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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Freihandelsabkommen: Geheimsache - Das Schweigen der Kommission © dpa Lupe
Auf europäischer Seite führt allein die Europäische Kommission die TTIP-Verhandlungen. Worüber genau verhandelt wird, bleibt im Dunkeln.
Pssst - streng geheim!
Das Schweigen der Kommission
Man sollte davon ausgehen, dass ein Freihandelsabkommen auch frei verhandelt wird. Immerhin betrifft es uns alle. Die Verhandlungen finden jedoch hinter verschlossenen Türen statt. Stellt sich die Frage: Warum?
Zwischen Washington und Brüssel wird eine Freihandelszone von Los Angeles bis Helsinki verhandelt. Betroffen sind davon 800 Millionen Menschen in den USA und in der EU. Wie diese riesige Handelszone konkret aussehen soll, weiß bis dato niemand so wirklich. Man hört zwar, dass Zölle gesenkt und Produktstandards vereinheitlicht werden sollen, doch klare Aussagen gibt es keine darüber.

Große Geheimniskrämerei
Was die Abgesandten der EU-Kommission mit den Vertretern der amerikanischen Regierung besprechen, bleibt geheim. Selbst die EU-Abgeordneten werden nur häppchenweise eingeweiht, obwohl sie ganz am Ende zustimmen müssen. Und die Bürger, die es eigentlich am meisten betrifft, bekommen kein einziges Verhandlungsdokument zu sehen. Für Christian Felber von der globalisierungskritischen Organisation Attac ist die Geheimhaltung logisch: "Die Politiker befürchten, dass es zu einem breiten Widerstand kommt, wenn die Bürger die Fakten kennen."

Besonders Umwelt-, Daten- und Verbraucherschützer machen sich große Sorgen. Das Abkommen könnte nicht nur Chlor-Hühnchen und Gen-Mais auf unsere Teller bringen, sondern auch den Konzernen noch mehr Macht geben. Denn die könnten künftig gegen Staaten klagen, wenn sie ihre Gewinne bedroht sehen. Das kann Umweltregelungen genauso betreffen wie die Wasser- und Stromversorgung oder Sozialgesetze. Dafür sind dann eigene Schiedsgerichte zuständig. Bezahlen müsste der Steuerzahler.

Freie Bahn für Chlorhuhn und Co.
Was bisher bei uns verboten ist, könnte durch die Hintertür des Freihandelsabkommens legal werden. Zum Beispiel der Import von amerikanischem Gen-Getreide und Hormon-Rindfleisch. In einem deutschen Fernsehbericht sagte der frühere US-Botschafter bei der EU, Stuart Eizenstat: "Die Standards in Europa haben ein anderes Niveau. Und ich finde, diese Standards haben ein unbegründet hohes Niveau, das wissenschaftlich nicht fundiert ist." Er ist überzeugt: "Was für eine amerikanische Familie gutes Essen ist, sollte auch für Europäer gutes Essen sein."

Beim Thema Zollabbau scheinen die Amerikaner hingegen eher unbeweglich. Brüssel will so gut wie alle Zölle streichen. Doch darin sieht Amerika einen Vorteil für die EU, weil man selbst eher mit Dienstleistungen und Agrargütern, weniger mit Industrieprodukten handelt. Momentan wirkt es so, als wolle die USA alle Vorteile für sich in Anspruch nehmen und alle Nachteile Europa überlassen.

Sendedaten
Freitag, 21. März 2014, 21.00 Uhr
Freihandelsabkommen: Analyse
© dpaWie immer gibt es zwei Meinungen - die einen sind dafür, die anderen sind dagegen. Unsere Sendung zum Freihandelsabkommen bietet jedenfalls eine gute Gelegenheit, dem Thema einmal in einer dreiteiligen Miniserie zu Leibe zu rücken.
Thema der Sendung: Freihandel
Handel ohne Grenzen
Es wäre der größte Wirtschaftsraum der Welt und für Firmen ein Riesenvorteil: ein großer Markt mit einheitlichen Standards. Mehr Wettbewerb bedeutet für Verbraucher fallende Preise. Die Sache hat allerdings einen Haken.
Mehr zum Thema
Gefährliche Geheimnisse
Die Geheimverhandlungen bedrohen massiv die Rechte der Bürger in Europa. Das geplante Regelwerk ist in erster Linie ein Angriff auf den Verbraucherschutz - auch in Deutschland.