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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Baukräne säumten in Dublin den Weg in die Pleite. © colourbox Lupe
Der Immobilienboom erweckte die Illusion von Reichtum. Überall in Dublin wurde gebaut.
Der Weg in die Pleite
Vom gefeierten keltischen Tiger zum Bettvorleger dauerte es zwei Jahre. Dann war Schluss. Das Platzen der Immobilienblase trieb erst die Banken in den Ruin, dann das ganze Land. Was bleibt, ist ein Berg von Schulden. Und eine Erkenntnis.
Jahrhunderte lang gehörte die irische Bevölkerung zu den ärmsten Europas - dominiert vom mächtigen Nachbarn Großbritannien, ohne Chance eine eigene, tragfähige Wirtschaft oder Industrie zu entwickeln. Das änderte sich mit der Mitgliedschaft in der EU und dem Euro. Irland wurde zum "keltischen Tiger".

Ein junge, gut ausgebildete Bevölkerung, hohe Produktivität und niedrige Steuern zogen ausländische Firmen und Investoren an. Der neu entstandene Finanzplatz Dublin lockte internationale Banken und Kapital. Die Banken waren wenig reguliert, die Zinsen niedrig. Im Land finanzierten sie - mit staatlicher Hilfe - einen Bau- und Immobilienboom.

Lehman-Pleite beendet das irische "Modell"
Zwischen 1995 und 2007 wuchs die irische Wirtschaft um durchschnittlich sechs Prozent. Der Lebensstandard war so hoch wie noch nie - bis auch Irland ein aufgeblähter Immobilienmarkt zum Verhängnis wird. Die Blase platzt, Häuser verlieren bis zu 50 Prozent an Wert. Die Baubranche bricht ein. Die irischen Banken geraten gefährlich in Schieflage.

2008 hat eine der größten irischen Banken, die "Anglo Irish Bank" Kredite über 70 Milliarden Euro in den Büchern. Mit der Lehman-Pleite eskaliert am 15. September die Situation. Am 30. September gibt die irische Regierung allumfassende Garantien für die irischen Banken ab. Es geht um 440 Milliarden Euro.

Das beruhigt die Situation, aber nur kurzfristig. Schon am 15. Januar 2009 ist es soweit. Der Staat muss die Anglo Irish Bank übernehmen.

Kampf gegen das Unvermeidliche
Und der irische Bankensektor erweist sich als Fass ohne Boden. Der Staat beteiligt sich an weiteren irischen Banken. Am Ende sind alle sechs großen Institute mehr oder weniger in Staatshand.

Die Bankenhilfe nimmt Dimensionen an, die der Staat nicht mehr tragen kann. Das Haushaltsdefizit schießt auf 32 Prozent der Wirtschaftsleistung in die Höhe. Die irische Regierung zögert, Hilfen aus Europa zu ersuchen. Schwer wiegen die damit verbundenen Auflagen und die Fremdbestimmung.

Am 21. November 2010 beantragt sie dann doch Hilfen aus dem europäischen Rettungsschirm. 67,5 Milliarden Euro sind es dann am Ende. Mit den Geldern kommt auch die Troika ins Land und wacht über die Einhaltung rigider Sparmaßnahmen. Jetzt ist der Schirm zu - aber die Schulden bleiben.

Sendedaten
Freitag, 14. Januar 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Irland: Reden Sie mit!
Den Krisenstaaten der Eurozone geht es offenbar besser, auch Irland. Ist Dublin nun Vorbild für andere Wackelkandidaten der Eurozone? Oder ist die entspannte Lage an den Märkten nur trügerische Ruhe? Diskutieren Sie mit - direkt nach der Sendung ist auch Studiogast Prof. Aloys Prinz mit von der Partie!
Thema der Sendung: Irland
Irlands Auferstehung?
Irland hat als erster Krisenstaat den Rettungsschirm verlassen und finanziert sich wieder am Kapitalmarkt. Die Rosskur scheint sich auszuzahlen. Doch vergessen wir nicht: Die Iren werden noch viele Jahre bluten. Wegen eines großen Fehlers.
Irland vs. Island
Der Kardinalfehler
Irland hat im entscheidenden Moment der Finanzkrise alles falsch gemacht. Das kleine Island hingegen alles richtig: Es gab kein Bail-out für die Banken.
Schwerpunkt
Finanzkrise