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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Biobranche in Bedrängnis © dpa Lupe
Seit auch Supermärkte ihre Regale mit Bioprodukten füllen, fallen die Preise. Das ist schön für Verbraucher aber schlecht für die Bauern.
Bio mit Barriere
Biobranche in Bedrängnis
Bio ist in. Doch Biobauern haben wenig zu lachen. Denn jetzt haben auch Discounter die Marktnische entdeckt. Trotz starker Nachfrage ist die Produktion von Biolebensmitteln ein schwieriges Geschäft.
Bio boomt. Zumindest im Supermarktregal. Im Schnitt 81 Euro gab zuletzt jeder Deutsche im Jahr für Biolebensmittel aus - Tendenz steigend. So erfreulich die Nachfrage für die Biobranche auch sein mag - an den Biobauern geht der Boom vorbei. Denn trotz hoher Nachfrage an der Ladentheke können viele Biobauern nicht mehr kostendeckend arbeiten.

Mehr als 600 Biobauern steigen sogar jährlich aus dem Biolandbau wieder aus. Auf zehn Umsteiger auf Bio gibt es vier Aussteiger. Das liegt vor allem daran, dass die Preise für Bioprodukte stark unter Druck geraten sind, seitdem nach dem Fachhandel auch der normale Einzelhandel sowie Discounter in den Biomarkt eingestiegen sind.

Ein weiterer Knackpunkt ist der schwache Vertrieb: Viele Bio-Bauern schaffen nicht den Sprung vom Verkauf auf dem eigenen Hof zur Vermarktung in den Supermärkten. Denn es fehlen heute auf dem Land die kleinen Molkereien, Brauereien, Vermarktungsgemeinschaften und der Landhandel.

Die Folgen liegen auf der Hand: Um der Nachfrage nach biologisch erzeugten Produkten standzuhalten, kommen immer mehr Importe aus dem Ausland. Während einerseits die Preise für Bioprodukte fallen, steigen gleichzeitig die Kosten für die Anbauflächen, weil es weltweit einen Run auf Ackerflächen gibt. Die Biobauern trifft das besonders hart, denn sie brauchen größere Anbauflächen als die konventionelle Landwirtschaft.

Online extra

makroskop Biobranche
© dpa Video
Deutschland ist der bedeutendste Bio-Markt Europas. Doch die Ökolandwirtschaft hierzulande hinkt der steigenden Nachfrage hinterher. Die Folge: immer mehr Import-Produkte in den Regalen.
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Interview mit Ulrich Köpke
Video
Unser Studiogast, Prof. Ulrich Köpke, sagt, es fehle in der ökologischen Landwirtschaft an geeigneten Vermarktungsstrukturen und moderner Vernetzung. Er sieht vor allem die Verbände in der Pflicht.
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Bio-Siegel - der feine Unterschied
© dpa
Damit der Verbraucher den Überblick behält, gibt es das staatliche Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung. Das heißt, wenn Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein. Tatsächlich ist aber eher Bio light.
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Die ganze Welt im Bio-Boom
© colourbox.de
Der Bio-Markt in Deutschland wächst stetig, aber auch im internationalen Bio-Markt steigt der Absatz. 2012 belief sich der globale Bio-Umsatz bereits auf rund 64 Milliarden US-Dollar.
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Höfesterben: Vor dem Aus
© colourbox.de Video
Viele Biobauern geben wieder auf, vor allem die Kleinbetriebe. Es ist fast schon ein Trend. Der Preisdruck ist zu groß, die Erträge zu niedrig, die Pacht zu hoch und der Vertrieb zu schwach.
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Energiewende: Milch kontra Gas
In Dublin ist nach den Turbulenzen der letzten Jahre wieder Ruhe eingekehrt. Jedenfalls auf den ersten Blick. © dpa Video
Bauer Holzschuh muss Land pachten, um seine Kühe satt zu kriegen. Doch die steigende Pacht droht ihn zu ruinieren. Schuld ist die Förderung von Biogasanlagen. Dort sind die Erträge garantiert - für 20 Jahre. Da kann keine Kuh mithalten.
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Kontrollen: Quis custodiet custodes?
© ap
Man kennt das von den Rating-Agenturen. Ob Bio oder Banken - wer seine Bonität zertifizieren lassen möchte, beauftragt eine Agentur. Und bezahlt sie. Ein höchst fragwürdiges Arrangement, denn: Wer kontrolliert die Kontrolleure?
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Italien: Bio? Och nöö.
Baukräne säumten in Dublin den Weg in die Pleite. © dpa Video
Man sagt den Italienern ja nach, sie hätten eine Esskultur, die uns Teutonen weit voraus sei. Stimmt! Nur mit Bio haben sie es nicht so. Das wird zwar angebaut, aber meist exportiert. Nach Deutschland.
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Wurst mit Gesicht: Anständiges Schweineleben
© colourbox.de Video
Die Schweine von Dennis Buchmann und Bauer Schulz dürfen rumtollen, im Dreck wühlen und so richtig die Sau rauslassen. Am Ende landen sie dann aber doch im Glas, als Sülze oder Wurst.
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Sendedaten
Freitag, 14. März 2014, 21.00 Uhr
Biobranche: Reden Sie mit!
© colourboxUnser Studiogast, Prof. Ulrich Köpke, meint, die Krise der Biolandwirtschaft liege nicht nur an zu geringer staatlicher Unterstützung. Die Verantwortung liege auch bei den Bioverbänden selbst. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Ulrich Köpke
Köpke leitet das Institut für organischen Landbau an der Universität Bonn, wo er bereits seit 1987 zu Fragen des ökologischen Landbaus forscht.
Biobranche: Hintergrund
© dpaBiomacht Deutschland
Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln boomt. Das grüne Bio-Siegel begegnet uns immer häufiger in den Supermärkten. Mit rund 7 Mrd. Euro ist Deutschland zum umsatzstärksten Markt für ökologische Lebensmittel in Europa geworden.
Schwerpunkt
Agrar
Bio-Bauern geben auf
Bio rechnet sich nicht
Das Preisdumping bei Bio-Produkten gefährdet nach Einschätzung des mecklenburgischen Agrar- und Umweltministers Till Backhaus (SPD) den Öko-Landbau in Deutschland.