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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© dpa Lupe
Wladimir Putin erklärt die Welt. Hier vor russischen Journalisten. Auf der Krim leiste man "humanitäre Hilfe".
Der Wille des Zaren
Russlands Selbstverständnis als Großmacht
Seit 1991 nutzen die Völker der russischen Peripherie jede Gelegenheit, der Knechtschaft des Kreml zu entfliehen. Jetzt auch die Ukraine. Wirtschaftlich ist das Land für Moskau nicht so wichtig. Strategisch schon.
Nachdem das Parlament auf der Krim gerade für einen Beitritt zu Russland gestimmt hat, spitzt sich die Krim-Krise zu. Die Übergangsregierung in Kiew betont, dass es die Einheit der Ukraine schützen werde. Seit Tagen schon sind russische Soldaten auf der Krim präsent und haben die Halbinsel fast vollständig unter ihre Kontrolle gebracht.

Die Krim, eine autonome Republik innerhalb der Ukraine, hat für Russland eine besondere Bedeutung, denn sie gehörte lange zu Russland und hier hat Moskau noch immer seine Schwarzmeerflotte stationiert. Eine Tradition, die bis auf Katharina die Große zurückgeht.

1954 schenkte der sowjetische Generalsekretär Chruschtschow, selbst Ukrainer, der damaligen Sowjetrepublik Ukraine die Krim. Eine Entscheidung, von der viele Russen schon damals nicht wirklich angetan waren. 1991 erklärt die Ukraine ihre Unabhängigkeit von Moskau, seitdem gehört die autonome Krim zum Bedauern Russlands der Ukraine.

Klares militärisches Interesse
Ein Vertrag, der Ende der 90er Jahre zwischen Moskau und Kiew geschlossen wurde, schuf die Grundlage dafür, dass Russland seine Schwarzmeerflotte auch heute noch auf der Krim stationiert hat. Als es 2010 um die Verlängerung dieses Abkommens ging, gerieten die Abgeordneten des ukrainischen Parlaments ordentlich aneinander. Mit dem Ergebnis, dass Russland seine Schwarzmeerflotte bis mindestens 2042 auf der Krim belassen darf.

Mit diesem Flottenstützpunkt hat Moskau auf der Krim ein klares militärisches Interesse. Den Umsturz in der Ukraine betrachtet Putin aber insgesamt mit Argwohn und schafft auf der Krim schon mal Fakten. "Außenpolitisch ist Putin seit vielen Jahren auf dem Rückzug", sagt Hans-Henning Schröder von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. "Die NATO und die EU haben sich immer weiter ausgeweitet und das empfindet Putin als Bedrohung." Und er empfinde es als Bedrohung, wenn die Ukraine die Seiten wechselt. Außerdem glaube Putin, das verhindern zu können.

Transitland für russisches Gas
Wladimir Putin kann seinen Anspruch auch deshalb sehr selbstbewusst geltend machen, weil Russland von der Ukraine wirtschaftlich kaum abhängig ist. Weniger als 10% seines Handels wickelt Russland mit der Ukraine ab. Umgekehrt ist die Abhängigkeit groß: 32% aller Importe kommen aus Russland, 26% aller Exportte gehen nach Russland.

Für den russischen Gaskonzern Gazprom ist das Land aber ein wichtiger Kunde, denn Kiew ist stark auf russisches Erdgas angewiesen. Und steht wegen dieser Abhängigkeit bei Russland tief in der Kreide.

Als Transitland für russische Erdgaslieferungen nach Europa ist die Ukraine bedeutend, allerdings nicht mehr in dem Maße wie noch vor der Eröffnung der Ostseepipeline Nord Stream im Jahr 2011. Durch sie fließt jetzt die Hälfte des russischen Gases für Europa. Die Ukraine ist nicht mehr das einzig entscheidende Nadelöhr.

Und trotzdem geht Russland mit der Besetzung der Krim ein wirtschaftliches Risiko ein. Sollte es tatsächlich zum Militärschlag kommen, sind auch die ökonomischen Folgen für Moskau nicht absehbar. Außerdem drohen Wirtschaftssanktionen des Westens. In der Strategie des Wladimir Putin scheint das aber keine Rolle zu spielen. Er und sein Sicherheitskabinett beraten schon mal wie sie funktionieren könnte, die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation.

Sendedaten
Freitag, 7. März 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Ukraine: Reden Sie mit!
© reutersBis vor kurzem lag das Epizentrum der europäischen Krise noch in Griechenland. Heute liegt es in Kiew. Wie kommt Europa aus dieser schweren Krise wieder heraus? Diskutieren Sie hier in unserem Blog!
Thema der Sendung: Ukraine
Ukraine - Krise auf der Krim
Die Ukraine hatte nie eine Chance. Das Land ist ausgeplündert, rückständig und pleite. Europa verkörpert zwar die Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch das kommt nicht über Nacht. Auch nicht die fehlenden Milliarden. Putin hingegen schon.
Schwerpunkt
Europa
Schwerpunkt
Russland
Schwerpunkt
Öl & Gas
Kaum ein Thema ist von derart tiefgreifender Bedeutung wie die Versorgung mit Energie. Öl ist das Blut der Weltwirtschaft. Die entscheidende Frage dabei: Wer hat die meisten Reserven. Die großen westlichen Ölkonzerne verfügen übrigens nur über rund zehn Prozent.