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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Video ansehen © vigour, cc-by-2 Lupe

Strenger Investor
Norwegens Reichtum kommt eher unaufdringlich daher. Dennoch gebietet das Land mit 740 Mrd. Dollar über den größten Staatsfonds der Welt. Und dieses Geld verleiht dem kleinen Norwegen Macht.
Mit Geld kann man Menschen glücklich machen. Oder sie erpressen. Man kann sich schöne Dinge kaufen, man kann es in den Sparstrumpf stecken, zur Bank bringen, in der Spielbank verzocken oder einfach zum Fenster rauswerfen.

Die Norweger haben viel, viel Geld auf der hohen Kante. Milliarden sprudeln aus den Öl- und Gasquellen vor den Küsten in die Staatskasse. Sie leisten sich einen König, den höchsten Lebensstandard der Welt, aber auch hohe Steuern und Lebenshaltungskosten. Die Nordlichter sind reich, aber nicht verschwenderisch. Staatliche Überschüsse werden zurückgelegt für kommende Generationen.

Schatten über G20 - Reden Sie mit!

61% Aktienquote
Von den Öl-Einnahmen stecken rund 95 Prozent im Staatlichen Pensionsfonds. 500 Milliarden Euro für 5 Millionen Bürger. Die Nationalbank wacht über den Staatsschatz, der vor allem in Aktien (61%) und Anleihen (38%) angelegt ist. Ein kleiner Teil steckt in Immobilien. An weit mehr als 7.000 Unternehmen in rund 50 Ländern sind die Norweger beteiligt. Der Fonds hat Einfluss auf die Wirtschaft, und den nutzt er auch.

© Øyvind Hagen - Statoil Lupe
Der Reichtum Norwegens speist sich aus den Einnahmen der Öl- und Gasindustrie. Das wichtigste Unternhemen ist Statoil, das sich zu 67% im Besitz des norwegischen Staates befindet.
Zu spüren bekam das bereits Wal Mart. Etwa wegen der Verletzung von Arbeitnehmer-Rechten hat der Staatsfonds 2006 seine Anteile am amerikanischen Supermarkt-Giganten abgestoßen. Ein empfindlicher Schlag! Gleich mehrere Bergbaufirmen flogen wegen Umweltsünden aus dem Portfolio. Norwegens Staatsfonds ist ein strenger Investor, der seine Entscheidungen zudem öffentlich macht. Das wirkt:

So haben sich Pflanzensamenhersteller in Amerika und Europa verpflichtet, Kinderarbeit bei ihren Zulieferern strenger kontrollieren. Allein die Bedenken der Investoren aus Norwegen reichten für den Sinneswandel.

Größter Einzelposten: Nestlé
Sozial, ökologisch, menschlich wollen die Skandinavier ihr Geld investieren. Es sind hehre Ziele und zugleich Druckmittel. Rein oder raus? Ein Ethikrat, bestehend 5 Personen, gibt dem Finanzminister Empfehlungen, die über Wohl und Wehe ganzer Konzerne entscheiden können. Die Geldmacht aus dem Norden besitzt immerhin rund ein Prozent aller Aktien weltweit.

Größter Einzelposten: Nestlé. Etwa dreieinhalb Milliarden Euro stecken im Schweizer Lebensmittelkonzern. Norwegen mischt in vielen Unternehmen mit, beeinflusst Firmenpolitik in seinem Sinne.

Glückliches Norwegen. Im letzten Jahr wuchs das Fondsvermögen um fast 15 Prozent. Den Rechtskonservativen ist die Strategie dennoch zu konservativ. Also mehr Risiko und weniger Ethik? Die Norweger diskutieren über die Zukunft ihres Zukunftsfonds.

Sendedaten
makro
"Die Macht des Geldes"

Freitag, 6. September 2013,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Thema der Sendung
Die Macht des Geldes
Wie viel Einfluss haben Politiker eigentlich noch auf die Wirtschaft ihres Landes? Bestimmen nicht längst die großen Player an den Finanzmärkten mit ihren Entscheidungen den Lauf der Dinge?
Schwerpunkt
Öl & Gas
Kaum ein Thema ist von derart tiefgreifender Bedeutung wie die Versorgung mit Energie. Öl ist das Blut der Weltwirtschaft. Die entscheidende Frage dabei: Wer hat die meisten Reserven. Die großen westlichen Ölkonzerne verfügen übrigens nur über rund zehn Prozent.
Schwerpunkt
Umwelt - Nachhaltigkeit - Greentech
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