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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© dpa Lupe
Mission Eurorettung
Es ist ein Jahr her, seit Mario Draghi die drei magischen Worte sprach: "whatever it takes" - die EZB werde alles Notwendige tun, um den Euro zu retten. Seitdem herrscht Ruhe im Karton. Und die Politik ist vom Haken.
Auf den ersten Blick scheint die Strategie aufzugehen, um die Eurokrise ist es tatsächlich ruhiger geworden. Doch die Rettung mit der Notenpresse ist nicht unumstritten. Wie lange hält Europa diesen Kraftakt aus? Die grundlegenden Probleme im Euroraum sind dadurch allenfalls zugedeckt, aber nicht ausgeräumt, heißt es von vielen Seiten.

Schmilzt der Euro? - Reden Sie mit!

Im Fall Griechenland bestehen kaum Zweifel daran, dass das Land einen neuen, umfassenden Schuldenschnitt braucht. Dann wären auch deutsche Steuergelder direkt betroffen, die als Kredite nach Athen geflossen sind. Der Krisengewinner Deutschland könnte schon bald einen hohen Preis zahlen für die Eurorettung. Aber können wir den Euro überhaupt retten?

Eurorettung: Ein Überblick
© dpa Lupe
Ist der Euro über den Berg? Es sieht so aus. Das muss aber nichts heißen. Am Ende gilt Börsenphilosoph André Kostolany: "Alles ist möglich. Auch das Gegenteil." Eine Bestandsaufnahme.

EZB: Der Euroretter
© dpa
Kann EZB-Chef Mario Draghi den Euro retten? Im Moment sieht es ganz danach aus. Das Bemerkenswerte ist, dass eine bloße Ankündigung die Wende brachte. Einlösen musste Draghi sein Versprechen bislang nicht.
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Studiogespräch zur Eurokrise
Lupe
Prof. Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft rechnet damit, dass Griechenland noch 10 Jahre lang Hilfe braucht. Prof. Manfred Neumann von der Uni Bonn ist noch skeptischer.

Schuldenschnitt: Hässliche Wahrheit
© reuters
Die Politik ignoriert das Thema Schuldenschnitt in Griechenland nach Kräften. Davon wird der Schuldenberg aber nicht kleiner. Im Gegenteil, er wächst. Je klarer ein Schuldenschnitt ausfällt, desto besser.
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Interview mit Stefan Bielmeier
Lupe
Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ Bank, erläutert, welche Chancen er der Griechenlandrettung einräumt. Kurz gesagt: Ohne Schuldenschnitt wird es nicht gehen. Im Euro sollten die Hellenen aber bleiben.

Sendedaten
makro
"Mission Eurorettung"

Freitag, 11. Oktober 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Moderation
Eva Schmidt
Studiogast
Prof. Dr. Michael Hüther ist Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln. Er pocht auf die Einhaltung der Sparziele, um Europa wieder wettbewerbsfähig zu machen. Er plädiert dafür, die Währungsunion in ihrer jetzigen Zusammensetzung zu bewahren und ihre institutionellen Mängel sowie die im Laufe der Krise entstandenen Probleme durch entschlossene Reformen zu lösen.
Studiogast
Prof. Dr. Manfred Neumann ist Experte auf den Feldern Inflationstheorie und Geldpolitik. Der emeritierte Professor der Universität Bonn zählt zu den bedeutendsten deutschprachigen Ökonomen. Er kann sich einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone schwerlich vorstellen und gild als dezidierter Kritiker der EZB-Rettungspolitik.
makroskop Eurorettung
© dpaLupekurz & bündig
Die allgegenwärtige griechische Misere lässt leicht vergessen, dass auch andere europäische Länder durch Hilfskredite unterstützt werden. Und Deutschland ist dabei das größte Geberland.

Laut Handelsblatt Research Institute liegt das Gesamtrisiko, das Deutschland mit den verschiedenen Rettungsprogrammen eingeht, bei 150 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon, etwa 83 Milliarden Euro, werden für Griechenland bereitgestellt. Den zweitgrößten Teil machen die Finanzhilfen für Spanien mit 27,2 Milliarden Euro aus.

Weitere 17,4 Milliarden entfallen auf Portugal, 12,8 Milliarden auf Irland und 2,4 Milliarden Euro auf Zypern. Zusätzlich stellt die Bundesregierung einen Liquiditätspuffer von 7 Milliarden Euro bereit.

Deutschland bürgt für Europa - mit hohem Einsatz. Denn das Haftungsrisiko durch die Rettungsprogramme entspricht mit 150 Milliarden Euro der Hälfte des deutschen Bundeshaushaltes für 2013 in Höhe von 300 Milliarden Euro.

Bei einem Staatsbankrott der unterstützten Staaten müsste Deutschland auf die Rückzahlung der Hilfskredite verzichten. Jeder deutsche Bürger würde sich in diesem Fall mit fast 2000 Euro an den Rettungspaketen beteiligen. Ein totaler Ausfall der Rückzahlungen gilt als unwahrscheinlich - eine komplette Erstattung der Gelder aber auch.
Schwerpunkt
Finanzkrise