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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© dpa
Das deutsche Bio-Siegel gibt es seit 2001.
Bio-Siegel - der feine Unterschied
Über 100 verschiedene Bio- und Öko-Marken
Damit der Verbraucher den Überblick behält, gibt es das staatliche Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung. Das heißt, wenn Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein. Tatsächlich ist aber eher Bio light.
Eine Vielzahl unterschiedlicher Öko-Kennzeichen machte es den Verbrauchern schwer, den Überblick zu behalten. Darum wurde 2001 das staatliche Bio-Siegel ins Leben gerufen. Das heißt, wenn Bio auf der Verpackung steht, muss das Produkt den Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung genügen.

Um das Siegel führen zu dürfen, müssen die Hersteller ihre Produkte und auch den Weg vom Anbau über Zwischenverarbeitung zum fertigen Produkt von staatlichen Kontrollstellen prüfen lassen.

Neben dem deutschen Bio-Siegel gibt es seit Juli 2010 ein weiteres: Das europäische Bio-Logo. Produkte mit diesem Logo erfüllen die gleichen Anforderungen wie die mit deutschem Bio-Siegel. Die Verbraucher sollen beim EU-Logo anhand einer Codenummer auch die Herkunft der Zutaten nachvollziehen können. Seit dem 1. Juli 2012 ist das Logo verbindlich vorgeschrieben.

Fast 100 Prozent ökologische Herstellung
© colourbox Lupe
Das staatliche Bio-Siegel garantiert, dass das Produkt zu mindestens 95 Prozent ökologisch hergestellt sein muss. Das bedeutet konkret: Wenn ein verarbeitetes Produkt aus mehr als einer Zutat besteht, dürfen insgesamt fünf Prozent dieser Zutaten aus konventioneller - also nicht-ökologischer - Landwirtschaft stammen, wenn die Verfügbarkeit einzelner Zutaten aus ökologischer Erzeugung nicht gegeben ist.

Zur Vermeidung von Missbrauch dieser Einschränkung sind die zulässigen Zutaten aus konventioneller Landwirtschaft in einer Liste innerhalb der EU-Öko-Verordnung dokumentiert. Diese Liste wird immer kürzer, da immer mehr Zutaten in Bio-Qualität verfügbar sind. Ein Beispiel: Bis 2002 war Bio-Zucker kaum verfügbar, daher durfte in einem Produkt mit staatlichem Bio-Siegel auch konventioneller Zucker enthalten sein. Wer seit 2002 seinem Bio-Produkt Zucker zugeben will, muss Bio-Zucker verwenden.

Gebote (Anforderungen)
  • Die Fruchtfolge der Ackerkulturen nutzt die örtlichen Ressourcen optimal.
  • Chemische Pestizide, synthetische Dünger, Antibiotika und ähnliche Substanzen sind streng eingeschränkt.
  • Genetisch veränderte Organismen (GVO) sind verboten.
  • Ressourcen vor Ort werden sinnvoll weiterverwendet, beispielsweise. Mist als Düngemittel. Futter wird auf dem Hof selbst hergestellt.
  • Tiere werden in offener Freilandhaltung gehalten und mit biologischem Futtermittel gefüttert.
  • Bio-Bauern müssen ihre Tiere artgerecht halten, sie müssen dafür sorgen, dass die Tiere ausreichend Auslauf haben und ihr typisches Verhalten beibehalten können.

Siegel der Anbau-Verbände
Die meisten Bio-Bauern sind in Anbau-Verbänden organisiert, diese legen für ihre Qualitätssiegel strengere Maßstäbe an als vorgeschrieben. Die Produkte der Verbände sind zu 100 Prozent Bio. In Deutschland gibt es neun Anbauverbände.

  • Bioland
  • Demeter
  • Naturland
  • Gäa
  • Biokreis
  • Biopark
  • Ecoland
  • Ecovin
  • Verbund

Einkaufsmärke haben eigene Bio-Marken
Lupe
Neben dem staatlichen Siegel und den Siegeln der Anbau-Verbände gibt es mittlerweile auch viele Supermärkte, die ihre eigenen Bio-Marken haben. Durch die geschützte Bezeichnung Bio kann man auch bei den Discounter Bio-Marken sicher sein, dass sie den Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung entsprechen, also zu mindestens 95 Prozent aus ökologischem Landbau stammen. Oft tragen sie neben der eigenen Bio-Marke auch das staatliche Siegel. Beispiele für die Marken der Supermärkte.

Label der Supermärkte
  • PrimaBio: Aldi Nord
  • Grüner Bio-Smiley: Aldi Süd
  • Alnatura: Eigenmarke, erhältlich in Alnatura-Supermärkten und bei dm
  • Edeka Bio Wertkost: Edeka und Spar
  • Bioness: Lidl
  • Bio-Sonne: Norma
  • Naturgut: Penny
  • Rewe-Bio: Rewe, früher hieß die Marke "Füllhorn"
  • Naturkind: Kaiser’s beziehungsweise Tegelmann
  • BioBio: Netto

  • realBio: real

Sendedaten
Freitag, 14. März 2014, 21.00 Uhr
Biobranche: Reden Sie mit!
© colourboxUnser Studiogast, Prof. Ulrich Köpke, meint, die Krise der Biolandwirtschaft liege nicht nur an zu geringer staatlicher Unterstützung. Die Verantwortung liege auch bei den Bioverbänden selbst. Diskutieren Sie mit!
Thema der Sendung: Biobranche
Bio mit Barriere
Bio ist in. Doch Biobauern haben wenig zu lachen. Denn jetzt haben auch Discounter die Marktnische entdeckt. Trotz starker Nachfrage ist die Produktion von Biolebensmitteln ein schwieriges Geschäft.
Info
LupeZurzeit nutzen 4.063 Unternehmen das nationale staatliche Bio-Siegel auf 67.454 Produkten(Stand: 31. Januar 2014)
Biobranche: Hintergrund
© dpaBiomacht Deutschland
Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln boomt. Das grüne Bio-Siegel begegnet uns immer häufiger in den Supermärkten. Mit rund 7 Mrd. Euro ist Deutschland zum umsatzstärksten Markt für ökologische Lebensmittel in Europa geworden.
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Agrar
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