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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Krisenherd Europa: Europawahl im Schatten Russlands © ap Lupe
Russlands Präsident Wladimir Putin weiß, was er will. Europa weiß es eher nicht.
Krisenherd Europa
Europawahl im Schatten Russlands
Da will Europa in aller Ruhe ein neues Parlament wählen und wacht plötzlich mitten in einer Konfrontation mit Russland wieder auf. Schnell wird klar: Auf strategischer Bühne ist der ökonomische Riese EU hilflos.
Ausgerechnet zwei Jahre nachdem Brüssel mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, sieht sich das sanfte Imperium einer harten Ost-West-Konfrontation mit Russland gegenüber. Und wie üblich bei neuen Herausforderungen macht Europa keine wirklich gute Figur.

Nehmen wir die Androhung ernsthafter Wirtschaftssanktionen. Keiner will sie ernsthaft, in Europa nicht und in Russland erst recht nicht. Obendrein haben die 28 EU-Staaten völlig unterschiedliche Interessen, was die Einigung auf eine klare Position gegenüber Russland erschwert. Gleichzeitig will man sich nicht als europäischer Papiertiger präsentieren, der vor dem russischen Bären kuscht.

St. Petersburger Spielchen
Das hat mitunter skurrile Konsequenzen, zum Beispiel auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum. Das ist die russische Antwort auf das Weltwirtschaftsforum in Davos. Hier trifft sich seit 18 Jahren die Elite aus russischer Wirtschaft und Politik mit der großen, weiten Welt. In diesem Jahr trifft sich die russische Elite vor allem mit sich selbst, denn viele westliche Unternehmenschefs und Politiker bleiben lieber zuhause.

Da der russische Markt aber zu wichtig ist, um ihn komplett zu ignorieren, oder, schlimmer noch, der Konkurrenz zu überlassen, schicken westliche Konzerne Vertreter aus der zweiten Reihe. Man ist also gleichzeitig da und nicht da. Hier ähneln sich Wirtschaft und europäische Politik doch sehr.

Neben der großen geostrategischen Bühne, auf der Europa eher unbeholfen agiert, beackert die EU bemerkenswert erfolgreich die Niederungen der Ebene, namentlich den mühsamen Ausgleich politischer und wirtschaftlicher Interessen der europäischen Völker. Die Wahl zum europäischen Parlament wird aller Voraussicht nach einen Kommissionspräsidenten aus der politischen A-Kategorie hervorbringen. Ein wichtiger Schritt, der Europäischen Union mehr Gewicht zu geben. Auch gegenüber Russland.

makro extra

Russlands 400-Milliarden-Deal: Dann eben China!
© reuters
Ob aus Trotz oder Kalkül - die Sache ist stimmig: Der größte Energieexporteur der Welt hat mit dem größten Energieimporteur der Welt den größten Energiedeal der Welt abgeschlossen. Der offenbart eine neue Hackordnung.
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Interview mit Wolfram Schrettl
Video
Unser Studiogast, Osteuropaexperte Prof. Wolfram Schrettl, sagt, bereits die Ankündigung von Wirtschaftssanktionen treffe Russland hart. Europa sei für das Riesenreich unverzichtbar.
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Wirtschaftssanktionen: Angst vor Stufe 3
Aufstand der Zauderer: Wirtschaftssanktionen gegen Russland © reuters
Wegen der Destabilisierung der Ukraine steht die Drohung harter Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Raum. Niemand will sie wirklich. Schon gar nicht die Konzernchefs. Die wollen am liebsten ungestört Geschäfte machen.
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Interviews zu Russland
Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, ist ein Gegner von Sanktionen. Jetzt rudert er zurück. Russland sei für Deutschland zwar wichtig, aber nicht soo wichtig.Video"Russland nur an 9. Stelle"
Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, ist ein Gegner von Sanktionen. Jetzt rudert er zurück. Russland sei für Deutschland zwar wichtig, aber nicht soo wichtig.
Andreas Männicke, Herausgeber des Börsenbriefes East Stock Trends, sagt, die Sanktionierung Russlands durch den Finanzmarkt sei bereits in vollem Gange - ganz ohne offizielle Wirtschaftssanktionen.VideoVom Kapitalmarkt abgeschnitten
Andreas Männicke, Herausgeber des Börsenbriefes East Stock Trends, sagt, die Sanktionierung Russlands durch den Finanzmarkt sei bereits in vollem Gange - ganz ohne offizielle Wirtschaftssanktionen.

 

makroskop Russland & Europa
Sein letzter Trumpf: Hollandes Agenda © colourbox Video
Die Krise in der Ukraine hat für die russische Wirtschaft bereits massive Folgen. Nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds befindet sich Russland inzwischen in einer Rezession.
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Polen: Mit Energie gegen Gazprom
In Dublin ist nach den Turbulenzen der letzten Jahre wieder Ruhe eingekehrt. Jedenfalls auf den ersten Blick. © dpa Video
Polen zählt zu den entschiedensten Verfechtern einer härteren Gangart gegenüber Russland. Europa brauche dringend eine Alternative zu russischem Gas - und zwar: polnische Kohle.
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Russlands Firmen: Krise zur Unzeit
© ap Video
Russlands Politik gibt sich trotzig. Für russische Firmen ist die neue Eiszeit Gift. Vielfältig sind sie mit Europa verwoben: ein Atomkraftwerk für Finnland, ostdeutsche Werften, Immobilien in London.
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Europas östliche Partnerschaft
© Kolja21, cc-by-sa-3 Video
Jenseits der EU-Außengrenzen ist die Europäische Union populär, nicht nur in der Ukraine. So manche ehemalige Sowjetrepublik hofft auf eine Annäherung. Und dass der Kreml nicht dazwischengrätscht.
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Sendedaten
Freitag, 23. Mai 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Reden Sie mit!
© dpaWährend Russlands Präsident Wladimir Putin Fakten schafft, sucht die Europäische Union noch ihre Rolle. Und jetzt unterzeichnet Gazprom einen Mega-Deal mit China. Wendet sich Russland Asien zu und lässt Europa einfach links liegen? Wie soll die EU reagieren? Diskutieren Sie mit!
Studiogast
LupeProf. Wolfram Schrettl
Schrettl ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Sein Schwerpunkt ist die Wirtschaft Osteuropas.
Schwerpunkt
Europa
Schwerpunkt
Russland
Ukraine
Ukraine - Krise auf der Krim
Die Ukraine hatte nie eine Chance. Das Land ist ausgeplündert, rückständig und pleite. Europa verkörpert zwar die Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch das kommt nicht über Nacht. (07.03.2014)
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