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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© dpa Lupe
Völlig überzogen
Banken kassieren bei Dispokrediten
Der europäische Leitzins ist so niedrig wie noch nie. Doch für ein überzogenes Konto muss man weiterhin tief in die Tasche greifen, denn nur wenige Geldinstitute haben ihre Dispozinsen angepasst.
Dispozinsen werden fällig, wenn ein Bankkunde kein Guthaben mehr auf dem Girokonto hat, es aber weiter belastet. Der Rahmen für diesen Dispositionskredit ist in der Regel abhängig von den Vermögensverhältnissen.

Aktuell leihen sich die Banken das Geld bei der EZB zu einem Satz von 0,15 %. Als Dispokredit verleihen sie es zu einem Satz von 10 % und mehr. Eigentlich Wucher. Obwohl das BGH schon 1986 das Wucherverbot bestätigte. Die Dispozinsen vieler Banken sind also sittenwidrig. Die Banken können sie nur durchsetzen, weil sich niemand darum kümmert. Verbraucherschützer und Politiker prangern diesen Zustand seit langem an.

© dpa Lupe
Auch Ex-Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner (CSU) drängte die Banken im vergangenen Sommer zu mehr Transparenz und niedrigeren Zinsen.
2012 trat das neue Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktaufsicht in Kraft. Doch die Bundesregierung verzichtete darauf, der Finanzaufsicht Bafin den Verbraucherschutz in den Aufgabenkatalog zu schreiben. "Stattdessen hat die Bafin vor allem den Schutz der Banken vor Instabilitäten oder Insolvenzen im Blick", sagt Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. "Wie sich die Firmen den Verbrauchern gegenüber am Markt verhalten, interessiert die Bafin kaum".

Vorsicht! Überziehen kann arm machen!
In ihrem Wahlprogramm hatte die SPD noch versprochen, dass sie die Dispozinsen auf maximal 8 % über dem Leitzins deckeln will. Doch im Berliner Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU ist davon keine Rede mehr. Die Banken sollen ihre Kunden demnächst nur noch warnen, wenn sie den Dispo nutzen. Frei nach dem Motto: Rauchen kann Ihre Gesundheit gefährden.

Die Verbraucherschutzminister haben die Banken nun aufgefordert, in den kommenden sechs Monaten ihre Zinssätze für Dispokredite zu senken. Wenn das nicht passiert, sollen Gesetze einen Höchstsatz festlegen. Erste Institute senken nun die Dispo-Zinsen. Leider nur geringfügig. Verbraucherschützern reicht das noch nicht.

Sendedaten
Freitag, 18. Juli 2014, 21.00 Uhr
Thema der Sendung: Kredite
Alles nur geliehen
Schon seit Jahrhunderten haben Kredite die Kaufkraft erhöht und Investitionen ermöglicht. Heute jedoch knausern die Banken bei Darlehen, besonders in Europas Süden. Die Folge: dauerhafte Stagnation.
Schwerpunkt
Finanzkrise
Infos
Laut Bundesbank überziehen die Deutschen ihre Girokonten regelmäßig mit mehr als 40 Milliarden Euro. Jeder Prozentpunkt, den eine Bank zusätzlich auf die Finanzierungskosten erhebt, führt zu Mehreinnahmen von 400 Millionen Euro. Bei der durchschnittlichen Zinsdifferenz von 10 % sind das jährlich 4 Milliarden Euro Zusatzeinnahmen für die Banken in Deutschland.
Mediathek
Teure Dispokredite
Volle Kanne, 5:36 Min.