Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Dezember 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
Navigationselement
Stürmische Zeiten zwischen Russland und der EU: Das frostige Verhältnis zwischen Brüssel und Moskau bedroht den schwachen wirtschaftlichen Aufschwung. © colourbox.de Lupe
Stürmische Zeiten zwischen Russland und der EU: Das frostige Verhältnis zwischen Brüssel und Moskau bedroht den schwachen wirtschaftlichen Aufschwung.
Wirtschaftskrieg mit Moskau
EU und Russland im Sanktionskarussell
Seit dem immer schamloseren Eingreifen russischer Truppen im Osten der Ukraine greift die EU zur Sanktionskeule. Der Kreml keilt zurück. Russland erleidet die größeren Schmerzen. Die EU ist sich aber wieder einmal nicht einig.
Der Konflikt in der Ukraine führt gerade zu den schwersten Spannungen zwischen Ost und West seit Ende des Kalten Krieges. Und die betreffen auch die Wirtschaft, denn nach langem Zögern hat Brüssel Wirtschaftssanktionen gegen Moskau beschlossen: Russische Großbanken haben nur noch eingeschränkt Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Außerdem hat Brüssel die Exporte von Rüstungsgütern weitgehend eingestellt. Und dabei wird es wohl nicht bleiben.

Die Maßnahmen treffen aber nicht nur Russland, sondern auch die europäische Wirtschaft. Allein in Deutschland sind die Ausfuhren nach Russland bereits deutlich gesunken, und zwar schon bevor die Sanktionen offiziell verhängt wurden. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir am Ende des Jahres im Russland-Handel bei einem Exportminus von 20 bis 25 Prozent ankommen werden", sagt Eckhard Cordes vom Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft.

Alles andere als einig
Und so ist man sich in Europa alles andere als einig, wie weit man überhaupt gehen sollte. Zumal Moskau bereits mit Gegensanktionen reagiert hat und europäische Agrarprodukte nicht mehr ins Land lässt. Darunter leidet die Landwirtschaft.

In Polen etwa, dem größten Apfelexporteur der Welt, wissen die Bauern nicht mehr, wohin mit den Äpfeln, die eigentlich für den russischen Markt bestimmt sind. Polnische Internetnutzer haben daraufhin die Kampagne "Iss mehr Äpfel gegen Putin" gestartet. Doch oft landet das, was Europas Landwirtschaft für Russland produziert, auf dem Müll.

Immerhin gibt es zwischen Russland und der Ukraine eine Annäherung im Gasstreit. Auf dem Europa-Asien-Gipfel in Mailand Ende letzter Woche erklärte Wladimir Putin nach einem Vier-Augen-Gespräch mit seinem ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko, dass man sich zumindest auf Bedingungen für die Lieferungen im Winter geeinigt hätte.

makro mit einem Blick auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und der EU in stürmischen Zeiten.

makro extra

makroskop Wirtschaftskrieg
© ap Video
Die Sanktionen von EU und USA treffen die russische Wirtschaft hart, denn für Russland gibt es keinen wichtigeren Handelspartner als die EU. Besonders schmerzhaft: kein Geld für russische Banken.
weiter ...

Interview mit Reinhard Krumm
Video
Wie lange halten die Russen die Sanktionen durch? makro-Studiogast Dr. Reinhard Krumm meint: ziemlich lange. Russland erfahre viel Unterstützung aus Schwellenländern wie Brasilien oder China und fühle sich daher keineswegs isoliert.
weiter ...

Claudia Kemfert: "Gas ist politische Waffe"
© Sabine Braun Video
Die Drohung steht im Raum. Russland könnte Europa den Gashahn zudrehen. Energieexpertin Claudia Kemfert plädiert für eine strategische Neuausrichtung: Flüssiggas vom internationalen Markt.
weiter ...

Wirtschaftskrieg: Äpfel gegen Putin
© dpa
In Polen versteht man mit Blick auf den übermächtigen östlichen Nachbarn traditionell keinen Spaß. Trotzdem versucht man es mit Humor: "Iss mehr Äpfel gegen Putin!" Aber Essen allein hilft hier nicht.
weiter ...

 

Russland-Sanktionen: "Wir halten durch"
© dpa Video
Ob die EU-Sanktionen gegen Russland politisch etwas bewirken, ist fraglich. Wirtschaftlich zeigen sie Folgen. Auch in Deutschland. makro besucht zwei Mittelständler in Bayern. Sie haben zu kämpfen.
weiter ...

Russland im Klammergriff der Sanktionen
© reuters Video
Für Russland kommen die Sanktionen zur Unzeit. Die Wirtschaft schwächelte eh schon, ganze 0,2% soll sie 2014 noch wachsen. In den Läden werden die Lebensmittel knapper, vor allem aber richtig teuer.
weiter ...

Stresstest für Europas Energieversorgung
© dpa Video
Die EU wollte es wissen und machte einen Stresstest. Das Ergebnis: Wenn Russland Öl- und Gaslieferungen einstellt, geht in Europa ziemlich schnell das Licht aus. Besonders im Osten.
weiter ...

Sendedaten
Freitag, 24. Oktober 2014, 21.00 Uhr
Sanktionen: Reden Sie mit!
© colourboxDie Sanktionen sollen Russland wirtschaftlich in die Knie zwingen und damit gleichzeitig das Land politisch zum Einlenken bewegen. Aber gelingt das auch? Nein, sagt makro-Studiogast Dr. Reinhard Krumm. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Dr. Reinhard Krumm
Der Politikwissenschaftler Dr. Reinhard Krumm ist Leiter des Referats Mittel- und Osteuropa der Friedrich-Ebert-Stiftung. Er hat praktisch die Hälfte seines Berufslebens in Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken zugebracht.
Europa & Russland
Krisenherd Europa
Da will Europa in aller Ruhe ein neues Parlament wählen und wacht plötzlich mitten in einer Konfrontation mit Russland wieder auf. Schnell wird klar: Auf strategischer Bühne ist der ökonomische Riese EU hilflos. (23.05.2014)
Ukraine
Krise auf der Krim
Die Ukraine hatte nie eine Chance. Das Land ist ausgeplündert, rückständig und pleite. Europa verkörpert zwar die Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch das kommt nicht über Nacht. Auch nicht die fehlenden Milliarden. Putin schon. (07.03.2014)