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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Für London waren die Olympischen Spiele 2012 ein Gewinn. Auch in puncto Infrastruktur. Das Olympiagelände wurde auf einer alten Industriebrache errichtet.
Es geht auch anders
Lektionen aus London
Das Olympiagelände in London war vier Monate früher fertig und eine Milliarde Euro günstiger als geplant. Davon könnten sich die Planer vom Berliner Flughafen und Stuttgart 21 mal etwas abgucken.
Für die Olympischen Sommerspiele 2012 entstand Im Osten Londons ein völlig neuer Stadtteil, mit Stadien, Wettkampf-Arenen, dem Olympischen Dorf und einer Infrastruktur für Hunderttausende von Zuschauern. Neun Milliarden sollte das Ganze ursprünglich kosten und innerhalb von sieben Jahren abgewickelt sein. Unter der Projektleitung des Deutschen Klaus Grewe, war das Großprojekt rund eine Milliarde Euro günstiger und vier Monate früher fertiggestellt als geplant. Wie kann so etwas funktionieren?

Worst-Case-Szenario
Grewes Rezept klingt einfach und einleuchtend. Am Anfang eines Projektes werden die Gesamtkosten ermittelt. Was braucht man, und wieviel, zum Beispiel Beton oder Schalter, wie viele Leute arbeiten pro Gewerk? Dann errechnet man, was passiert, wenn ein kalter Winter kommt, wenn Planänderungen eintreten oder ähnliches.

Im Fall der Olympischen Spiele wurden für 14.000 Einzelvorgänge Risikoaufstellungen gemacht und ins Budget miteingerechnet. Man rechnet zu den anfallenden Kosten von vorneherein die Risikokosten hinzu und kommt so zu einem aussagekräftigen Gesambudget, das bösen Überraschungen Rechnung trägt.

Planung und Transparenz
Neben einer akribische Planung und Steuerung des Projektes ist es für Grewe ebenso wichtig, dass man jederzeit den Stand der Realisierung und die Finanzierung einsehen kann. In London wurden sogar Gesetze verändert, um Kosten, Kalkulationen und Risiken veröffentlichen zu können. Jeder konnte sich jederzeit im Internet über den Stand der Dinge informieren.

Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit
Auch Bauverzögerung durch Bürgerproteste wurde in London von Beginn an mit einkalkuliert. Die Bürger der von den Olympischen Spielen betroffenen Stadtteile wurden umfassend in die Planungsprozesse einbezogen und profitieren nun davon, dass auf einer alten Industrie-Brache einer der größten Parks Europas entstanden ist.

Höher - Weiter - Teurer: Reden Sie mit!
© dpa
Woran liegt das eigentlich, dass Deutschland kaum ein großes Bauprojekt auf die Reihe bekommt? Unser Studiogast, Prof. Klaus Beckmann, sagt: Die Planungsphasen von Großprojekten sind einfach nicht gründlich genug.
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Sendedaten
makro
"Infrastruktur - Deutschland zerbröselt"

Freitag, 7. Februar 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Infrastruktur
Deutschland zerbröselt
Schlechte Infrastruktur kostet Wachstum. Da hat auch Deutschland zuletzt geschlampt: Straßen, Flughäfen, Glasfaserkabel, Bahnhöfe - und immer gibt es Ärger. Vor allem bei den Kosten. Und beim Zeitplan. Und natürlich gilt: Nicht vor meiner Haustür!
Link
Vortrag von Klaus Grewe über Effektive Projektsteuerung und strategische Stadterneuerung
Info
Klaus Grewe hat in seiner langen Karriere zahlreiche Bauprojekte betreut und organisiert: Er baute am Berliner U-Bahn-System mit und war an den Großprojekten Berliner Hauptbahnhof und Gotthard-Basistunnel beteiligt.
Schwerpunkt
Sport