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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© colourbox.de Lupe
Global oder regional?
Welche Klimabilanz hat unsere Ernährung? Am besten sind regionale Erzeugnisse und saisonales Gemüse. Aber es gibt auch Überraschungen: Argentinisches Rindfleisch verursacht weniger CO2 als deutsches.
Der Mais ist Agnes Ambuwis ganzer Stolz. Mühsam ringt die Bäuerin dem kenianischen Boden die Ernte ab, trotzt Schädlingen und Trockenheit. Doch in den nächsten Jahren steht sie vor einer Herausforderung, auf die es keine einfache Antwort geben wird: Durch den Klimawandel droht die Ernte in Afrika bis 2050 um bis zu 20% einzubrechen. Ähnlich bedrohlich ist die Lage bei Weizen und Reis - und zwar weltweit. Auch hier verschlechtern sich die Anbaubedingungen.

Die Rechnung bitte - Reden Sie mit!

Doch die Landwirtschaft ist nicht nur Opfer des Klimawandels, sondern gleichzeitig Täter. Anbau und Herstellung von Lebensmitteln verursachen rund ein Drittel der Klimabelastung überhaupt. Auch wir hinterlassen schon morgens am Frühstückstisch allein durch das, was wir essen einen deutlichen CO2-Fußabdruck. Eine sechsköpfige Familie kommt übers Jahr locker auf 12 Tonnen CO2.

Strengere Kennzeichnungspflicht
Im Prinzip hätte jeder die Möglichkeit, seine persönliche Klimabilanz schon beim Einkaufen zu verbessern - wenn einem so ohne weiteres bewusst wäre, welche Klimasünden im Einkaufskorb landen. Professor Elmar Schlich von der Uni Gießen hat untersucht, wie viel Energie einzelne Lebensmittel bis zum Kunden verbrauchen. So manches Ergebnis war relativ naheliegend.

"Es gibt Lebensmittel die per Flugzeug importiert werden. Das sind im wesentlichen frischer Fisch, der über Frankfurt geht", sagt Schlich. "Aber zum Beispiel auch Erdbeeren im Dezember oder Januar, die per Flugzeug aus Kenia oder Marokko hierher kommen." Schlich findet, das müsse dem Endverbraucher mitgeteilt werden: "Da müsste dann nicht nur das Herkunftsland stehen, so wie es jetzt ist, sondern da müsste dann stehen: Flugerdbeeren."

Überraschende Erkenntnis
Bedeutet Klimaschutz mit Messer und Gabel also vor allem, Importiertes zu meiden und auf regionale Lebensmittel zu setzen? Wir machen den Vergleich beim Rindfleisch. Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, braucht es zunächst ein Vielfaches dessen als pflanzliches Eiweiß, hierzulande meist Soja. In der Klimaabrechnung zu Buche schlagen zudem Transport, Verarbeitung und Auslieferung an den Supermarkt. Alles zusammen kommen auf 1 Kilo deutsches Rindfleisch aus intensiver Stallhaltung so 1,8 kg CO2.

Greift man hingegen zu importiertem Rindfleisch aus Argentinien sieht die Bilanz deutlich besser aus: Statt im Stall leben die Rinder dort auf großen Weiden. Haltung und Fütterung fallen bei der Klimabilanz deshalb kaum ins Gewicht, Verarbeitung und Transport schlagen kaum stärker zu Buche als bei deutschem Fleisch. Unterm Strich verursacht importiertes, argentinisches Rindfleisch so nur halb so viel CO2 wie deutsches.

Klimakiller Gewächshaus
Auch bei Obst und Gemüse erkennt man die Klimafreundlichkeit meist nicht auf den ersten Blick. Tomaten, die in unseren Supermärkten das ganz Jahr über zu finden sind, wachsen hierzulande nur im Hochsommer. Dann gelangen sie sozusagen direkt vom Feld in die Läden, entsprechend gering ist die CO2-Belastung. Den Rest des Jahres werden Tomaten vor allem aus Südeuropa importiert. Der Transportweg vergrößert entsprechend die Klimabelastung.

Sendedaten
makro
"Lebensmittel: Über den Tellerrand"

Freitag, 20. September 2013,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
Lebensmittel
Erdbeeren aus China, Mangos aus Mexiko, Äpfel aus Neuseeland - die Herkunftsorte unserer Lebensmittel sind längst über den gesamten Globus verteilt. Ausdruck von Effizienz oder Wahnsinn mit Methode?
Schwerpunkt
Agrar
Schwerpunkt
Umwelt - Nachhaltigkeit - Greentech