitag, 30. Januar 2015, 21.00 Uhr
Baltikum: Reden Sie mit!
© dpaDie drei baltischen Staaten gehören zu den ärmsten in Europa. Gleichzeitig haben sie stabiles Wachstum und mit die solideste öffentliche Haushaltslage. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Dr. Reinhard Krumm
Der Politikwissenschaftler Dr. Reinhard Krumm ist Leiter des Referats Mittel- und Osteuropa der Friedrich-Ebert-Stiftung. Er hat praktisch die Hälfte seines Berufslebens in Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken zugebracht.
Infografik
LupeWirtschaftsleistung pro Kopf
Die Baltenstaaten Litauen (11.600 €) und Lettland (11.800 €) führen die "Ärmstenliste" der Eurozone an. Estland liegt auf Platz 4, direkt hinter der Slowakei. Gemessen wird das Ranking an der Wirtschaftsleistung bezogen auf die Einwohnerzahl (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf).

Krisenstaat Griechenland folgt mit 16.500 € auf Rang 6 und bringt es auf immerhin rund 40% mehr als Litauen. In Deutschland erwirtschaftet jeder Bürger mit 34.200 € etwa das Dreifache. Unangefochtener Spitzenreiter ist Luxemburg. Die Daten stammen von 2013. Die Zahlen für 2014 liegen Eurostat noch nicht vor.
Schwerpunkt
Europa
Links