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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© dapd Lupe
Die Europäische Union hat im Zuge der Krim-Krise erste Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt.
Der Drei-Stufen-Plan
EU-Sanktionen gegen Russland
Die in der Krim-Krise gegen Russland verhängten EU-Sanktionen stoßen beim Präsidenten des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, auf Kritik: "Mit wirtschaftlichen Sanktionen schneidet man sich nur ins eigene Fleisch."
Deutschland könne sich "eine solche Sanktionspolitik gar nicht leisten, weil wir im Zuge der Energiewende zunehmend auf russische Gaslieferungen angewiesen sind". In der sich zuspitzenden Krim-Krise hatte die EU am 6. März 2014 erste Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt und sich auf eine mögliche stufenweise Verschärfung der Sanktionen verständigt, sollte die Lage weiter eskalieren: Die jeweiligen Stufen:

Stufe I
Bereits jetzt werden die Verhandlungen der EU mit Russland über Visa-Erleichterungen sowie über das neue Grundlagenabkommen ausgesetzt. Das ist nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine "erste aktive Maßnahme".

Stufe II
Weitere Maßnahmen sollen folgen, wenn die vorgeschlagene Kontaktgruppe zur Lösung des Konflikts nicht in den nächsten Tagen zustande kommt beziehungsweise keine entsprechenden Resultate in einem "überschaubaren Zeitraum" vorliegen. Geplant sind dann Reisebeschränkungen sowie Kontensperrungen bestimmter Personen, die "im Zusammenhang mit Handlungen in der Ukraine bedeutend sind". Die Aktionen könnten in Kürze auf einem Sondergipfel beschlossen werden. Auch könnte der EU-Russland-Gipfel abgesagt werden.

Stufe III
Sollte Russland weitere Maßnahmen zur Destabilisierung vornehmen - zusätzlich zur Krim etwa in der Ost-Ukraine - oder militärische Aktionen ergreifen, soll es zu einer "weitreichenden Veränderung der Beziehungen zu Russland kommen", die laut Merkel "eine breite Palette wirtschaftliche Maßnahmen beinhalten kann". Näher spezifiziert wurden diese zunächst nicht. Die Wirkung sei, dass man diese vorher nicht tagelang diskutiert, so Merkel.

EU bei Sanktionen in der Vergangenheit moderat
Im Umgang mit Sanktionen gegen Moskau hat sich die Europäische Union bei früheren Konflikten moderat verhalten. Beispiele von Maßnahmen der Vergangenheit:

Georgien
Infolge des Südkaukasus-Krieges 2008 entsandte die EU zivile Beobachter in die Region, um den Waffenstillstand zu überwachen. Auf Strafmaßnahmen gegen Russland verzichtete Brüssel jedoch - trotz Kritik am "unverhältnismäßigen" Vorgehen bei der Besetzung von Teilen Georgiens. Zwar forderten Großbritannien, Polen oder Schweden eine harte Haltung gegenüber Moskau. Der damalige EU-Chefdiplomat Javier Solana betonte jedoch, Sanktionen stünden "nicht auf der Tagesordnung".

Tschetschenien
Vorsichtig agierte Brüssel auch im Jahr 2000 nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Teilrepublik, die nach dem Ende der Sowjetunion um ihre Unabhängigkeit von Moskau kämpfte. Die russische Kriegsführung stieß auf internationale Kritik. Europarat und Vereinte Nationen verurteilten Menschenrechtsverletzungen. Dennoch setzten sich Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien mit einer gemäßigten Linie gegen andere EU-Staaten durch. Hilfsmittel für Moskau wurden kurzzeitig eingefroren, die Unterzeichnung eines wissenschaftlich-technologischen Abkommens wurde ausgesetzt. "Wir müssen realistisch sein", warnte damals Bundesaußenminister Joschka Fischer. "Die Politik ist die Kunst des Möglichen und nicht des Gewünschten."

Sendedaten
Freitag, 7. März 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Ukraine: Reden Sie mit!
© reutersBis vor kurzem lag das Epizentrum der europäischen Krise noch in Griechenland. Heute liegt es in Kiew. Wie kommt Europa aus dieser schweren Krise wieder heraus? Diskutieren Sie hier in unserem Blog!
Thema der Sendung: Ukraine
Ukraine - Krise auf der Krim
Die Ukraine hatte nie eine Chance. Das Land ist ausgeplündert, rückständig und pleite. Europa verkörpert zwar die Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch das kommt nicht über Nacht. Auch nicht die fehlenden Milliarden. Putin hingegen schon.
Finanzen
© apUkraine: Die zweite Chance
Nun, da das korrupte Janukowitsch-Regime von den Fleischtöpfen der Macht verjagt ist, wird der Blick frei auf ein komplett heruntergewirtschaftetes Land. Konkret bedeutet das eine bevorstehende Pleite.
Schwerpunkt
Europa
Schwerpunkt
Russland