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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© dpa Lupe
Der Fracking-Boom führt in den USA zu niedrigen Energiepreisen. Die wiederum sind die treibende Kraft hinter der Reindustrialisierung des Landes.
Der Traum von der Autarkie
Wenn es in den USA eine Branche gibt, die ernsthaft boomt, dann die Ölindustrie und ihre Zulieferer. Die Gasförderer ersticken gerade etwas an ihrem Erfolg. Trotzdem: Niedrige Energiepreise sind ein starkes Konjunkturprogramm.
Es ist wie in alten Zeiten: Fast 10 Mio. Barrel Öl fördern die USA heute wieder täglich - soviel wie zuletzt 1970. Und auch beim Erdgas schlagen die Mengen der letzten fünf Jahre alle Rekorde. Schon 2015 könnten die USA laut der Internationalen Energieagentur (IEA) Saudi-Arabien und Rußland als größten Ölproduzenten überholen. Amerikas neuster Boom soll den Motor für die Konjunktur antreiben.

Es herrscht Goldgräberstimmung in Texas, North Dakota und anderswo. Kleine Ortschaften, die in der Nähe von Öl- oder Gasfeldern liegen, platzen plötzlich aus allen Nähten, müssen improvisieren. Wohncontainer für die Arbeiter werden aufgestellt, die Mieten schießen in die Höhe, es siedeln sich Restaurants und Händler an.

Importe gehen zurück
Besonders lukrativ ist der Öl- und Gasrausch für alle die einen Truck fahren können. Zwar braucht man für die riesigen Tankwagen eine besondere Fahrerlaubnis, dafür gibt es auch besonders viel zu verdienen: Bis zu 90.000 Dollar im Jahr schätzt ein Insider. Ein großer Teil der neuen Jobs rund um Öl- und Gas entstehen in diesem Sektor.

Noch sind die USA besonders bei Öl sehr abhängig von Lieferungen aus dem Ausland. Aber der Boom schürt die Hoffnung, dass sich das bald ändern könnte. Immerhin sind die Ölimporte in den letzten fünf Jahren schon um 15 Prozent zurückgegangen, die Erdgasimporte sogar um fast 30 Prozent.

Fluch und Segen des Fracking
Möglich wurde diese unverhoffte Steigerung der Fördermengen durch Fracking. Ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien wird dabei mit großem Druck in den Boden gepumpt und löst dort Öl- oder Gasvorkommen in Kilometertiefe aus Schiefergestein.

Es gibt begründete Befürchtungen, dass diese Methode die Umwelt schädigt, weil Chemikalien ins Grundwasser gelangen. An vielen Orten formiert sich daher Wiederstand gegen Fracking.

Niedriger Gaspreis lässt Investitionen sinken
Es ist nicht der einzige Schönheitsfehler im amerikanischen Energiewunder. Das Erdgas hält nicht mehr alle Versprechungen. Zwar sagt die US-Energiebehörde einen Anstieg der Fördermenge von 56% bis 2040 voraus, die Investitionen, die dafür nörig wären gehen aber zurück. Grund: zu wenig Profit.

Weil so viel gefördert wird, ist der Gaspreis in den USA rapide gesunken. Schön für Verbraucher und energieintensive Unternehmen, weniger schön für die Gasindustrie. Trotz dieser Probleme werden die USA mit Sicherheit alles tun, damit der Boom anhält. Die Verheißung, damit in Zukunft vielleicht energietechnisch unabhängiger zu werden, ist einfach zu groß.

makro-Blog zum Thema USA

Sendedaten
makro
"USA - Schulden ohne Ende?"

Freitag, 17. Januar 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: USA
USA - Schulden ohne Ende?
Der Government Shutdown ist kaum vorbei, da steht der nächste Zank schon vor der Tür. Der notdürftig zusammengezimmerte Kompromiss geht nur bis Anfang Februar. Dann ist das Schuldenlimit erreicht.
Gasförderung
Warum die Investitionen fallen
Anfang 2012 markierte der Gaspreis in Nordamerika ein markantes Tief bei unter 2,50 USD pro Mio. BTU. Da konnte praktisch niemand mehr profitabel Gas fördern. Heute steht der Gaspreis bei knapp 4,50 USD pro Mio. BTU. Das ist im längerfristigen Vergleich immer noch ziemlich wenig und viele Gasförderer kämpfen mit der Profitabilität. Nur wer auch noch Öl und sogenannte Liquids aus dem Boden holen kann, macht einen Gewinn. Entsprechend niedrig sind die Investitionen in die Erschließung neuer Felder. Geringere Investitionen werden mittel- und längerfristig wieder zu steigenden Preisen führen. Letztlich korrigiert der Markt sich hier also selbst.
Schwerpunkt
Öl & Gas
Kaum ein Thema ist von derart tiefgreifender Bedeutung wie die Versorgung mit Energie. Öl ist das Blut der Weltwirtschaft. Die entscheidende Frage dabei: Wer hat die meisten Reserven. Die großen westlichen Ölkonzerne verfügen übrigens nur über rund zehn Prozent.
Schwerpunkt
Nordamerika