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Vorschau
Sendung am 7. Oktober
Die Zukunft des Autos
Die Wirtschaft lebt in Deutschland vom Auto. Jeder siebte Arbeitsplatz hängt von der Branche ab. Doch die digitale Welt verändert auch beim Auto viel. Die Branche steht vor einer Zeitenwende.
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Rückblick
Sendung vom 23. September
China-Beben
Der "Made in China"-Boom hat nicht nur China reich und mächtig werden lassen. In den letzten Jahren hat er mit über einem Drittel zum globalen Wirtschaftswachstum beigetragen. Doch Chinas Erfolgsformel - billige, einfache Produkte für die Welt - ist verbraucht.
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Der amerikanische IT-Konzern Apple versteht sich auf die Inszenierung wie weiland Stanley Kubrick. Und auf die Steuervermeidung. Da ist man so gut - es ist fast schon Kunst. © Apple Lupe
Der amerikanische IT-Konzern Apple versteht sich auf die Inszenierung wie weiland Stanley Kubrick. Und auf die Steuervermeidung. Da ist man so gut - es ist fast schon Kunst.
Die Steuertricks der Multis
Wie Konzerne sich arm rechnen
Es ist eine perverse Logik: Je globaler die Konzerne und je üppiger ihre Gewinne, desto niedriger die Steuerlast. Die Findigkeit der Finanzabteilungen, Staaten gegeneinander auszuspielen, kennt keine Grenzen. Und die Politik hat alles abgenickt!
Was haben Amazon, Ikea und Starbucks gemeinsam? Alle zahlen kaum Steuern in Deutschland! Da es in Europa keine einheitliche Steuerpolitik gibt, spielen die Konzernstrategen einzelne EU-Länder gegeneinander aus. Die EU-Kommission in Brüssel hat deshalb die Regierungen Luxemburgs, Irlands und der Niederlande ins Visier genommen, die zweifelhafte Steuersparmodelle genehmigten. Nach Schätzung von Experten gehen allein dem deutschen Fiskus durch die Steuertricksereien der Multis jedes Jahr mindestens fünf Milliarden Euro verloren.

Am erfolgreichsten scheint Amazon Politiker über den Tisch gezogen zu haben. Genauer gesagt den neuen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Als Finanzminister und Regierungschef Luxemburgs soll er dem größten Internet-Händler der Welt einen maximalen Steuersatz von einem Prozent auf alle Einnahmen in Europa gewährt haben. Allein durch Sondervereinbarungen in Luxemburg sparen mehr als 300 internationale Konzerne Steuern in Milliardenhöhe.

Starbucks sahnt ab
Auch die Niederlande spielen eine unrühmliche Rolle. Die Regierung in Den Haag soll der US-Kaffeehauskette Starbucks illegale Steuervorteile gewährt haben. 40 Seiten braucht die EU-Kommission, um zu erklären, wie das Steuersparmodell von Starbucks funktioniert. Dank hoher Lizenzgebühren für das Starbucks- Logo, die Marke und das Ladenformat dürfen sich deutsche Filialen arm rechnen.

Um ihr Image zu verbessern und tatsächlich mehr Steuern zu bezahlen, hat die Kaffeehauskette gerade ihre Europazentrale von Amsterdam nach London verlagert. Es bleiben aber die anderen 12.000 ausländische Firmen, die sich in den Niederlanden angesiedelt haben - meist mitarbeiterfrei nur mit einem Briefkasten.

Ikea: Zahlst Du noch oder sparst Du schon?
Ikea, größte Möbelmarke der Welt, vermeidet ebenfalls erfolgreich Steuern mit Hilfe horrender Lizenzgebühren. So zahlt Ikea Deutschland 60 Millionen Euro im Jahr allein dafür, dass sie den Namen Ikea benutzen darf. Das Geld landet am Ende bei einer "gemeinnützigen" Stiftung in Liechtenstein, die kaum Steuern zahlt.

makro deckt auf, wie die Steuertricks der multinationalen Konzerne funktionieren und wie Konzernlenker Politiker an der Nase herumführen - zu Lasten normaler Steuerzahler.

