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Mülltransporter entladen ihre Fracht auf einer Müllkippe. © dapd Lupe
Nur etwa ein Fünftel des Gesamtmülls landet in Deutschland auf der Deponie. Durch Mülltrennung und bessere Entsorgungstechniken verwerten wir gut 80% unseres Abfalls.
Das Geschäft mit dem Dreck
Ist Müll Abfall oder wertvoller Rohstoff?
Müll ist dreckig, Müll stinkt, Müll verpestet die Umwelt und Müll ist Money! Denn mit dem, was bei uns in der Tonne landet, lassen sich wunderbar Geschäfte machen.
Was im Müll landet ist wertlos, denken viele. Doch weit gefehlt: Mit unserem Abfall lässt sich noch eine Menge Geld verdienen, ganze Branchen leben davon. Rohstoffe wie Nickel oder Kupfer werden bei der Entsorgung aus alten Elektrogeräten gefiltert und von den Unternehmen weiter verkauft. Und auch die Verbrennung von Restmüll lohnt sich. In zahlreichen Müllverbrennungsanlagen setzt die deutsche Entsorgungsbranche mittlerweile bis zu 40 Milliarden Euro jährlich um.

Auch in stillgelegten Deponien steckt viel Wertvolles. In ihren Tiefen schlummern Schätze, die es noch zu bergen gilt. Denn früher wurden nicht nur unbrauchbare, sondern auch brauchbare Sachen entsorgt. Und somit auch wertvolle Rohstoffe, wie Metallerze und seltene Erden. Wissenschaftler Prof. Stefan Gäth von der Uni Gießen soll deswegen prüfen, ob es sich lohnt, Wertstoffe aus Mülldeponien zurückzugewinnen.

Gar kein Müll ist der beste Müll
Je mehr wir konsumieren, umso mehr Müll entsteht. Ergo sollte man weniger konsumieren, um die Umwelt zu entlasten. Im Gegenteil sagt Umweltforscher Prof. Michael Braungart. In seiner Welt ist Verschwendung kein Problem, denn dort kann man alle Verbrauchsgüter gefahrlos aufbrauchen, weil sie nützlich für die Umwelt sind und endlos wiederverwertbar. Kaliforniens ehemaliger Gouverneur Arnold Schwarzenegger schätzt die Visionen Braungarts sehr und so verwundert es auch nicht, dass San Francisco bis zum Jahr 2020 die erste müllfreie Stadt der Welt werden will.

makro extra

makroskop Müll
© dpa Video
Die Menschheit produziert immer mehr Müll. 1,2 Kilo pro Kopf sind es im weltweiten Durchschnitt pro Tag. In den Industrieländern soll der Höhepunkt 2050 erreicht sein. Anders in den Schwellenländern.
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Interview mit Stefan Gäth
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makro-Studiogast Prof. Stefan Gäth sagt, wir werden in Zukunft nicht darum herum kommen, alte Deponien nach Rohstoffen zu durchsuchen. Außerdem sei dieser Rückbau gut für die Umwelt.
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Aus alt mach neu
© dpa
Das Recycling von Papier endete bislang beim Altpapier. Eine österreichische Firma stellt nun erstmals Druckerzeugnisse her, die nicht als Altpapier enden, sondern zu 100% wiederverwertet werden.
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Elektroschrott: Odyssee nach Afrika
© dpa
Was passiert eigentlich mit unserem Elektroschrott, zum Beispiel einem ausrangierten Fernseher? Der Fernseher landet am Ende in Afrika - meist auf einem gigantischen Schrottplatz, ausgeschlachtet und zerlegt von mittellosen Schluckern.
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Das Gesetz der Tonne
Die Deutschen sind weltweit bekannt für ihren Ordnungssinn. Auch beim Müll sortieren die Bundesbürger was das Zeug hält - mit mehr oder weniger Erfolg. Deswegen wird die gelbe Tonne nun überflüssig.
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Plastikmüll: Weg mit der Tüte
© dpa Video
Im Jahr 2010 wurden 95,5 Milliarden Plastiktüten in der EU ausgegeben. Viele davon landen im Meer. Müll, der Fischen und Seevögeln die Mägen verstopft und so auch in unsere Nahrungskette gelangt.
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Verbrennung bringt Kohle
© dpa Video
makro besucht eine moderne Müllverbrennungsanlage in Frankfurt. Verbrannt wird Restmüll. Kostenpunkt: 140 Euro pro Tonne. Müllgebühren: 235 Euro pro Tonne. Ein einträgliches Geschäft.
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Intelligente Verschwendung
© dpa Video
Prof. Michael Braungart predigt Konsum. Den Konsum von neuartigen Produkten, bei denen am Ende keinerlei Restmüll entsteht - sondern nur Rohstoffe. Die werden zu neuen Produkten recycelt.
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Rohstoffe: Schatzsuche in Altdeponien
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Rohstoffe werden weltweit immer knapper. Wissenschaftler wollen nun in stillgelegten Mülldeponien danach graben. Sie vermuten dort größere Mengen an Kupfer, Phosphor, Stahlschrott und Kunststoffen.
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San Francisco: Null Müll
© ap
800.000 Tonnen Müll täglich, damit sind die USA Müllweltmeister. Doch eine Stadt an der Westküste hat schon vor langer Zeit dem Müll den Kampf angesagt - und gilt nun als Vorbild für den Rest des Landes.
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Sendedaten
Freitag, 26. September 2014,
21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Müll: Reden Sie mit!
© dpaMüll als Quelle für gewinnbringende Rohstoffgewinnung? Studiogast Prof. Stefan Gäth glaubt fest daran. Diskutieren Sie mit!
Moderation
Eva Schmidt
Studiogast
LupeProf. Stefan Gäth
Gäth ist Professor für Abfallmanagement an der Universität Gießen.
Link
Zahlen und Grafiken zum Thema Abfallwirtschaft beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
wissen aktuell
Unser täglich Müll
Müll gibt es seitdem es Menschen gibt, und je moderner der Mensch, desto problematischer sein Müll. Zwar wird dieser inzwischen professionell entsorgt, aber noch heute wird zu viel und gedankenlos weggeworfen, was nicht gebraucht wird.