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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© reuters Lupe
Was passiert im Westen, wenn Moskau im wahrsten Sinne des Wortes einfach mal den Gashahn zudreht?
Druck und Gegendruck
Russland-Sanktionen haben wirtschaftliche Folgen
Wer hat wohl den größeren Schaden, wenn Putin infolge von Sanktionen die Wirtschaftsbeziehungen zum Westen kappt? Europa oder die USA oder vielleicht Russland selbst?
Könnte man Moskau wirtschaftlich so unter Druck setzen, dass es politisch einlenkt? Amerika würde es kaum spüren, wenn der Westen die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland kappt, denn die USA rangieren nicht einmal unter den Top Ten der russischen Handelspartner. Und auch sonst kann Putin relativ wenig Druck auf Obama ausüben. Bei der EU ist das schon etwas anderes. Die wirtschaftlichen Verflechtungen mit Russland sind so vielfältig, dass die EU-Mitgliedstaaten vor Sanktionen gegen Moskau zurückschrecken. Denn die Kosten könnten erheblich sein.

USA haben wenig zu befürchten
© dpa Lupe
Obama hat zu Beginn seiner Amtszeit einen Neustart der Beziehungen zu Russland versucht - ohne Erfolg. Das Verhältnis zu Putin gilt als zerrüttet.
Die USA haben einen Drei-Stufen-Plan, um Russland unter Druck zu setzen. In der amerikanischen Regierung werden bereits konkrete Sanktionen unter anderem gegen russische Banken vorbereitet. Sollte das nicht greifen, wird in einem zweiten Schritt die Zusammenarbeit mit dem betroffenen Land eingestellt. Danach werden die Vermögenswerte von Privatpersonen und Regierungsangestellen eingefroren und die Kreditinstitute des Landes vom wichtigen amerikanischen Finanzmarkt abgeschnitten.

Im Gegenzug droht Russland den USA bei Sanktionen mit einem Finanz-Krieg. Alle US-Staatanleihen sollen abgestoßen werden, der Dollar soll als Währungsreserve verkauft werden und Kredite amerikanischer Banken sollen nicht zurück gezahlt werden. Klingt erschreckend, ist es aber nicht. Angesichts der Tatsache, dass Russlands Dollar-Reserven nur relativ gering sind und es sich bei den Staatsanleihen gerade mal um ein Prozent, der von den USA ausgegebenen Schuldpapiere handelt, nämlich 138 Mrd. Dollar, ist man bei den Amerikanern recht gelassen.

Europa hat mehr Schaden als Nutzen
Bei den Europäern sieht das ganz anders aus. Russland ist der drittwichtigste Handelspartner der EU, umgekehrt ist die Union sogar der wichtigste für Russland. Die Europäer verkaufen den Russen vor allem Maschinenbau-, Chemie- oder Agrarprodukte, die Russen liefern insbesondere Rohstoffe.

Auf Sanktionen würde Moskau sicher mit Strafmaßnahmen reagieren. Besonders im Energiebereich sind die EU-Staaten verwundbar. 36% der Gasimporte stammen aus Russland, 31% der Rohöl- und 30% der Kohleimporte. Ein Teil der Exporte fließt beim Transit durch ukrainische Pipelines nach Westen. Europa könnte die russische Energie zwar durch Alternativen wie norwegisches Erdgas ersetzen, doch die Energiepreise würden dann steigen.

Russland leidet ebenfalls
Genauso, wie Europa abhängig ist von den russischen Energielieferungen, genauso ist Russland abhängig von den Exporten nach Europa. 80% aller russischen Öl- und 70% aller Gasexporte gehen in die EU. Rund die Hälfte der Staatseinnahmen stammen aus dem Energiegeschäft.

Die unsichere rechtliche und politische Lage bringt viele reiche Russen dazu, ihr Geld ins Ausland zu schaffen. Sie stecken es in Aktien, Anleihen und Immobilien. Rund 450 Milliarden Dollar sind nach Daten der russischen Notenbank im Ausland geparkt, mehr als die Hälfte davon in Mitgliedsländern der Europäischen Union: Irland, Zypern, Niederlande und Luxemburg, Großbritannien und der Schweiz.

Das umfangreiche Auslandsvermögen mache Russland "verletzlich für Maßnahmen des Westens", heißt es in einer Studie der britischen Investmentbank Barclays Capital. Für Putin könnte es also eng werden, wenn die mächtigen Oligarchen nicht mehr an ihr Geld kämen oder russische Banken keinen Zugang zum internationalen Kapitalmarkt mehr hätten.

Sendedaten
Freitag, 7. März 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Ukraine: Reden Sie mit!
© reutersBis vor kurzem lag das Epizentrum der europäischen Krise noch in Griechenland. Heute liegt es in Kiew. Wie kommt Europa aus dieser schweren Krise wieder heraus? Diskutieren Sie hier in unserem Blog!
Thema der Sendung: Ukraine
Ukraine - Krise auf der Krim
Die Ukraine hatte nie eine Chance. Das Land ist ausgeplündert, rückständig und pleite. Europa verkörpert zwar die Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch das kommt nicht über Nacht. Auch nicht die fehlenden Milliarden. Putin hingegen schon.
Schwerpunkt
Europa
Schwerpunkt
Russland
Schwerpunkt
Öl & Gas
Kaum ein Thema ist von derart tiefgreifender Bedeutung wie die Versorgung mit Energie. Öl ist das Blut der Weltwirtschaft. Die entscheidende Frage dabei: Wer hat die meisten Reserven. Die großen westlichen Ölkonzerne verfügen übrigens nur über rund zehn Prozent.