 

Interview mit Aloys Prinz
Video
makro-Studiogast, Finanzwissenschaftler Prof. Aloys Prinz, betont, wie wichtig das Thema Steuervermeidung unternehmenspolitisch ist. Google beschäftige dafür allein 1000 Mitarbeiter!
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makroskop Steueroasen
© dapd Video
Sie sind unter uns. Sie tarnen sich unauffällig: Holland, Irland, Luxemburg, Bulgarien - allesamt Steueroasen für bekannte Unternehmen. Bis zu einer Billion Euro entgehen so in Europa der Besteuerung.
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Interview: Die Steueroasen bleiben
Prof. Aloys Prinz im Interview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt.
Steuerwettbewerb zwischen Ländern ist gut gemeint, führt aber meist zu Steuerdumping. makro fragt Prof. Aloys Prinz, wie er die Chancen sieht, Europas Steueroasen trockenzulegen. Die Antwort ist ernüchternd.
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Amazon: Illegaler Steuerdeal
[>>Bericht ansehen] Versicherungs-Frust: Dieser Kunde guckt in die Röhre © dpa
Die EU-Kommission knöpft sich Luxemburg vor. Nach ihrer ersten Einschätzung handelt es sich bei den Steuernachlässen des Landes für den US-Internetkonzern Amazon um illegale Staatshilfe.
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Junckers Fehlstart
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker © reuters
Als Premier hat Jean-Claude Juncker so manchen Steuerdeal in Luxemburg eingefädelt. Als Chef der EU-Kommission muss er nun die delikate Steuerpraxis seines Heimatlandes offenlegen. Hat man den Bock zum Gärtner gemacht?
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Margrethe Vestager: Es wird Ärger geben
© Markus Böhnisch Video
Die Dänin Margrethe Vestager bekleidet in Brüssel einen der mächtigsten Posten: Kommissarin für Wettbewerb. Sie will den Steueroasen den Garaus machen. makro hat sie begleitet.
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Starbucks: Steuersparmodell Europa
Starbucksshop © ap
20.000 Starbucks-Filialen gibt es weltweit. Auf den ersten Blick sehen sie überall gleich aus, egal ob in New York, London oder Frankfurt. Mit einem Unterschied. In seiner Heimat USA bezahlt Starbucks kräftig Steuern, in Europa dagegen kaum.
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Sendedaten
Freitag, 16. Januar 2015, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Steueroasen: Reden Sie mit!
© reutersIst die Politik im Kampf gegen Steuerdumping ein zahnloser Tiger? Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Aloys Prinz
Prinz lehrt Volkswirtschaft mit Schwerpunkt Finanzwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er ist u.a. Fachmann für Steuersysteme und war bereits 2014 Gast bei makro anlässlich einer Sendung, als Irland den EU-Rettungsschirm verlassen hat.
Infografik
LupeSteuersätze für Unternehmen
Die effektiven Steuersätze, die Unternehmen in Europa zahlen müssen, reichen von 10% in Bulgarien bis zu 39% in Frankreich. Deutschland liegt mit 31% im oberen Mittelfeld.

Ein Steuersatz von unter 20% ist natürlich ein Lockangebot, um Unternehmen ins Land zu holen. Man könnte es auch Dumpingsteuer nennen. Es sei hier an Irland erinnert, das, obwohl es pleite war und unter den Rettungsschirm flüchten musste, sein "Geschäftsmodell", den Unternehmenssteuersatz von 12,5%, mit Zähnen und Klauen verteidigt hat. Bis heute.

Am anderen Ende der Skala stehen Spanien mit 35,3% und Frankreich mit 38,9%. Ein hoher Steuersatz allein ist also auch kein Garant für gesunde Staatsfinanzen. Durchaus überraschend: In den USA, dem Herz des Kapitalismus, liegt der effektive Unternehmenssteuersatz bei 37,9%!
Steuertricks
© reutersFahndung im Nebel
Das Problem bei der Recherche zu den Steuertricks multinationaler Konzerne? Das Objekt der Berichterstattung ist ausgesprochen verschwiegen. Es wird gemauert, verschleiert, abgewimmelt und vertuscht!
Video: "Die Anstalt"
Weltkonzerne und Steuern
Großartig recherchierte Satire zum Finanzgebaren der Konzerne. (ZDF-Mediathek, 28.10.2014)
Mediathek
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