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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Video ansehen © dpa Lupe
Die Vehrkehrsdichte in Chinas Städten steigt rasant. Versuche, die PKW-Neuzulassungen zu bremsen, scheinen nicht zu fruchten.
Der Zukunftsmarkt
Wo Deutsche ihre Autos bauen
Chinas Automarkt boomt. Und das wird noch eine Weile so weitergehen. Auf 1000 Einwohner kommen erst 60 Autos. Bei uns sind es zehnmal so viele. Trotzdem stehen die Metropolen vor dem Verkehrsinfarkt.
Der explodierende Kapitalismus im kommunistischen Riesenreich ist für Chinas Autowelt ein Geschenk des Himmels. Weltweit sichert er Unternehmen Aufträge, Aufträge und nochmal Aufträge. Für die deutsche Autoindustrie ist China inzwischen der bedeutendste Absatzmarkt überhaupt.

Hier wird investiert, was das Zeug hält. VW baut gerade sieben neue Fabriken, zusätzlich zu seinen bereits bestehenden 11 Werken in China. Modernste Fabriken, wie dieses gerade in Changchun eröffnete Motorenwerk. Hier wird für VW und Audi ein verbrauchsarmer und neuesten europäischen Abgasnormen entsprechender Motor gebaut. Im vergangenen Jahr hat der VW Konzern 2,8 Millionen Fahrzeuge in China verkauft. 2,6 Millionen davon in China gebaut.

Hinter den Kulissen der IAA - Reden Sie mit!

Wir fragen Jochem Heizmann, im VW Vorstand zuständig für China, nach den Zukunftsaussichten: 20 Prozent Wachstum in den letzten 5 Jahren. Kann das so weitergehen? - "Das wird so nicht weitergehen. Die Wachstumszahlen werden sich normalisieren, aber sie werden im internationalen Vergleich, und erst Recht im Vergleich mit Europa, auch in Zukunft weiterhin beträchtlich sein. Ich schätze für die kommenden Jahre eine Größenordnung von fünf, sechs, vielleicht auch sieben Prozent."

Autoboom läuft ungebremst
Aber Wachstum kommt nicht alleine. Über der schönen neuen Autowelt Chinas ziehen düstere Wolken auf. Giftige Abgaswolken. Aus Industrieanlagen, vor allem aber von den inzwischen 120 Mio. Autos auf Chinas Straßen, 5 Mio. allein in Peking. Sie verursachen eine krankmachende Dunstglocke über der Stadt, nehmen den Menschen die Sonne und jegliche frische Luft.

Daran haben auch Zulassungsbeschränkungen und tageweise Fahrverbote in einigen Großstädten nichts grundlegend geändert. "Diese Beschränkungen sind nicht so weitgehend, wie manche glauben", sagt Prof. Wu Ye, Spezialist für Luftverschmutzung an der Tsinghua Universität Peking. "Peking erlaubt offiziell 240.000 Neuzulassungen jährlich, also selbst hier noch eine Zunahme von fünf Prozent."

"Alle Anzeichen sprechen dafür, dass der Automarkt im gesamten China noch weitere 10 Jahre beständig wachsen wird", ergänzt Prof. Wu Ye. "Nicht mehr ganz so stark - keine 20% mehr pro Jahr, aber vielleicht um 10%. Solange bis auf 1000 Einwohner im Schnitt 150, 200 Autos kommen und eine gewisse Sättigung erreicht ist."

VW produziert zunehmend in China
Auch VWs China-Chef Jochem Heizmann sieht das so. Aber, was wird, wenn der Absatz irgendwann zurückgeht? Werden die VWs, Audis und Skodas aus Chinas VW-Fabriken dann nach Deutschland exportiert? - "Da sage ich ganz klar nein. Das haben wir nicht vor. Die Fahrzeuge, die wir hier in China produzieren, produzieren wir für unsere chinesischen Kunden."

Also die Produktionsstätten hier sind keine Gefahr für den Produktionsstandort Deutschland? - "Nein, im Gegenteil", sagt Heizmann. "Wir sichern mit unserem Engagement hier in China Arbeitsplätze in Deutschland. Durch Teile-Exporte, durch Komponenten-Exporte, auch durch Fahrzeugexporte und das in zunehmendem Maße."

Industrielle Wiedergeburt
"Wiedergeburt 2013" lautet verheißungsvoll der Titel dieses Kunstwerks aus 10 Meter hoch aufgetürmten Schrottautos in Wuhan. Früher einmal war Wuhan das "Wolfsburg Chinas", die Autostadt der jungen kommunistischen Volksrepublik. Bevor die Autoindustrie hier Pleite ging. Inzwischen laufen in der Stadt am Yangtse-Fluss wieder 800.000 Autos im Jahr vom Band: französische, japanische und auch chinesische Marken.

Das Automobil spielt eine wichtige Rolle bei Chinas industrieller Wiedergeburt aus Stahl und Asphalt. Die Regierung forciert massiv die Verstädterung auch des ländlichen China. Das heißt, noch auf Jahre hinaus bleibt China ein gewaltiger, untererschlossener Markt. Wie lange die ausländischen Autokonzerne in dem Maße wie bisher davon profitieren können, ist eine andere Frage.

Sendedaten
makro
"Auslaufmodell Auto?"

Freitag, 13. September 2013,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung: Automobil
Auslaufmodell Auto?
Die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt zeigt eine Branche im Umbruch. Der E-Antrieb hat noch Startschwierigkeiten. Und in großen Metropolen steht das Konzept Automobil insgesamt auf dem Prüfstand.
Schwerpunkt
Auto
Schwerpunkt
China
Der Aufstieg Chinas begann 1978 mit der wirtschaftlichen Öffnung unter Deng Xiaoping. Bis vor ein paar Jahren hat es niemand bemerkt. Jetzt sind die Chinesen plötzlich da: als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt.