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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Dollarscheine © khrawlings, cc-by-2 Lupe
Wer wissen will, wie Verschuldungswahnsinn live aussieht, der klicke auf die "US Debt Clock" im Infokasten in der rechten Spalte.
Gläubiger gesucht
Wer finanziert künftig Amerikas Schulden?
Die USA sind jetzt im Club der 100er - mit einer Staatsverschuldung von über 100% der Wirtschaftsleistung. Sparen ist halt nicht so ihr Ding. Doch wer gibt in Zukunft noch Geld, wenn die Fed sich als Käufer zurückzieht?
Nicht nur der Bundeshaushalt ist aus den Fugen geraten, in den USA ächzen vor allem viele Städte und Gemeinden unter einer gewaltigen Schuldenlast. Bestes Beispiel ist Chicago. 49 Schulen wurden auf einen Schlag dicht gemacht, damit die drittgrößte Stadt der USA nicht Pleite geht, so wie Detroit.

Chicago spart zuerst an der Bildung, die Amerika eigentlich so dringend braucht. Nach den Schülern müssen zukünftig auch noch Rentner Opfer bringen. Der Pensionsfonds für städtische Angestellte weist laut der Ratingagentur Moody’s eine Lücke von 36 Milliarden Dollar auf. Und Chicago ist da kein Einzelfall.

Der Bundeshaushalt steht
In Washington ist man im US-Kongress jedoch erst mal froh, dass Obamas Regierungshaushalt für die nächsten zwei Jahre abgesegnet wurde. Mehrausgaben für das Militär stehen Einsparungen bei den Langzeitarbeitslosen gegenüber.

Immerhin kein erneuter Regierungsstillstand. Noch im Oktober mussten 800.000 Staatsdiener zwei Wochen lang in einen unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden. Es war kein Geld mehr vorhanden für Gehälter. Auch viele Museen und Denkmäler blieben geschlossen. US-Präsident Obama empfing damals vor dem Weißen Haus demonstrativ Bürger, die erstmals eine Krankenversicherung besitzen.

Schulden von George W. geerbt
Radikale Tea-Party Anhänger wollten mit ihrem Haushaltsboykott im Parlament „Obamacare“ doch noch zu Fall bringen. "Sie haben die Regierung lahmgelegt und führen einen ideologischen Kreuzzug gegen die Gesundheitsreform", erklärte Obama. "Sie verlangen eine Art Lösegeld, um ihren Job zu machen."

Während Obamas Amtszeit sind die Staatsschulden explodiert, von 11 auf mehr als 17 Billionen US-Dollar. Obama hat mehr Schulden gemacht als 42 seiner 43 Vorgänger zusammen. Doch das Schulden-Ei ins Netz gelegt hatte ihm sein Vorgänger George W. Bush mit einer Steuerentlastung für Reiche sowie Kriegen im Irak und in Afghanistan. Und die Schulden wachsen weiter. Der US-Kongress muss Anfang Februar eine neue Obergrenze verabschieden, damit den USA nicht das Geld ausgeht.

makro-Blog zum Thema USA

Sendedaten
makro
"USA - Schulden ohne Ende?"

Freitag, 17. Januar 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: USA
USA - Schulden ohne Ende?
Der Government Shutdown ist kaum vorbei, da steht der nächste Zank schon vor der Tür. Der notdürftig zusammengezimmerte Kompromiss geht nur bis Anfang Februar. Dann ist das Schuldenlimit erreicht.
US Debt Clock
Die Verschuldung der öffentlichen Hand (Bund, Länder und Gemeinden) liegt heute bei über 17 Billionen Dollar. Die Gesamtverschuldung, von Staat, Privathaushalten und Unternehmen addiert sich auf unfassbare 60 Billionen Dollar.
Quantitative Easing
Finanzierung durch die Notenpresse
Die amerikanische Notenbank Fed druckt jede Menge Geld. Sie nennt das "Quantitative Easing", das klingt nicht so hässlich wie gelddrucken. Konkret kauft die Fed Staatsanleihen am Markt. Der Verkäufer der Anleihen (meist Banken) bekommt dafür Geld. Das Geld, so die Idee, kommt unter die Leute und wirkt Wunder draußen im Land.

Für den amerikanischen Staat ist die Sache gleich dreifach charmant: Es ist ein großer Käufer (Abnehmer) der eigenen Schulden am Markt. So lassen sich, erstens, mehr Schulden machen. Steigende Nachfrage nach Anleihen, lässt, zweitens, die Zinsen sinken, d.h. die Verschuldung ist nicht so teuer. Und zu guter Letzt wird auch noch die Wirtschaft angekurbelt. Et voilà: Alle sind glücklich. (Außer die Sparer natürlich.)

Vor der Finanzkrise hielt die Fed rund 500 Mrd. Dollar an amerikanischen Staatsanleihen. Heute sind es über 2 Billionen Dollar. Auch wenn die Käufe von Staatsanleihen jetzt langsam zurückgefahren werden, werden bis zum Auslaufen des Programms noch einmal rund 500 Mrd. Dollar hinzukommen.