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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Altersvorsorge: Die neue Rentenlüge © colourbox.de Lupe
Rentner sind treue Wähler von Union und SPD. Das wird ihnen nun gedankt. Alle anderen gucken in die Röhre.
Die neue Rentenlüge
Altersvorsorge für den Augenblick
Es ist soweit. Die große Koalition einigt sich auf das größtmögliche Wahlgeschenk: Die SPD kriegt die Rente mit 63, die CDU ihre Mütterrente und die Jungen kriegen nix. Dabei schreit Altersvorsorge nach intelligenten Ideen!
Zuerst hieß es: "Die Rente ist sicher!" Bald darauf war sie es doch nicht und private Vorsorge sollte die Lücke stopfen. Dann kam die Finanzkrise. Seit sie große Löcher an den Märkten hinterließ, scheint auch bei Riester, Rürup & Co der Lack ab.

Jetzt ist wieder alles gut. Geld scheint jede Menge da. Die große Koalition verteilt sogar Rentengeschenke für Mütter vor '92 und 45-Beitragsjährige ab 63. Kostenpunkt: 160 Mrd. Euro bis 2030.

Das neue Rentenpaket dreht die Sicherungsmaßnahmen der Vergangenheit zurück, Stichwort Rente mit 67. Ziel, so die große Koalition, sei mehr Gerechtigkeit. Doch ob das Rentenpaket von Sozialministerin Nahles wirklich für Gerechtigkeit sorgt, liegt im Auge des Betrachters. Umverteilt wird nämlich nicht von reich zu arm, sondern von jung zu alt. Nächsten Montag geht es in die koalitionäre Chefrunde, Freitag durch den Bundestag und am 1. Juli tritt es inkraft.

Fatalismus ist auch keine Lösung
Es ist nicht lange her, da klang das noch ganz anders: Ebbe in der Kasse, demographischer Wandel, nur private Zusatzvorsorge schütze vor Altersarmut. Doch private Vorsorge, siehe oben, hat auch ihre Tücken. Und die gesetzliche Rente? Die ist zwar sicher, vor allem aber sicher niedrig.

Die Renditeversprechen vieler privater Rentenversicherungen platzen. Und selbst bei der betrieblichen Altersvorsorge stellen manche nun fest, dass sie sich unterm Strich nicht rechnet - trotz steuerlicher Begünstigung.

Die Lebensversicherung, das liebste Kind der Deutschen, ist schon lange eine Totgeburt. Jetzt will die Bundesregierung auf Drängen der Versicherungswirtschaft den mickrigen Garantiezins von 1,75% auf 1,25% senken. Obendrein soll die Ausschüttung der Bewertungsreserven an die Versicherten ausgesetzt werden. Obwohl diese innerhalb weniger Jahre auf 90 Mrd. Euro geklettert sind.

