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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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[>> Bericht ansehen] Wirtschaftssanktionen gegen Russland: Angst vor Stufe 3 © reuters Video
[>> Bericht ansehen] Licht und Schatten auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Deutsche Unternehmer bekennen sich zur Zusammenarbeit mit Russland.
Angst vor Stufe 3
Wirtschaftssanktionen gegen Russland
Wegen der Destabilisierung der Ukraine steht die Drohung harter Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Raum. Niemand will sie wirklich. Schon gar nicht die Konzernchefs. Die wollen am liebsten ungestört Geschäfte machen.
Bislang richten sich die Strafmaßnahmen von EU und USA nicht gegen die russische Politik und Volkswirtschaft insgesamt, sondern nur gegen einzelne Politiker, Manager und Unternehmen - alles in allem annähernd 100 Leute und zwei Dutzend Firmen. In den allermeisten Fällen wurden deren Auslandsvermögen eingefroren und Einreiseverbote verhängt. Schlimmer für Russland: Aus Sorge vor weiteren Sanktionen wurde schon massiv Geld aus dem Land abgezogen.

Sollte Russland weitere Schritte "zur Destabilisierung der Lage in der Ukraine" unternehmen, also etwa über die Krim hinaus im Osten des Landes militärisch eingreifen, hält EU-Ratspräsident Hermann van Rompuy auch weitere Sanktionen für angebracht, etwa ein Waffenembargo, die Einschränkung von Aktivitäten russischer Banken in der EU und ein Export-Bann für Spitzentechnologie.

Noch hat die EU die dritte Sanktionsstufe gegen Russland nicht gezündet. Doch bereits jetzt zeigen sich im Ukraine-Konflikt erste wirtschaftliche Konsequenzen. Westliche Geldhäuser versuchen aus Furcht vor einer Eskalation der Krise russische Kredite loszuwerden. Kreditkartenfirmen stellen Zahlungstransaktionen für die Bank Rossija ein. Und Rating-Agenturen senken die Kreditwürdigkeit Russlands.

Konzernchefs halten nichts von Sanktionen
Am meisten würde Russland wohl schmerzen, wenn in Stufe drei der Geldverkehr sowie die Ausfuhr von Gas und Öl eingeschränkt würden. Allerdings würde sich der Westen damit auch selber schaden, denn Wirtschaftliche Sanktionen würden die Aktivitäten deutscher Unternehmen in Russland beträchtlich einschränken. Und dass Russland mit Gegenmaßnahmen wenig zimperlich ist, zeigen der Importstopp von EU-Schweinefleisch, Recyclinggebühren für importierte Autos und Antidumpingstrafzölle auf Kleintransporter schon vor der Krise deutlich.

© dpa Lupe
Industriepräsident Ulrich Grillo warnte davor, den Gesprächsfaden mit Russland abreißen zu lassen.
Die deutschen Konzernchefs halten nichts von den Sanktionen. Immerhin erwirtschafteten die Dax-Konzerne im Jahr 2012 in Russland rund 22 Milliarden Euro an Umsatz und beschäftigten vor Ort fast 46.000 Mitarbeiter. Adidas beispielsweise erzielt bereits über sieben Prozent des gesamten Konzernumsatzes mit Verkäufen in der größten Volkswirtschaft Osteuropas. Konsumgüterhersteller wie Henkel oder Beiersdorf besitzen ebenfalls einen erheblichen russischen Umsatzanteil. Und auch Deutschlands Autobauer sind tief im russischen Markt verankert.

Metro traut sich trotzdem
Trotz der Spannungen zwischen dem Westen und Russland denkt der Einzelhandelskonzern Metro über einen Ausbau seiner dortigen Aktivitäten nach. Das Geschäftsklima in Russland sei immer noch gut, sagte Vorstandschef Olaf Koch der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg. "Nachfrage und Konsum sind stabil, es gibt für Unternehmen auch Möglichkeiten für Wachstum. Deshalb bleiben wir präsent und engagiert und überlegen sogar einen Ausbau unseres Engagements", fügte er hinzu.

Russland ist für Metro mit einem Jahresumsatz von rund 4,3 Milliarden Euro und 22.000 Mitarbeitern der wichtigste Auslandsmarkt. Der Konzern betreibt dort 73 Cash&Carry-Märkte und 57 Media-Saturn-Filialen. Den Börsengang seines russischen Großmarktgeschäfts hatte Metro im März wegen der Ukraine-Krise auf Eis gelegt.

Sendedaten
Freitag, 23. Mai 2014, 21.00 UhrWiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Europa & Russland
© dpaReden Sie mit!
Während Russlands Präsident Wladimir Putin Fakten schafft, sucht die Europäische Union noch ihre Rolle. Und jetzt unterzeichnet Gazprom noch einen Mega-Deal mit China. Wendet sich Russland Asien zu und lässt Europa einfach links liegen? Wie soll die EU reagieren? Diskutieren Sie mit!
Thema der Sendung: Europa
Krisenherd Europa
Da will Europa in aller Ruhe ein neues Parlament wählen und wacht plötzlich mitten in einer Konfrontation mit Russland wieder auf. Schnell wird klar: Auf strategischer Bühne ist der ökonomische Riese EU hilflos. Die Wirtschaft sieht's mit Grausen.
Russlands 400-Milliarden-Deal
© reutersDann eben China!
Ob aus Trotz oder Kalkül - die Sache ist stimmig: Der größte Energieexporteur der Welt hat mit dem größten Energieimporteur der Welt den größten Energiedeal der Welt abgeschlossen. Der offenbart eine neue Hackordnung.
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Druck und Gegendruck
Wer hat wohl den größeren Schaden, wenn Putin infolge von Sanktionen die Wirtschaftsbeziehungen zum Westen kappt? Europa oder die USA oder vielleicht Russland selbst?
Link
Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe: "Sanktionen sind kontraproduktiv" (heute.de, 07.05.2014)
Schwerpunkt
Russland