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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© reuters Lupe
Die designierte Fed-Chefin Janet Yellen, Spitzname "La paloma blanca", steht für noch mehr billiges Geld.
Die Fed und die Flut
Seit Jahren überschwemmt die amerikanische Notenbank die Welt mit billigem Geld und bedeckt gnädig alle Makel. Bis sich plötzlich Warren Buffetts Bonmot bewahrheitete: "Only when the tide goes out, do you see who's been swimming naked."
10 Jahre lang waren sie die Lokomotiven der Weltwirtschaft, die großen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China - kurz BRIC. Doch sogar in China verlangsamt sich das Wachstum.

Für den Internationalen Währungsfonds in Washington, sind 10 Prozent Wirtschaftswachstum und mehr passé. Olivier Blanchard, der Chefvolkswirt des IWF, erwartet 2014 im Schnitt nur noch 5 Prozent: "Jenseits der Tagesnachrichten ist die Weltwirtschaft gerade in ein neues Zeitalter eingetreten. Die Industrieländer werden langsam wirtschaftlich wieder stärker. Mehr als der IWF vorhergesagt hat. Zur selben Zeit hat sich das Wachstum der Schwellenländer mehr verlangsamt als unsere Vorhersagen im Juli."

Schwellenangst - Reden Sie mit!

Der IWF rät den BRIC-Staaten, mit weniger Wachstum zu rechnen. Jahrelang floss auch Kapital wie selbstverständlich nach Brasilien, Russland, Indien oder China. Der IWF schätzt, dass sich eine Billion Dollar aus den reichen Nationen in den Schwellenländern angehäuft haben.

Die Fed hustet und die Welt kriegt einen Schnupfen
Die US-Notenbank heizte diese Kapitalwanderung noch kräftig an, mit Notenpresse und Nullzinspolitik. Als im Mai diesen Jahres FED-Chef Ben Bernankie signalisierte, den Märkten bald Geld zu entziehen, zogen Investoren panikartig Kapital aus Schwellenländern ab.

Schon bald aber war alles wieder im Lot. Denn seiner Nachfolgerin, Janet Yellen, wird nachgesagt, eine Vorliebe fürs Gelddrucken zu haben. So sorgte die zukünftige FED-Chefin schon mal dafür, dass Kapital wieder in die Schwellenländer zurückkehrte.

Die BRICs müssen vorsorgen
Dennoch müssen die BRIC-Staaten einkalkulieren, dass eines Tages die Zinsen in den USA wieder steigen. Und Kapital geht bekanntlich dort hin, wo hohe und sichere Renditen winken. Das war auch Thema beim letzten BRICS-Treffen in Russland.

Indiens Premierminister Singh, einer der Hauptbetroffenen des panikartigen Kapitalabzugs im Sommer, war sich mit seinem Gastgeber Putin einig, dass eine konzertierte Aktion der führenden Schwellenländer von Nöten sei.

So vereinbarte man, künftig Währungsreserven zusammenzulegen und eine Entwicklungsbank zu gründen als Gegenstück zur Weltbank. Gemeinsame Schritte auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit gegenüber den USA und der FED.

Sendedaten
makro
"Zeitenwende in den Schwellenländern?"

Freitag, 29. November 2013,
21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Schwellenländer
Zeitenwende in den Schwellenländern?
Die Geschichte vom Aufstieg der Schwellenländer war bislang eine lupenreine Erfolgsstory. Sie begann mit dem Boom in den BRICS-Staaten. Heute ist der Lack ab. Jedenfalls ein bisschen.
Der negative Realzins...
© Doug Short...und die Schwellenländer
Solange die Notenbanken die Zinsen extrem niedrig halten, real, also nach Abzug der Inflation, teils im negativen Bereich, macht Kapital das, was es immer macht: Es sucht nach besseren Renditen. Die finden sich in den Schwellenländern. In dem Moment aber, wo das frei verfügbare Kapital aufgrund besserer Renditeaussichten in die Industrieländer zurückfließt, stehen die Schwellenländer in Warren Buffetts Worten "nackt" da. Nach einer kurzen Schrecksekunde im Sommer kann jetzt wieder geschwommen werden, und zwar noch eine ganze Weile. Wer es genau wissen will, schaue sich einmal die Zinsentwicklung auf der exzellenten Seite von Doug Short an.
Schwerpunkt
Lateinamerika
Schwerpunkt
Emerging Markets Asien
Keine Region der Welt entwickelt soviel Dynamik wie die Schwellenländer Asiens. Mit Fleiß, Zielstrebigkeit und einer gehörigen Portion Leidensfähigkeit eifern die Menschen zwischen Indien und China der Glitzerfassade Honkongs nach.