makro extra

Interview mit Reinhold Schnabel
Video
Unser Studiogast, der Rentenexperte Prof. Reinhold Schnabel, hält vom neuen Rentenpaket wenig. Sein Argument: es ist ungerecht. Profitieren würde vor allem die gutsituierte Mittelschicht.
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Die Tricks der Lebensversicherer
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Die Bewertungsreserven der Lebensversicherer sind prall gefüllt. Die Konzerne müssen ihre Kunden hälftig daran beteiligen. Davor wollen sie sich jetzt drücken. Die Politik leistet Schützenhilfe.
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makroskop Altersvorsorge
© colourbox.de Video
Die Deutschen haben ein schizophrenes Verhältnis zur Rente. Aus Sorge vor der Zukunft wollen sie die Reserven der Rentenkasse ausbauen. Gleichzeitig finden sie die abschlagsfreie Rente mit 63 gut.
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Chiles Experiment: Kapitalgedeckte Rente
Ein alter Mann verdingt sich als Schuhputzer. © ap
Chile ist das erste Land, das seine Sozialversicherungen privatisierte. Sein Rentensystem wurde weltweit als Vorbild für kapitalgedeckte Rentenmodelle gehandelt. Doch das System hat Mängel.
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Mehr Gerechtigkeit: Rente mit 45!
In Dublin ist nach den Turbulenzen der letzten Jahre wieder Ruhe eingekehrt. Jedenfalls auf den ersten Blick. © dpa Video
Ja, Deutschland ist ein Land vom Glück geküsst. Und ganz bald, dank Rentenpaket, auch noch gerecht! Richtig gerecht! Ok, Zukunftsvorsorge sieht anders aus. Aber hey: Rente mit 45 ist echt cool!
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Versicherungs-Frust: Risiko Lebensversicherung
Versicherungs-Frust: Dieser Kunde guckt in die Röhre © colourbox.de Video
Deutschlands Sparer halten der Lebensversicherung die Treue. Die Kosten sind hoch, die Renditen niedrig - man fasst sich an den Kopf. Vermutlich liegt es daran, dass die Kunden nicht wissen, was mit ihrem Geld passiert. Ein Erklärungsversuch.
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Flexi-Rente: Das schwedische Modell
Energiesparen im Haus © colourbox.de Video
In Schweden ist das starre Renteneintrittsalter Geschichte. Stattdessen gibt es die Flexi-Rente, mit der jeder nach Lust und Laune in Teilzeit weiterarbeiten kann. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.
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Vorbild Schweiz: Absicherung für alle
© ap Video
In der Schweiz sind staatliche und betriebliche Rente Pflicht, private Vorsorge Kür. Die staatliche Rente leistet nur eine Grundsicherung. Einzahlen müssen alle, auch Beamte und Selbständige.
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Sendedaten
Freitag, 16. Mai 2014, 21.00 Uhr
Rente: Reden Sie mit!
© colourbox.deStudiogast Prof. Reinhold Schnabel vermutet, das neue Rentenpaket komme noch viel teurer als angekommen. Er rechnet bis zum Jahr 2030 mit 233 Mrd. Euro. Das wären 73 Mrd. Euro mehr als von Arbeitsministerin Nahles geschätzt. Ist das nun gerecht?
Studiogast
Prof. Dr. Reinhold Schnabel
Schnabel leitet den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Finanzwissenschaften an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Arbeitsmarkt und soziale Sicherung sowie private Altersvorsorge und Sparverhalten. Mit anderen Worten: Schnabel ist Experte in Rentenfragen.
Rentenpaket
© dapdFriede, Freude, Rente
Vor der Bundestagswahl versprach die SPD ihren Wählern die Rente mit 63. Die Union hielt das für Quatsch. Die Union versprach ihren Wählern die Mütterrente. Die SPD hielt das für Quatsch. Nach der Wahl passierte die große Koalition. Jetzt wird es teuer.
scobel
Das Ende der goldenen Rentnergeneration
"Die Rente ist sicher" gilt schon lange nicht mehr - und das nicht nur in Deutschland. Überschuldete Staaten, immer weniger Arbeitnehmer, immer mehr Senioren - das gesamte System befindet sich in einer Schieflage.
Info
So funktioniert die Rente
Die staatliche Rente in Deutschland ist umlagefinanziert, d.h. diejenigen, die heute arbeiten finanzieren diejenigen, die heute in Rente sind. Es ist also nicht etwa so, dass die Rentenbeiträge, die ein Arbeitnehmer (und hälftig sein Arbeitgeber) heute zahlen, angespart werden, sich verzinsen und dann später einmal als Rente an eben diesen Arbeitnehmer ausgezahlt werden. Das wäre ein sogenanntes kapitalgedecktes Rentenmodell.

Wer jedoch zusätzlich privat vorsorgt, sei es durch eine private Rentenversicherung, eine Lebensversicherung, Fondssparen oder den Kauf von Aktien, Anleihen, Immobilien etc., der ergänzt die umlagefinanzierte staatliche Rente durch eine kapitalgedeckte Komponente.

Der Vorteil dieser privaten Vorsorge liegt auf der Hand: Sie ist unabhängig von der demographischen Entwicklung. Der Nachteil auch: Man ist abhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte.
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