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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Mythos Gold © dpa Lupe
Die Faszination des Goldes ist ungebrochen. Seit 5000 Jahren garantiert es Werterhalt. Da kann keine Währung mithalten.
Mythos Gold
Zwischen Investition und Irrwitz
Kein Metall übt auf uns Menschen so große Anziehungskraft aus wie Gold. Es steht für Sicherheit und Stabilität, gilt als Krisenwährung und Rettungsanker. Und um kein Metall gibt es so viele Spekulationen und Verschwörungstheorien.
Papiergeld wird weltweit immer weniger wert und so greifen die Menschen gerne auf den realen Wert des Goldes zurück. Das gelbe Edelmetall gilt als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Die Nachfrage nach Gold als Vermögensanlage ist 2011 regelrecht explodiert und trieb den Preis je Unze bis auf 1900 Dollar.

Die höchste Nachfrage nach Gold hat derzeit China - zum ersten Mal überhaupt. Die Chinesen haben Indien damit vom ersten Platz verdrängt. Ob Schmuck, Münzen oder Barren - die Chinesen sind verrückt nach dem Edelmetall. Insgesamt 1400 Tonnen Gold sollen in die Volksrepublik verkauft worden sein, Gesamtwert: über 61 Milliarden Dollar. Genau weiß man das aber nicht. Was man weiß: Das meiste Gold bunkert mit 8134 Tonnen die amerikanische Notenbank, gefolgt von der Bundesbank mit 3386 Tonnen.

Manipulationsanfälliger Markt
Zweimal täglich wird in London der Goldpreis festgelegt, das sogenannte Fixing, das Bergbauunternehmen, Schmuckherstellern und Zentralbanken als Bewertungsgrundlage dient. Lediglich fünf der größten Goldhändler, handeln diesen Preis untereinander aus: Barclays, die Deutsche Bank, die Bank of Nova Scotia, HSBC und die Société Générale.

Dieses mächtige Oligopol soll seine Marktstellung über ein Jahrzehnt hinweg für die Manipulation des Goldpreises ausgenutzt haben. Das funktioniert recht gut, weil der Goldmarkt im Vergleich zu anderen Anlagemärkten wie Kupfer, Öl oder Anleihen ein sehr geringes Volumen hat. Nun untersuchen weltweit Behörden die Preisbewegungen. Anfang März wurde in New York die erste Klage gegen die fünf Banken eingereicht. Es dürfte wohl nicht die letzte bleiben.

makro extra

Goldmarkt: Analyse von Bernhard Klinzing
© dpa
Der Markt für Gold ist speziell, sehr speziell. Gut, dass makro einen echten Spezialisten an Bord hat. Bernhard Klinzing sagt: Wichtig sind die Notenbanken, die Hochzeiten und, klar, die Chinesen. Und die finstren Mächte.
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Interview mit Bernhard Klinzing
Video
Unser Studiogast, Bernhard Klinzing vom Frankfurter Börsenbrief, sagt Gold eine, nun ja, goldenen Zukunft voraus. Begründung: steigende Nachfrage aus Asien, das viele Papiergeld, eine sinkende Fördermenge.
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Die Tresore der Macht
In den Tresoren der Macht © colourbox
Tief unter Manhattan lagert der größte Goldschatz der Welt. Auch die Hälfte des Bundesgolds wird dort verwahrt. Vielleicht ist es aber auch längst verliehen. So genau weiß das niemand.
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Goldene Lebensversicherung
Energiesparen im Haus © Roland Strumpf Video
Auch im gebeutelten Ägypten ist Gold die ultimative Krisenwährung. Es ist wertstabil, gut zu verstecken und leicht zu transportieren. Besonders Ägyptens Frauen legen ihr mühsam Erspartes in Gold an.
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Inder ignorieren Importverbot
Schmuck für die Braut © dpa
Fast ein Fünftel des globalen Goldangebots geht ausgerechnet in das Land mit den meisten Armen. Man mag es kaum glauben, aber Indien ist nach China der größte Goldkäufer der Welt.
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makroskop Gold
© colourbox Video
Den größten Goldschatz hortet nach wie vor die US-Regierung mit 8134 Tonnen. Es folgen Deutschland (3386 t), Italien (2452 t) und Frankreich (2435 t). Die größte Nachfrage kommt heute aus China.
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Manipulation: Die Banken und das Gold
Baukräne säumten in Dublin den Weg in die Pleite. © reuters Video
Es ist offiziell. Auch der Goldmarkt wird manipuliert. Vermutet wird das schon lange, denn merkwürdige Preisbewegungen sind einfach zu offensichtlich. Verantwortlich sind die üblichen Verdächtigen.
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Saubere Förderung: Gold-Gewinnung ohne Gift
© reuters Video
Die Krim-Krise zeigt, wie unangenehm die Abhängigkeit Europas von russischem Gas ist. Dabei gibt es eine Alternative: Flüssiggas aus Übersee. Fehlen noch die Verlade-Terminals. Und die sind im Bau.
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Sendedaten
Freitag, 9. Mai 2014, 21.00 Uhr-
Wiederholung Sonntag 6.25 Uhr
Gold: Reden Sie mit!
© finanzen100Wie viel Sicherheit bietet Gold heutzutage tatsächlich noch? Studiogast Bernhard Klinzing rechnet in Zukunft wieder mit einem steigenden Goldpreis - vor allem wegen der wachsenden Nachfrage aus Asien. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Bernhard M. Klinzing
Bernhard Klinzing schreibt zusammen mit seinem Kollegen Walter Tissen den Frankfurter Börsenbrief. Klinzing gilt seit vielen Jahren als ausgezeichneter Kenner der Finanz- und Rohstoffmärkte.
Schwerpunkt
Rohstoffe
China
LupePrivate Nachfrage steigt
Die Volksrepublik hat sich zum wichtigsten Goldmarkt der Welt entwickelt. Mittlerweile stammt mehr als ein Viertel der weltweiten Goldnachfrage aus China. Die privaten Konsumenten und Investoren im Reich der Mitte nutzten die niedrigen Preise in 2013 und steigerten ihre Goldkäufe in Form von Schmuck, Münzen und Barren um 259 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Der chinesische Gold-Boom setzt sich auch im laufenden Jahr fort. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Chinas Statistik-Tricks
Laut IWF belaufen sich Chinas offizielle Geldgoldreserven im Jahre 2013 auf 1054t. Seit 2009 nennt die People’s Bank of China exakt diese Zahl. Zuvor wurden jahrelang 600t angegeben. Das lässt allerhand Spielraum für Spekulationen - vermutlich sind die Bestände längst höher.

Denn Chinas offizielle Nachfrage nach Gold stieg im vergangenen Jahr um 41 Prozent auf 1176t, so die China Gold Association. Das Land ist somit der größte Gold-Konsument der Welt. Noch größer als die offizielle Nachfrage waren Importe und Produktion des Edelmetalls. China importierte im vergangenen Jahr 1158 Tonnen Gold über Hong Kong - Mehr als doppelt so viel wie 2012. Hinzu kommen die noch nicht veröffentlichten Importe über Shanghai. Die heimische Gold-Produktion lag bei 428 Tonnen.

China ist also auch der weltweit größte Gold-Produzent. Diese Zahlen zeigen, dass Chinas Gold-Konsum tatsächlich bei über 1.700 Tonnen lag - mehr als 500 Tonnen höher als offiziell berichtet.
Charts: Gold in USD
© goldprice.orgDie Entwicklung des Goldpreises über verschiedene Zeiträume finden Sie auf der Seite von goldprice.org.
Charts: Gold in EUR
© goldprice.orgFür europäische Anleger war Gold in der schlimmsten Phase der Eurokrise gegen Ende 2012 besonders wertvoll - anders als für Dollar-Anleger (vgl. Bild oben).