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Fernreisebus nach Deutschland: Die Kehrseite der Medaille © dpa Lupe
Fernreisebus nach Deutschland: Was der hiesigen Wirtschaft hilft, hinterlässt in den Heimatländern der Migranten gähnende Leere.
Die Kehrseite der Medaille
Facharbeitermangel in Rumänien und Bulgarien
Nach dem Wegfall der letzten Arbeitsschranken für Rumänen und Bulgaren dürfte eine neue Welle von Gutqualifizierten diese Länder verlassen. Beiden Ländern droht ein Brain Drain, der schmerzhafte Verlust von Fachkräften.
Die deutsche Wirtschaft profitiert von den gut ausgebildeten Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien, denn hier werden händeringend Fachkräfte gesucht: Ärzte und Pfleger aber auch Informatiker und Handwerker. Doch nicht nur Deutschland, auch andere europäische Länder locken mit lukrativen Arbeitsverträgen. Das scheint zu funktionieren, denn immer mehr arbeitswillige Akademiker wollen ihr Heimatland verlassen.


Der einen Freud, der anderen Leid
Lupe
Ein junger rumänischer Arzt im Klinikum Gera.
Besonders junge, motivierte Ärzte wandern gerne aus, denn in Deutschland oder Großbritannien gibt es mehr Geld und die Arbeitsbedingungen sind weitaus besser. Bulgarien und Rumänien verlieren dadurch nicht nur die qualifizierten Arbeitskräfte sondern auch Milliarden, die zuvor in die Ausbildung der Ärzte gesteckt wurden.

Darüberhinaus droht den Gesundheitssystemen der Kollaps. In Bulgarien fehlen massenhaft Ärzte. Und in Rumänien muss - statistisch - ein einzelner Arzt mehr Patienten versorgen als irgendwo sonst in Europa. Der Ärztemangel in reichen Ländern zieht also einen Ärzteschwund in ärmeren nach sich.

Doch nicht nur die Krankenhäuser und Arztpraxen verlieren Fachkräfte. Auch Baufirmen oder Textilfabriken, Sägewerke oder Hotels haben in Rumänien und Bulgarien mittlerweile die größten Probleme europaweit, Personal zu finden, wie eine Umfrage der Unternehmensberatung Manpower ergab.

Sendedaten
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"Zuwanderung in Europa"

Freitag, 24. Januar 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Migration
Zuwanderung in Europa
Seit dem 1. Januar genießen auch Rumänen und Bulgaren Freizügigkeit, d.h. sie können überall in der EU leben und arbeiten. Vor allem in Bayern versucht man sich in Stimmungsmache. Und ignoriert geflissentlich die Fakten.
Link
Ar­beits­mi­gra­ti­on
Mehr über die Voraussetzungen, die ein Ausländer erfüllen muss, um in Deutschland arbeiten zu können, finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums des Innnern
Info
Nach Analysen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln erhöht die Migration aus Bulgarien und Rumänien den Fachkräfteanteil unter den Arbeitnehmern: 25 Prozent der Zuwanderer aus diesen beiden Ländern hätten einen akademischen Abschluss, in der deutschen Bevölkerung betrage der Anteil 19 Prozent, rechnet das IW vor.
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